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Energie

Vergleichsportal Verivox Größter Anstieg der Energiepreise seit zehn Jahren

2020 haben niedrige Energiepreise den Anstieg der deutschen Inflationsrate gebremst. Das könnte jetzt vorbei sein, weil die Kosten für Gas, Heizöl, Strom und Sprit so stark gestiegen sind wie lange nicht.
07.02.2021 - 08:50 Uhr 1 Kommentar
Im Dezember 2020 lagen die Gesamtenergiekosten für einen Musterhaushalt bei 3429 Euro pro Jahr, im Januar 2021 bei 3665 Euro. Quelle: dpa
Vattenfall - Energiewende in Europa

Im Dezember 2020 lagen die Gesamtenergiekosten für einen Musterhaushalt bei 3429 Euro pro Jahr, im Januar 2021 bei 3665 Euro.

(Foto: dpa)

Essen Für die Haushalte in Deutschland sind die Energiepreise zu Beginn des neuen Jahres kräftig gestiegen. Von Dezember auf Januar haben die durchschnittlichen Kosten für Heizung, Strom und Kraftstoffe nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox um knapp 7 Prozent zugelegt. Das sei der stärkste Anstieg innerhalb eines Monats in den vergangenen zehn Jahren, heißt es in der Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die gesamten Energiekosten für einen Musterhaushalt lagen demnach im Dezember 2020 bei 3429 Euro pro Jahr. Im Januar 2021 habe die gleiche Menge Energie bereits 3665 Euro gekostet. Das entspreche einer Preissteigerung von 6,9 Prozent innerhalb eines Monats. Preistreiber seien vor allem das Auslaufen der befristeten Mehrwertsteuersenkung, die Einführung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe sowie gestiegene Großhandelspreise. Sie seien im Zuge der Corona-Pandemie zunächst deutlich in den Keller gesackt und zögen nun wieder an.

Im Vergleich zum Dezember 2020 verteuerte sich laut Verivox Heizöl um 12 Prozent und Gas um 5 Prozent. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Heizöl heizen, seien die Heizkosten im mengengewichteten Durchschnitt um 7,2 Prozent gestiegen. An der Tankstelle hätten sich die Durchschnittskosten um 10 Prozent erhöht. Benzin habe sich im Monatsvergleich um 9,8 Prozent verteuert, Diesel um 11,2 Prozent. Im Durchschnitt ergebe das ein Plus von 10,2 Prozent. Beim Strom ergebe sich ein Plus von 2,5 Prozent.

Auf Jahressicht sind die Energiekosten der Haushalte allerdings gesunken. Das Statistische Bundesamt hat auf der Basis vorläufiger Zahlen für Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen ein Minus von 2,3 Prozent ermittelt. Damit verlangsamte sich der Preisrückgang aber deutlich. Im Dezember hatte Energie noch 6,0 Prozent weniger gekostet als ein Jahr zuvor, im November 7,7 Prozent.

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    Beim Heizen kam hinzu, dass der Januar 2021 vergleichsweise kalt war. Der Heizbedarf war nach Angaben des Internetportals Check24 deshalb um 17 Prozent höher als im Januar 2020. Die Kosten für einen Haushalt mit Gasheizung seien deshalb um 18 Prozent gestiegen. Wer mit Öl heize, habe wegen der im Vergleich zum Januar des Vorjahres niedrigeren Preise 0,8 Prozent gespart, heißt es in der Analyse.

    Mehr: Trotz Milliardeninvestments und grüner Finanzprodukte: Ausbau der Windkraft stockt

    Handelsblatt Energie Briefing
    • dpa
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    1 Kommentar zu "Vergleichsportal Verivox: Größter Anstieg der Energiepreise seit zehn Jahren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Auch in diesen Fällen (siehe oben) verschläft die BAFIN wieder mal Ihre Aufgaben.
      Natürlich sind bei den Energien verbotene Preisabsprachen getroffen worden.
      Welcher Minister ist eigentlich dafür zuständig?

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