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Energie

Solarunternehmen Sunways geht gleich zweimal pleite

Gehälter hat das Konstanzer Solarunternehmen Sunways zuletzt mit Verzögerung ausgezahlt – obwohl die Firma im vergangenen Jahr aus einem Insolvenzverfahren entlassen worden war. Jetzt folgt ein Rückfall.
Update: 21.03.2014 - 11:03 Uhr 1 Kommentar
Sunways-Anlage (Archivbild): 265 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Quelle: dpa

Sunways-Anlage (Archivbild): 265 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen.

(Foto: dpa)

Konstanz Der hochverschuldete chinesische Solarkonzern LDK hat bei seiner deutschen Tochter Sunways den Geldhahn zugedreht. Damit ist die seit längerem schwächelnde Solarfirma zahlungsunfähig. Sie teilte mit, am Freitag beim Amtsgericht Konstanz Insolvenzantrag zu stellen. Ziel sei es, das Unternehmen als börsennotierte Gesellschaft zu erhalten. Um das zu erreichen, benötige Sunways aber einen neuen Geldgeber. Der Vorstand habe bereits Gespräche mit potenziellen Investoren aufgenommen.

Sunways war bereits im vergangenen Jahr in Not geraten. Eine Gläubiger-Bank hatte Insolvenz beantragt. Nach einem außergerichtlichen Vergleich konnte das vorläufige Insolvenzverfahren im August aber noch abgewendet werden. Sunways wurde 1993 gegründet und betreibt neben dem Sitz in Konstanz am Bodensee eine Produktion für Solarmodule in Arnstadt. Den letzten Geschäftsbericht veröffentlichte die Firma für das Jahr 2011. Sie wies damals einen Umsatz von 116 Millionen Euro aus und einen Fehlbetrag von 62 Millionen Euro. Insgesamt beschäftigte Sunways im vergangenen Jahr 265 Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft IG Metall hatte bereits vor mehreren Wochen berichtet, dass die rund 150 Beschäftigten am Standort Konstanz ihre Gehälter erst mit Verspätung bekämen. Sunways selbst hat das bislang nicht kommentiert.

Der Sunways-Mutterkonzern LDK steht selbst seit längerem unter Druck. Der Konzern musste im vergangenen Jahr einräumen, eine Wandelanleihe nicht voll bedienen zu können. Im Februar diesen Jahres beantragte der Konzern auf den Cayman Inseln ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Dies beziehe sich aber nur auf die Liquiditätsprobleme im Ausland und nicht auf die Aktivitäten des Konzerns in China, beteuerte das Management. Die chinesischen Banken hätten ihre Unterstützung zugesagt.

Solarfirmen rund um den Globus mussten in den vergangenen Jahren den Überkapazitäten und dem ruinösen Preiskampf Tribut zollen. Zahlreiche Unternehmen gingen pleite, darunter auch die chinesische Suntech und die deutschen Solarpioniere Solon, Q-Cells und Conergy.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "Solarunternehmen: Sunways geht gleich zweimal pleite"

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  • Auch Solarworld hat einen ausländischen Investor mit Quatar Solar an Bord seiner Insolvenz geholt.
    Auch Quatar Solar wird den Geldhahn noch zudrehen. Bis dato geht die Insolvenzverschleppung bei Solarworld munter weiter.
    Erneuerbare Energiebranche = Abzocker, Lügner, Wohlstandsvernichter!