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Energie

Vergleichsportal Energiekosten wieder auf Vor-Corona-Niveau

In der Pandemie waren die Energiekosten für Privathaushalte kräftig gesunken. Vor allem Kraftstoffe und Heizöl verbilligten sich. Doch das ist nun vorbei.
08.05.2021 - 09:37 Uhr Kommentieren
Im mengengewichteten Durchschnitt hätten die Autofahrer im ersten Quartal 2021 22,5 Prozent mehr fürs Tanken ausgeben müssen. Quelle: dpa
Tankstelle

Im mengengewichteten Durchschnitt hätten die Autofahrer im ersten Quartal 2021 22,5 Prozent mehr fürs Tanken ausgeben müssen.

(Foto: dpa)

Heidelberg Die Energiekosten der privaten Haushalte in Deutschland sind nach einer Analyse des Vergleichsportals Verivox wieder so hoch wie vor Beginn der Coronakrise. Nachdem die Ausgaben für Heizung, Strom sowie Benzin und Diesel im Verlauf der Pandemie zunächst stark gesunken seien, hätten sie seit ihrem Tiefpunkt im November um knapp 15 Prozent zugelegt.

Im April 2021 betrugen die durchschnittlichen Energiekosten für einen Musterhaushalt demnach 3831 Euro pro Jahr. Sie befanden sich damit auf gleichem Niveau wie im Januar 2020.

„Der rasante Anstieg der Energiekosten für private Haushalte ist in erster Linie dem starken Preisauftrieb bei den Erdölprodukten geschuldet“, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. So habe sich das Heizen mit Heizöl in den vergangenen sechs Monaten um 43,3 Prozent verteuert.

Für 2000 Liter Heizöl hätten im November 2020 noch 849 Euro bezahlt werden müssen, im April 2021 seien es 1217 Euro gewesen. Auch bei Gas habe es ein deutliches Preisplus gegeben. Hier seien die Kosten für 20.000 Kilowattstunden von 1095 Euro auf 1184 Euro gestiegen.

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    Das entspreche einer Steigerung von 8,1 Prozent. Strom habe sich in den vergangenen sechs Monaten bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden um 3,2 Prozent verteuert. Benzin und Diesel seien ebenfalls deutlich teurer geworden.

    Kostensprung beim Tanken durch CO2-Preis-Einführung

    Im mengengewichteten Durchschnitt hätten die Autofahrer im ersten Quartal 22,5 Prozent mehr fürs Tanken ausgeben müssen. „In den letzten Monaten kamen viele preistreibende Effekte zusammen: Neben dem Auslaufen der befristeten Mehrwertsteuersenkung sorgte die Einführung des CO2-Preises für einen Kostensprung“, erklärte Storck.

    Gleichzeitig hätten sich die in der Corona-Pandemie stark eingebrochenen Ölpreise mit dem Wiederanspringen der Weltwirtschaft erholt. Auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen den kräftigen Anstieg der Energiekosten.

    Von März 2020 bis Januar 2021 hatten die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe jeweils unter denen des Vorjahresmonats gelegen. Seitdem ist es mit den gesunkenen Preisen vorbei. Für April ermittelten die Statistiker ein Plus von 7,9 Prozent im Vergleich zum März 2020. Die Inflationsrate insgesamt erreichte in dem Monat in Deutschland nach vorläufigen Zahlen 2,0 Prozent.

    Mehr: „Klimaschutz wird zum Schattenboxen“ – Was die Wirtschaft über die Verschärfung der CO2-Ziele denkt

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    • dpa
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