Energie

Strommix in Deutschland Erneuerbare Energien decken jetzt mehr als ein Drittel des deutschen Strombedarfs

Der Anteil von Wind, Sonne und Co. ist im ersten Halbjahr auf gut 36 Prozent gestiegen. Konventionelle Kraftwerke werden immer mehr zurückgedrängt.
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Strom: Erneuerbare Energien liefern nun mehr als Kohlekraftwerke Quelle: dpa
Windenergie

Die Erneuerbaren Energien haben in Deutschland erstmals mehr Strom als Braun- und Steinkohlekraftwerke produziert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Energiewende in Deutschland vollzieht sich unaufhaltsam: Im ersten Halbjahr produzierten die Erneuerbaren Energien erstmals mehr Strom als Braun- und Steinkohlekraftwerke. Nach ersten Schätzungen wurden mit Wind- und Solaranlagen, Wasserkraftwerken und Biomasse 118 Milliarden Kilowattstunden (KWh) Strom erzeugt, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag mitteilte.

Das waren noch einmal zehn Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit betrug der Anteil der Erneuerbaren Energien in den ersten sechs Monaten schon 36,3 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 32,5 Prozent.

Braun- und Steinkohle verloren dagegen deutlich an Bedeutungen. Die Stromproduktion sank um gut zehn Prozent auf 114 Milliarden KWh. Der Anteil der Kohle am Strommix verringerte sich damit von 38,5 auf 35,1 Prozent. Der Marktanteil von Erdgas sank von 13,5 auf 12,3 Prozent. Atomkraftwerke konnten dagegen ihren Anteil wieder etwas ausbauen – von 10,2 auf 11,3 Prozent.

„Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Der marktgetriebene, schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung ist schon in vollem Gange. Die Erneuerbaren sind auf dem Vormarsch", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung

Die Daten dürften auch von der neuen Kohlekommission aufmerksam registriert werden. Das Expertengremium soll im Auftrag der Bundesregierung einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleförderung und -verstromung in Deutschland festlegen.

BDEW-Hauptgeschäftsführer Kapferer appellierte aber, dabei die Versorgungssicherheit mit Blick zu behalten: „Was es dringender denn je braucht, ist eine Beschleunigung des Netzausbaus, um die Erneuerbaren in das Energiesystem zu integrieren“, sagte er.

Zudem sei bisher nicht geklärt, wie eine Reserve für die schwankende Einspeisung aus Erneuerbaren Energien aussehen solle, wenn weitere Kohlekraftwerke vom Netz genommen würden. Der Markt alleine setze „nicht die entsprechenden Anreize, damit die Unternehmen in Ersatzkapazitäten auf Basis von Erdgas investieren“.

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2 Kommentare zu "Strommix in Deutschland: Erneuerbare Energien decken jetzt mehr als ein Drittel des deutschen Strombedarfs"

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  • Das ist nur der Anfang. Da ja immer nur über Wind-, Wasser- und Solarenergie berichtet wird, muss ich hier mal die Möglichkeiten der Energienutzung der revolutionärsten Entdeckung Neutrino-Energy für die Menschheit des 21.Jahrhunderts Einbringen. Es strömen Billliarden Neutrinos Tag und Nacht weltweit, die wir seit neuestem Wissen (Physik Nobelpreis 2015) in Energie wandeln können - für die mobile & dezentrale Haushaltsenergie und die Elektromobilität. Bei dieser Technologie braucht es keine Grosskraftwerke und demzufolge keine Speicher mehr. Auch materialaufwendige Akkus und Batterien werden durch kleine Neutrino-Chips ersetzt. Ein Haushaltsgenerator mit 5KW würde in einem Pilotkofferformat klein und kompakt versorgen. Es bedeutet ein Grosses Umdenken in Politik und Wirtschaft, wie etwa in den 80iger Jahren - weg von der Festnetztelefonie zur Mobilen Telekommunikation oder die Verbreitung von News anstelle mit Drucksachen über das Internet " Social Media. Es wird wesentlich, die Weichen in der Politik zu stellen, damit Forschung " Wissenschaftler die Finanzierungen für diese notwendige und machbare Technologie-Entwicklung erhalten. Die Berliner Neutrino Group und ihr wissenschaftliches Team und ihre internationalen Partner, bieten Lizenzen aus internationaler Forschung für die Nutzung von Neutrino-Energy. Das ist machbar Hier und Jetzt und Neutrino-Energy wird bald weitere 30-50% des Strombedarfs Abdecken können.

  • Für die CO² Belastung relevant ist nicht der Anteil an der Stromerzeugung, sondern an der Gesamtenergiebilanz. Da liegt der Anteil der geförderten erneuerbaren leider gerade mal unter 10%.
    Die Wasserkraft gab es zu 99% bereits vor der Energiewende und sie hat dutzende intakter Flusssysteme nicht nur in Bayern ökologisch ruiniert . Sie hat also überhaupt nichts mit der Energiewende zu tun ! Träume weiter Deutschland ! Baue grosse Autos, die bald niemand mehr braucht und setzte auf unsinnige Elektroautos, die den Stromverbrauch weiter ankurbeln. Noch vor wenigen Jahren war nicht die Elektroenergie das Mass aller Dinge, sondern die Brennstoffzelle. Ökologisch sicher weitaus besser in der Energiebilanz ..

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