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Energie

Solarkrise belastet Wacker Chemie verdient 90 Prozent weniger

Der Zulieferer Wacker Chemie leidet mit der Solarbranche. Der Umsatz sank um Zehn Prozent, der Gewinn knickte um fast 90 Prozent ein. Trotzdem rechnet Vorstandschef Staudigl künftig nicht mit roten Zahlen.
30.04.2013 - 09:39 Uhr Kommentieren
Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG, möchte 2013 keine Verluste. Quelle: dpa

Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG, möchte 2013 keine Verluste.

(Foto: dpa)

München Die Krise der Solarbranche setzt dem Zulieferer Wacker Chemie unverändert zu. Der Preisverfall für hochreines Silizium als Ausgangsstoff für die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie ließ den Gewinn der Münchner erneut rapide schwinden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz im ersten Quartal sank binnen Jahresfrist um ein Zehntel auf 1,08 Milliarden Euro, der Gewinn knickte um fast 90 Prozent auf gut fünf Millionen Euro ein. Die Zahlen fielen noch schlechter aus als von Analysten befürchtet.

"Die Preise für Solarsilicium lagen in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 erheblich unter dem Niveau des Vorjahres", teilte Wacker mit. Das Traditionsunternehmen verdient mit dem einst heiß begehrten Polysilizium immer weniger. Innerhalb eines Jahres hat sich die Marge auf das silbergraue Halbmetall nahezu halbiert. Zudem verzichten Kunden weiterhin auf bestellte Ware. Aus aufgelösten Verträgen behielt der weltweit zweitgrößte Polysilizium-Anbieter gut 32 Millionen Euro ein, in etwa so viel wie im Vorjahr.

Das Familienunternehmen tritt nun auf die Kostenbremse. Das neue Werk im US-Bundesstaat Tennessee wird zwar weiter gebaut, die Gesamtinvestitionen sollen im laufenden Jahr aber weniger als 600 Millionen Euro ausmachen. Auch im Einkauf will Wacker sparen. Dennoch würden die Schulden des Konzerns ansteigen.

Trotz einträglicher Geschäfte mit Chemikalien abseits der Solar- und Chipbranche zeigte sich Vorstandschef Rudolf Staudigl enttäuscht. "Insgesamt wird 2013 für Wacker nicht einfach werden", erklärte er. Der Umsatz werde zwar auf Vorjahresniveau erwartet, das Ergebnis aber stark rückläufig sein. Rote Zahlen will Staudigl allerdings vermeiden. Unter dem Strich werde 2013 noch ein Gewinn übrigbleiben, sagte er voraus.

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