Energie

Sonnenstrom in der Krise Solarworld sieht weiter kein Licht

Solarworld rutscht wegen hoher Überkapazitäten am Weltmarkt und Preisdruck vor allem aus China immer tiefer in die roten Zahlen. Das angeschlagene Unternehmen streicht nun 400 Stellen. Anleger reagieren schockiert.
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Die Zahl der Mitarbeiter soll von zuletzt rund 3000 um 400 gesenkt werden. Quelle: dpa
Solarworld

Die Zahl der Mitarbeiter soll von zuletzt rund 3000 um 400 gesenkt werden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie seit Jahren defizitäre Solarworld ist 2016 wegen des Preiskampfes in der Solarbranche noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Vorstandschef Frank Asbeck zieht daher die Reißleine und will durch einen deutlichen Stellenabbau und die Konzentration auf Hochleistungsprodukte in die Gewinnzone zurückkehren, wie Solarworld am Freitag mitteilte. Doch das wird wohl erst gegen Ende des Jahrzehnts gelingen.

„Die Rückkehr zur Profitabilität hängt davon ab, dass es uns gelingt, durch die Fokussierung auf ausschließlich sehr hochwertige Produkte und durch Maßnahmen in allen Bereichen die Kosten zu senken.“ Das werde zudem Anlaufkosten mit sich bringen. „Im Ergebnis streben wir an, 2019 ein sichtbar positives Ebit zu erreichen“, sagte Asbeck. Anleger trennten sich von der Aktie. Sie verlor bis zu 7,3 Prozent auf 3,70 Euro.

Im vergangenen Jahr verbuchten die Bonner bei einem fünfprozentigen Umsatzplus auf 803 Millionen Euro operativ einen Verlust (Ebit) von 99 Millionen Euro. Binnen Jahresfrist schmolzen die flüssigen Mittel um mehr als die Hälfte auf 88 Millionen Euro zusammen.

Asbeck kündigte an, mit der Konzentration auf Hochleistungsprodukte solle der Aufwand in Produktion, Vertrieb und Verwaltung deutlich sinken und die Zahl der Mitarbeiter von zuletzt rund 3000 um 400 gesenkt werden. 2017 peile er bei stagnierenden Erlösen eine Verbesserung des Ebit an, gleichwohl rechne er aber weiter mit Verlusten. Voraussetzung für diese Prognose sei, dass es keine weiteren außergewöhnlichen Preisrückgänge gibt.

So groß sind die Solar-Marktführer
Platz 15: Solarworld (Deutschland)
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Solarworld-Chef Frank Asbeck ist der letzte Überlebende aus der Glanzzeit der deutschen Solarindustrie. Während beinahe alle anderen heimischen Photovoltaikkonzerne in den vergangenen Jahren im Kampf gegen die asiatische Billigkonkurrenz pleitegingen, existiert die Firma des Bonner Ökopioniers immer noch. Dennoch ist die Zukunft von Solarworld ungewiss. Ein 770-Millionen-Dollar schwerer Rechtsstreit mit dem Siliziumhersteller Hemlock Semiconductor bedroht den Fortbestand des Unternehmens. Die drei Fabriken von Solarworld liefen 2015 ungeachtet der Klage aber auf Hochtouren. Nach Berechnungen des Analysehauses IHS produzierte Solarworld Paneele mit einer Kapazität von mehr als tausend Megawatt.

Jahresproduktion: 1.117 Megawatt

Platz 14: REC Group (Norwegen)
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Neben Solarworld ist REC die größte verbliebene Photovoltaik-Marke in Europa. Richtig europäisch ist REC freilich nicht. Das Unternehmen hat zwar seinen Hauptsitz in Norwegen, aber produziert wird vorrangig in Singapur. Anfang 2015 wurde REC zudem von der Elkem Group übernommen. Elkem ist eine Tochter des chinesischen Konzerns Bluestar und stellt Silizium her – das Ausgangsmaterial für die Erzeugung von Photovoltaikzellen. REC beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von rund 755 Millionen Dollar.

