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Energie

Sorge um die Energiewende EnBW kritisiert Abstandsregelungen für Windanlagen

Die 1000-Meter-Regelung für neue Windanlagen stößt auf massive Kritik. Jetzt appelliert auch der Konzern an die Unions-Fraktion, das geplante Gesetz zu ändern.
28.11.2019 - 10:56 Uhr Kommentieren
Die Kritik an der geplanten Abstandsregelung wächst. Quelle: dpa
Windkraftanlagen in Niedersachsen

Die Kritik an der geplanten Abstandsregelung wächst.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seit die Bundesregierung ihre Pläne veröffentlichte, neue Windanlagen nur noch mit einem Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohnsiedlungen zu genehmigen, läuft die Windbranche Sturm. Jetzt äußert auch einer der größten deutschen Energiekonzerne massive Kritik: EnBW.

„Sollte der Gesetzentwurf in der vorliegenden Form kommen, drohen die Erneuerbaren-Ziele zu scheitern und könnten den Erfolg der Energiewende gefährden. Zudem würde eine Zukunftsbranche mit ihren mehr als 100.000 Mitarbeitern in Deutschland in große Probleme geraten“, warnen der Chef des Erneuerbaren-Geschäfts, Dirk Güsewell, und der Politikchef, Andreas Renner, in einem Brief an den Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus.

Die geplante Abstandsregelung ist Teil des Entwurfs von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Kohleausstiegsgesetz, den er vor zwei Wochen vorlegte. Darin wird zwar im Gegenzug für die Abschaltung von Kohlekraftwerken ein stärkerer Ausbau von erneuerbaren Energien angestoßen, der Windkraft auf dem Festland werden aber Grenzen gesetzt. Der Abstand von 1000 Metern zu Wohnbebauung soll dabei schon für kleine Siedlungen ab fünf Wohnhäusern gelten.

Seither haben schon der Windenergieverband und Windanlagenbauer massive Kritik geäußert. Sie fürchten, dass damit der Ausbau der Windenergie zum Erliegen kommt, es war gar von einem „Todesstoß“ die Rede. Inzwischen gab es auch schon aus den Fraktionen von SPD und Union kritische Stimmen.

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    Die will die EnBW mit ihrem Schreiben nun ermuntern, auf eine Änderung des Gesetzentwurfs zu drängen. „Für das Erreichen der Klimaziele und die Versorgung der Industrie mit erneuerbaren Energien brauchen wir auch und gerade die Windenergie an Land“, heißt es in dem Brief.

    Die EnBW-Manager bezeichnen die geplante Orientierung an fünf Häusern als „fragwürdig“. Sie sorgen sich um „unzählige, rechtskräftige Bebauungspläne für Windanlagen“. „Eine Neufassung würde uns über Jahre zurückwerfen, weil bereits akzeptierte und projektierte Flächen wegfallen würden.“

    Die beiden Manager verweisen vor allem auf das anstehende Repowering, die geplante Aufrüstung von kleineren Anlagen, wenn diese bald aus der EEG-Förderung herausfallen: „Wenn diese Flächen dem vorgesehenen Regime untergeordnet werden, fallen gute, vor allem akzeptierte Flächen weg.“

    Die EnBW war bis vor wenigen Jahren noch auf die konventionelle Stromerzeugung mit Atomkraft, Kohle und Gas fokussiert, richtet sich aber inzwischen auf die Energiewende aus und ist einer der größten Investoren in Windanlagen in Deutschland.

    Mehr: Die Pläne vom Wirtschaftsminister für den Windkraft-Ausbau an Land entwickeln in der GroKo erhebliche Sprengkraft. Vor allem die Abstandsregeln stoßen auf Kritik.


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