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Energie

Stromnetzbetreiber BDEW-Hauptgeschäftsführer Kapferer wird offenbar Chef von 50Hertz

An der Spitze des Stromnetzbetreibers soll laut Berichten künftig der Hauptgeschäftsführer der Energie- und Wasserwirtschaft stehen. Er hat sich einen guten Ruf erarbeitet.
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Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wechselt zu 50Hertz. Quelle: Dietmar Gust, Euroforum
Stefan Kapferer auf dem Handelsblatt Energie Gipfel 2019

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wechselt zu 50Hertz.

(Foto: Dietmar Gust, Euroforum)

Berlin Als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich Stefan Kapferer in den vergangenen Jahren einen untadeligen Ruf erarbeitet. Konkret, pragmatisch, um Ausgleich bemüht – so führt er den Branchenverband, dessen heterogene Mitgliedschaft vom kleinen Wasserwerk bis zum großen Energiekonzern reicht.

Nun wechselt Kapferer offenbar von der Verbandsarbeit zum Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Kapferer soll Vorsitzender der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers werden. Das berichten verschiedene Medien, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Kapferer ließ eine Handelsblatt-Anfrage zunächst unbeantwortet.

Über einen Wechsel Kapferers zu 50Hertz war in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert worden. Bei 50 Hertz folgt Kapferer auf Boris Schucht, der den Übertragungsnetzbetreiber zu Jahresbeginn vorzeitig in Richtung des britischen Kernenergieunternehmens Urenco verlassen hatte.

Seitdem wurde das Unternehmen kommissarisch von Frank Golletz geführt. 50Hertz gehört zu 80 Prozent dem belgischen Übertragungsnetzbetreiber Elia, 20 Prozent hält seit 2018 die bundeseigene KfW-Bank.

Offiziell war Schucht in bestem Einvernehmen mit Elia ausgeschieden. Hinter den Kulissen hieß es allerdings, Schucht habe Anstoß daran genommen, dass Elia sich mehr und mehr ins operative Geschäft von 50Hertz eingemischt habe und den deutschen Übertragungsnetzbetreiber wie eine Dependance behandelt habe. Eine Bestätigung für dieses Spekulationen gibt es nicht.

Elia-Chef Chris Peeters hatte kürzlich betont, dass der künftige Chef von 50Hertz aus Deutschland kommen soll. Dass die Wahl nun auf Kapferer gefallen sein soll, überrascht nicht.

Kapferer ist gut vernetzt in der Politik

Kapferer ist wie kaum ein Zweiter in Berlin politisch vernetzt. Das ist für die Führung eines Übertragungsnetzbetreibers eine Grundvoraussetzung. Die Bundesregierung hat größtes Interesse an einem raschen Fortgang des Netzausbaus. Der Netzausbau gilt als Grundvoraussetzung für ein Gelingen der Energiewende. Enge Absprachen zwischen Politik und den Übertragungsnetzbetreibern sind daher unerlässlich.

Der 53-jährige Verwaltungswissenschaftler Kapferer war vor seinem Wechsel zum BDEW im Jahr 2016 für zwei Jahre für die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris tätig. Zuvor hatte er verschiedene politische Funktionen inne, etwa als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, im Gesundheitsministerium sowie auf Landesebene.

Mehr: Trotz vieler Herausforderungen soll 50Hertz selbstständig bleiben. Der Chef des Mutterkonzerns Elia, Chris Peeters, will seine Kompetenzen in Deutschland stärken – und sucht langfristig einen hier ansässigen Co-Investor.

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