Jahresproduktion: 1.188 Megawatt

Platz 13: Sunpower (USA)
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Amerikas zweitgrößter Photovoltaikkonzern ist 2015 wieder in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem Umsatz von rund 1,4 Milliarden Dollar meldet Sunpower Verluste in der Höhe von fast 300 Millionen Dollar. 2016 soll es aber wieder aufwärts gehen. Das kalifornische Unternehmen rechnet mit Erlösen von bis zu drei Milliarden Dollar. Sunpower fertigt nicht nur Module, sondern errichtet und betreibt auch eigene Solarparks. In Deutschland erlangte der Konzern als Haupt- und Trikotsponsor des Fußballvereins Bayer 04 Leverkusen Bekanntheit. Die Partnerschaft endete 2013 aber bereits nach zwei Jahren, weil Sunpower wirtschaftlich in Probleme geriet.
Jahresproduktion: 1.253 Megawatt

Platz 12: Shanghai Aerospace Automobile (China)
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In keinem anderen Land der Welt werden so viele Solarmodule hergestellt und Photovoltaikanlagen ans Stromnetz angeschlossen wie in China. Das Reich der Mitte hat Deutschland 2015 als größte Solarnation abgelöst. Und kein Land schickt sich derzeit an, China wieder vom Thron zu stoßen. Im Gegenteil. Bis 2020 will die Staatsregierung in Peking die Solarkapazitäten sogar auf 143 Gigawatt ausbauen. Das wäre eine Verdreifachung der bisherigen Kapazitäten. Einer der größten Profiteure der fernöstlichen Ökorevolution ist schon jetzt die chinesische Firma Shanghai Aerospace Automobile.

Jahresproduktion: 1.282 Megawatt

Platz 11: Risen Energy (China)
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In der ostchinesischen Provinz Zheijang ist Risen Energy beheimatet. Das Unternehmen wurde 1986 gegründet und beschäftigt aktuell etwa 3000 Mitarbeiter. Seine Solarmodule verkauft Risen überwiegend direkt im Reich der Mitte. Einen Grund daran etwas zu ändern, gibt es ohnehin nicht. Schließlich wächst der chinesische Solarmarkt aktuell um gut 48 Prozent pro Jahr.

Jahresproduktion: 1.292 Megawatt

Platz 10: EGing PV (China)
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Allein 2015 war der chinesische Markt für 32 Prozent der weltweit neu installierten Photovoltaikkapazität verantwortlich. Von diesem gigantischen Wachstum profitiert auch die Firma EGing PV überproportional. Das Unternehmen existiert seit 2003 und ist in Schanghai an der Börse notiert. Das Geschäftsmodell der chinesischen Firma umfasst nach eigenen Angaben die Produktion sämtlicher Solarprodukte – von Ingots, Wafern und Zellen bis hin zu Photovoltaikmodulen und der kompletten Errichtung von Solaranlagen.

Jahresproduktion: 1.324 Megawatt

Platz 9: GCL (China)
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Von den 15 weltgrößten Solarkonzernen kommen gleich zehn Unternehmen aus China. Die Staatsregierung rief vor mehr als einem Jahrzehnt zum Aufbau einer eigenen Photovoltaikindustrie auf. GCL zählt zu den führenden Modulproduzenten in China und könnte künftig noch größer werden. Der Konzern ist zuletzt bei dem angeschlagenen Konkurrenten Chaori Solar eingestiegen.

Jahresproduktion: 1.722 Megawatt

Seit Monaten macht den Solarfirmen der erneute Preisrückgang zu schaffen, weil chinesische Hersteller ihre Überkapazitäten mit Niedrigstpreisen auf die Weltmärkte schleudern.

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  • Die Sonneneinstrahlung ist für eine industrielle Stromerzeugung aufgrund der geringen Einstrahlungsdichte und der nicht bedarfsorientierten Sonneneinstrahlung ungeeignet. Das war und ist allgemein bekannt.

    Das Kapital der Sonnenkönige waren ihre guten Beziehungen zur Politik. Es war ein Geben und Nehmen. Ein Sonnenkönig soll den roten und grünen (später auch schwarzen) Genossen das EEG, bzw. die Novellen ausgearbeitet haben so dass diese dies mit wenig Arbeit durch den Bundestag bringen konnten. Sonnenkönige haben gem. Wiwo Abgeordneten den Wahlkampf gesponsert. Letztlich ging es darum Subventionen für ein wertloses, umweltschädliches Produkt (Solarstrom) zu Lasten der Gesellschaft abzugreifen.

    Womit die Sonnenkönige nicht gerechnet hatten war, dass die Chinesen in den Bau der Solarzellen einsteigen würde und diese fertigungstechnisch und hinsichtlich der Kosten optimieren würden.

    Wie gewonnen, so zeronnen.

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