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Energie

Übernahmekampf Potash will K+S-Manager mit Geld locken

Potash will den Zehn-Milliarden-Euro-Deal mit K+S – offenbar mit allen Mitteln. Die Kanadier sollen dem Vorstand höhere Bezüge bieten, falls die Übernahme doch gelingt. Auch normalen Mitarbeitern werden Zusagen gemacht.
01.10.2015 - 12:44 Uhr
Höhere Bezüge bei einer Übernahme durch Potash? Quelle: dpa
K+S-Chef Norbert Steiner

Höhere Bezüge bei einer Übernahme durch Potash?

(Foto: dpa)

Kassel Im Übernahmepoker um den Dax-Konzern K+S will der kanadische Kali-Riese Potash das Management in Kassel mit Geld- und Jobzusagen ködern. Diese Details aus der jüngsten Offerte der Kanadier wurden nun bekannt.

Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ/Donnerstag) soll dem gesamten Vorstand ein Arbeitsplatz zu höheren Bezügen als derzeit angeboten werden. Zudem könnten zwei K+S-Manager in das Potash-Führungsgremium einziehen. Betriebsbedingte Kündigungen will Potash demnach für fünf Jahre ausschließen und Kassel als Europazentrale erhalten.

K+S hatte den erneuten Vorstoß der Kanadier bereits Anfang August zurückgewiesen. „Den bisherigen Vorschlag von Potash haben wir abgelehnt, er bietet keine Grundlage für Gespräche. Sollte uns Potash einen neuen Vorschlag unterbreiten, so werden wir diesen sorgfältig prüfen“, sagte ein Sprecher am Donnerstag auf Nachfrage.

Das K+S-Management lehnt Gespräche über den Zehn-Milliarden-Euro-Deal unter anderem deshalb ab, weil es die Potash-Offerte mit 41 Euro pro Aktie für zu niedrig hält und das Angebot wegen vieler Ausnahmeregelungen als nicht verlässlich erachtet.

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    Den Vorwurf der illegalen Abfallentsorgung hält K+S unterdessen für unzutreffend. Die Staatsanwaltschaft hatte vor drei Wochen Büros des Konzerns durchsucht. Es geht um Salzabwasser, das K+S in Thüringen in den Erdboden gepumpt haben soll. Das Unternehmen sei überzeugt, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig seien, heißt es in einem internen K+S-Papier von Mitte September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Die Untersuchungen der Ermittlungsbehörden würden aber weiter unterstützt. Die Genehmigung erteilte das Landesbergamt. Aus Sicht der Ermittler waren die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür jedoch nicht gegeben. Auch über diesen Aspekt hatte zuvor die „FAZ“ berichtet.

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    • dpa
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