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Energie

Stromversorgung RWE testet in Essen Supraleiterkabel

Spatenstich für ein Pilotprojekt in Essen: RWE will mit dem Supraleitkabel Verluste beim Stromtransport minimieren. Die Technik soll Platz sparen – und vor allem auch Kosten. Über 13 Millionen kostet das Gesamtprojekt.
09.04.2013 - 16:03 Uhr Kommentieren
Das Modell eines Supraleiter-Stromkabels. Quelle: dpa

Das Modell eines Supraleiter-Stromkabels.

(Foto: dpa)

Essen In der Essener Innenstadt testet der Stromkonzern RWE weltweit erstmals ein Supraleiterkabel, das auf minus 200 Grad gekühlt wird und Strom fast ohne Verluste transportiert. RWE-Deutschland-Chef Arndt Neuhaus startete das Pilotprojekt am Dienstag mit dem ersten Spatenstich. Hersteller und Energieversorger erhoffen sich von der Technik, für die der deutsche Physiker Georg Bednorz 1987 den Nobelpreis bekommen hatte, platzsparende Netze in dicht besiedelten Innenstädten und auf Dauer erhebliche Kosteneinsparungen.

Da die Supraleitungen bei gleichem Querschnitt fünfmal so viel Strom transportierten wie herkömmliche Erdkabel, könnten sie bequem in bestehende Schächte verlegt werden. Bei Neubauten werde Platz gespart, und es fielen innerstädtische Umspannstationen weg, sagte RWE-Technikvorstand Joachim Schneider. Auf Dauer rechne das Unternehmen mit einem Einsparvolumen von 10 bis 15 Prozent durch die Technik.

Großstädte haben Stromverteilnetze mit mehreren tausend Kilometern Länge und entsprechenden Erneuerungsbedarf. Das Kabel wird mit flüssigem Stickstoff gekühlt, ist auf der Außenseite aber auf Normaltemperatur. In dem Pilotversuch werden bis Ende des Jahres ein Kilometer Kabel verbaut.

Die Kosten des Gesamtprojektes betragen 13,5 Millionen Euro. Die reinen Kabelkosten betragen nach Angaben von Frank Schmidt vom Hersteller Nexans Deutschland rund eine Millionen Euro für den Kilometer und damit etwa zwei bis dreimal so viel wie herkömmliche Erdkabel. Die Industrie setzt aber auf deutlich sinkende Kabelpreise, wenn sich die Technik durchsetzt.

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