Energie

Trotz Umsatzrückgang Solarworld dämmt Verluste ein

Der angeschlagene Photovoltaik-Konzern Solarworld hat 2013 einen merklichen Umsatzrückgang erlitten. Dennoch könnten die operativen Verluste deutlich reduziert werden. In Japan, USA und Südafrika gab es sogar Zuwächse.
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Solarzellen von Solarworld: Das Unternehmen kommt mit dem Konzernumbau voran. Quelle: dpa

Solarzellen von Solarworld: Das Unternehmen kommt mit dem Konzernumbau voran.

(Foto: dpa)

BonnDer Photovoltaik-Konzern Solarworld hat 2013 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet, die Verluste im laufenden Geschäft aber eindämmen können. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mitteilte, sanken die Erlöse im vergangenen Jahr um gut ein Viertel auf 456 Millionen Euro. Das Unternehmen machte dafür die Unsicherheit um die Zukunft des Unternehmens verantwortlich, die besonders im deutschen Markt zu Kaufzurückhaltung geführt habe. In den europäischen Exportmärkten sowie in den USA, Japan und Südafrika habe es hingegen Zuwächse gegeben.

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Braunkohle

Noch immer der mit Abstand bedeutendste Energieträger Deutschlands: Im Jahr 2013 ist die klimaschädliche Stromproduktion aus Braunkohle auf den höchsten Wert seit 1990 geklettert. Mit 162 Milliarden Kilowattstunden macht der Strom aus Braunkohlekraftwerken mehr als 25 Prozent des deutschen Stroms aus. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor.

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Steinkohle

Auch die Stromproduktion in Steinkohlekraftwerken stieg im Jahr 2013 – um 8 Milliarden auf mehr als 124 Milliarden Kilowattstunden. Damit ist Steinkohle der zweitwichtigste Energieträger und deckt fast 20 Prozent der deutschen Stromproduktion ab. Vor allem Braun- und Steinkohle fangen also offenbar den Rückgang der Kernenergie auf.

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Kernenergie

Die Abschaltung von acht Atomkraftwerken macht sich bemerkbar. Nur noch 97 Milliarden Kilowattstunden stammten 2013 aus Kernerenergie, drei weniger als im Vorjahr. Das sind allerdings noch immer 15 Prozent der gesamten Produktion. Damit ist Atomstrom nach wie vor die drittgrößte Energiequelle.

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Erdgas

Die CO2-arme Erdgasverbrennung ist - anders als Kohle - wieder rückläufig. Statt 76 Milliarden kamen im vergangenen Jahr nur noch 66 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Erdgaskraftwerken. Das sind gerade mal zehn Prozent der Stromproduktion. Dabei war Erdgas vor drei Jahren schon einmal bei 14 Prozent.

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Windkraft

Der größte erneuerbare Energieträger ist die Windkraft. Mit 49,8 Milliarden Kilowattstunden in 2013 ist sie allerdings leicht Rückläufig. Insgesamt steigt der Anteil der erneuerbaren Energien jedoch stetig. Zusammengenommen produzierten sie 23,4 Prozent des deutschen Stroms.

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Biomasse

Fast genauso viel Strom wie aus Windkraft stammte aus Biomasse. Die Produktion stieg auf 42 Milliarden Kilowattstunden. Damit steht Biomasse auf Platz sechs der bedeutendsten Energieträger.

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Photovoltaik

Es reicht zwar nur für knapp fünf Prozent der deutschen Stromproduktion, aber Solarenergie ist die mit Abstand am schnellsten wachsende Energieform. Im Jahr 2000 gab es in Deutschland noch gar keinen Sonnenstrom. Und seit 2007 hat sich die Produktion auf 28,3 Milliarden Kilowattstunden in 2013 beinahe verzehnfacht.

Operativ fiel 2013 ein Verlust von 192 Millionen Euro an. Im Jahr zuvor hatte Solarworld vor Zinsen und Steuern (Ebit) allerdings noch 620 Millionen Euro Verlust ausgewiesen. Hier hätten sich Maßnahmen zur Kostensenkung sowie geringere Wertberichtigungen beim Anlagevermögen positiv ausgewirkt.

Solarworld rechnet im laufenden Jahr mit deutlichen Fortschritten bei seinem Umbau. Für 2014 sei ein Umsatz von über 680 Millionen Euro geplant, 2016 dann ein Erlös von einer Milliarde Euro, bekräftigte der Konzern Prognosen vom Februar. Dabei sei die für den 12. März 2014 geplante Übernahme von Produktionslinien der Bosch Solar Energy AG am Standort Arnstadt in Thüringen berücksichtigt. Beim operativen Ergebnis kündigten die Bonner auch für 2014 rote Zahlen an. Gerechnet werde mit einem operativen Verlust zwischen 35 und 20 Millionen Euro. Für 2015 werde dann ein positives Ebit erwartet.

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1 Kommentar zu "Trotz Umsatzrückgang: Solarworld dämmt Verluste ein"

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  • Was heißt "dämmt Verluste ein"...Solarworld macht weniger Verlust!
    Solarworld betreibt schon seit über einen Jahr ein Geschäft der Insolvenzverschleppung.
    Bin mal gespannt wieviele Anleger-Schafe Solarworld in diesen Jahr noch findet.
    Solarworld ist Pleite und Verbrennt weiterhin das Geld seiner Anleger und zum Schluss auch noch Steuergelder. Also auch mein unser Geld.

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