Energie

Verlustreiches Geschäftsjahr Warmes Wetter macht Vattenfall zu schaffen

Nicht nur das Wetter, auch die Preise am Markt belasten die großen Energiekonzerne. Davon bleibt auch Vattenfall nicht verschont, das Unternehmen verzeichnet Verluste. Für die Aktionäre heißt das nichts Gutes.
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Braunkohlekraftwerke in Brandenburg: Vattenfall leidet unter fallenden Strompreisen und will seinen Tagebau in Ostdeutschland verkaufen. Quelle: dpa

Braunkohlekraftwerke in Brandenburg: Vattenfall leidet unter fallenden Strompreisen und will seinen Tagebau in Ostdeutschland verkaufen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/ StockholmDer auch in Deutschland breit aufgestellte Energiekonzern Vattenfall hat im vergangenen Jahr wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise erneut einen Verlust eingefahren. Operativ sei 2014 ein Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet 233 Millionen Euro) aufgelaufen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ursache hierfür seien auch hohe Abschreibungen und eine schwächere Nachfrage nach Strom und Gas wegen des warmen Wetters gewesen. 2013 hatte Vattenfall sogar einen Verlust von 6,2 Milliarden Kronen verbucht. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres ging es etwas bergauf.

„2014 war ein ereignisreiches und schwieriges Jahr, das von einer schwachen Nachfrage, dem Überangebot an Produktionskapazitäten und fallenden Strompreisen geprägt war“, sagte Vorstandschef Magnus Hall. Eine Dividende soll es nicht geben. Der Konzern gehört zu 100 Prozent dem schwedischen Staat. Die Strom-Großhandelspreise sind seit Jahren wegen des Ausbaus des Ökostroms und des Überangebots an Kraftwerken im Sinkflug. Dies macht auch den deutschen Energieriesen E.ON und RWE zu schaffen. Sie legen ihre Ergebnisse im März vor.

In Deutschland beliefert Vattenfall über drei Millionen Strom- und Gaskunden. Vor allem in Hamburg und Berlin ist der Konzern stark vertreten. Die Schweden hatten Ende Oktober angekündigt, den Tagebau in Ostdeutschland und die Braunkohle-Kraftwerke zu verkaufen. Vattenfall beschäftigt hierzulande in der Förderung und Verstromung von Braunkohle in Deutschland mehr als 8000 Mitarbeiter. Der Großteil des Geschäfts befindet sich in Brandenburg und Sachsen.

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