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Energie

Streit um Kontrolle Elliott beantragt außerordentliche Hauptversammlung bei Uniper

Der Hedgefonds Elliott fordert einen Beherrschungsvertrag zwischen dem Uniper und Großaktionär Fortum – und spekuliert offenbar auf eine Abfindung.
Update: 21.03.2019 - 10:47 Uhr Kommentieren
Elliott beantragt außerordentliche Hauptversammlung bei Uniper Quelle: Reuters
Uniper unter Druck

Der Hedgefonds Elliott verlangt, dass Fortum bei dem Unternehmen die Kontrolle übernimmt.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfNeue Runde im Streit um die Kontrolle beim Stromproduzenten Uniper: Hedgefonds Elliott, der inzwischen 16,5 Prozent der Anteile hält, fordert das Management des deutschen Unternehmens auf, einen Beherrschungsvertrag mit Großaktionär Fortum abzuschließen.

Dafür hat Elliott beim Vorstand die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt, auf der ein entsprechender Beschluss gefasst werden soll. Die entsprechenden Forderungen teilte der Hedgefonds am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. Uniper erklärte am Donnertag, man prüfe das Einberufungsverlangen und bereite eine Stellungnahme vor.

Der Machtkampf bei Uniper tobt inzwischen seit Herbst 2017. Damals kündigte der finnische Energiekonzern Fortum den Einstieg bei Uniper an. Obwohl sich das Management um Vorstandschef Klaus Schäfer dagegen positionierte, gelang es den Finnen sich inzwischen knapp 50 Prozent der Anteile zu sichern. Der größte Teil, rund 47 Prozent, stammen vom ehemaligen Mutterkonzern Eon.

Bislang ist es Fortum aber nicht gelungen, die Kontrolle zu übernehmen. Das ärgert auch Elliott. Der Investor war parallel zu den Finnen eingestiegen. Er spekuliert offenbar, wie schon in zahlreichen anderen Fällen, auf eine hohe Abfindung, wenn die Finnen Uniper komplett übernehmen.

„Elliott ist überzeugt, dass der bisherige unklare Schwebezustand der Beziehungen zwischen Uniper und Fortum eine unbefriedigende und nicht tragbare Dynamik schafft, die sich nachteilig auf Uniper auswirkt“, heißt es in der Erklärung. Der Hedgefonds fügte aber hinzu, dass er auf die außerordentliche Hauptversammlung verzichten würde, wenn Uniper selbst eine Abstimmung über den Beherrschungsvertrag auf die Tagesordnung der nächsten regulären Versammlung setze.

Uniper und Fortum nähern sich inzwischen tatsächlich an. Auf Intervention von Aufsichtsratschef Bernhard Reutersberg soll der Vorstand zusammen mit der Fortum-Führung klären, wie die beiden Unternehmen zusammenarbeiten können. Vorstandschef Klaus Schäfer und Christopher Delbrück werden zudem aus dem Vorstand ausscheiden.

Der Übernahme der Mehrheit bei Uniper steht vor allem eine Auflage entgegen, die im Zuge des Einstiegs in Russland verhängt wurde. Die russischen Genehmigungsbehörden hatten verfügt, dass Fortum höchstens 50 Prozent übernehmen dürfen. Nach Ansicht der Finnen hängt das aber an einer kleinen Aktivität und das Uniper-Management kann die Hürde leicht aus dem Weg räumen.

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