Energie
Der eine soll saubere Autos produzieren, der andere sauberen Strom – nun gibt es Streit. Denn Diess kritisiert die Braunkohleförderung in Hambach.

Kommentare

  • Die Diess'sche 'Strategie' ist durchsichtig: Zeitgewinn ist die Devise! Solange in Deutschland Kohlestrom ins Netz gelangt, mache es keinen Sinn, auf E-Mobility zu setzen. Eines hat Herr Diess übersehen oder nicht gewusst: Aktuell befinden sich weltweit (in 59 Ländern!) 1.400 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 670 GW in Bau bzw. Planung (Gesamtleistung der deutschen Kohlektraftwerke: 48 GW). Die Investoren befinden sich in VW-Zielmärkten (u.a. China). Wird Herr Diess dort mit gleicher Argumentation antreten? Oder will er warten, bis der Weltmarkt sich aus seiner Sicht hinsichtlich des Absatzes elektromobiler VWs qualifiziert hat? In diesem Fall müsste man sich wirklich Sorgen um den Fortbetand des VW-Konzerns machen.

  • Herr Diess schlägt auf den Falschen ein - oder die Falsche in diesem Fall: Frau Merkel mit ihrer postfaktischen Energiewende ist Schuld an der verkorksten Situation.

    Wenn CO2 Reduzierung das allein glücklich machende Mantra ist, wieso werden dann CO2 vermeidende Brückentechnologien abgeschaltet, und Energieerzeugung aus Kohleverbrennung propagiert? Eben, macht keinen Sinn.

    Eine ergebnisoffene Diskussion über die zukünftige Energieversorgung ist nie geführt worden, sonst wäre auch aufgefallen, dass Deutschland sich nicht unter einer klimatischen Käseglocke verstecken kann - selbst wenn heute in Deutschland alles abgeschaltet wird, hat China die Einsparung in einer Woche aufgeholt....

    Auch wenn die Energieversorger erklärtes Ziel der Ökos sind, in diesem Falle ist die Kritik mal unberechtigt, denn die Grundversorgung muss sicher gestellt werden. Wenn dies nicht mehr gewünscht ist, muss man sich damit anfreunden, dass es zu Zwangsabschaltungen kommt, wenn zu wenig regenerative Energie im Angebot ist. Dann kann man sich noch überlegen, schmutzigen Strom zu importieren, oder die Verbraucher zuerst abzuwerfen, die reinen Ökostrom beziehen wollen - smarte Technologie wird es möglich machen.

  • Anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wird öffentlich so ein Karneval aufgeführt. Wenn man die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und gleichzeitig die Energiewende schaffen will, dann ist das kontraproduktiv.
    Mehr Elektroautos verbrauchen auch mehr Strom. Dieser muss CO2-neutral produziert werden. Beide Entwicklungen müssen aufeinander abgestimmt werden. Das ist ein Fakt.
    Mir scheint aber so, als würde man bei VW andere Ziele verfolgen.

  • Gerangel un die Rettungsboote auf der Titanic...
    Trotz der offensichtlichen Interessenslage Dank an Herrn Diess an den konstruktiven Beitrag!

  • Zitat:
    "Es habe keinen Sinn, Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, „wenn wir gleichzeitig den Strom dafür aus Braunkohle produzieren“.

    Da hat der wohl recht.
    Das da noch keiner drauf gekommen ist.
    Der Auspuff der Elektroautos ist der Schlot der Kraftwerke, solange der Strom nicht ökologisch erzeugt wird.

Mehr zu: Streit der Konzerne - VW-Chef Diess provoziert RWE – Energieriese reagiert mit ungewöhnlichem Angebot

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