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Energie

Vattenfall in den roten Zahlen Braunkohle-Sparte in Deutschland auf dem Prüfstand

Vattenfall prüft einen Verkauf seiner Braunkohle-Sparte in Deutschland. Der schwedische Energieriese hat im dritten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren und will sich ein straffes Sparprogramm auferlegen.
30.10.2014 - 11:44 Uhr Kommentieren
In Deutschland überlegt Vattenfall, sein Braunkohle-Geschäft in Brandenburg und Sachsen teilweise oder ganz zu verkaufen. Quelle: dpa

In Deutschland überlegt Vattenfall, sein Braunkohle-Geschäft in Brandenburg und Sachsen teilweise oder ganz zu verkaufen.

(Foto: dpa)

Stockholm/Cottbus Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will sich in ein enges Sparkorsett zwängen und erwägt einen Verkauf seiner Braunkohle-Sparte in Deutschland. Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen auch durch hohe Abschreibungen einen Verlust von rund 18 Milliarden schwedischen Kronen (1,94 Mrd Euro). Das teilte Vattenfall am Donnerstag in Stockholm mit.

Im Vorjahreszeitraum hatten unterm Strich noch etwas mehr als 1,5 Milliarden Kronen Gewinn gestanden. Auch der Umsatz sank leicht auf rund 34,7 Milliarden Kronen (drittes Quartal 2013: 37 Mrd Kronen).

In Deutschland überlegt Vattenfall nun, sein Braunkohle-Geschäft in Brandenburg und Sachsen teilweise oder ganz zu verkaufen. Der Verwaltungsrat habe entschieden, Optionen für eine nachhaltige und neue Eigentümerstruktur der Sparte zu prüfen, hieß es.

„Vattenfall erlebt schwierige Marktbedingungen, mit einer schwachen Nachfrage, einem Überfluss an Erzeugungskapazität und historisch niedrigen Strompreisen“, erklärte Unternehmenschef Magnus Hall laut Mitteilung. „Erfolgreiche Sparmaßnahmen haben diese negativen Faktoren nur teilweise ausgeglichen.“

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    Für das kommende Jahr hat sich der Energiekonzern deshalb ein noch strengeres Sparprogramm über 3 Milliarden Kronen auferlegt. Ursprünglich sollte eine Milliarde weniger eingespart werden.

    Investieren will Vattenfall vor allem in erneuerbare Energien. Auch in Ostdeutschland sei die Strategie auf eine entsprechende Umstellung ausgerichtet. „Wir werden uns außerdem weiter von Vermögenswerten trennen, die nicht zu unserem Kerngeschäft gehören oder nicht unseren Renditeanforderungen entsprechen können“, erklärte Hall.

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