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Energie

Vorwurf der Untreue Anklage gegen Ex-Flexstrom-Chef erhoben

Das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik zieht sich weiter hin – nun wurde Anklage gegen den Gründer Mundt erhoben worden.
27.08.2018 - 16:39 Uhr Kommentieren
Der Berliner Stromanbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten häufig erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten. Quelle: dapd
Flexstrom

Der Berliner Stromanbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten häufig erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten.

(Foto: dapd)

Berlin Fünf Jahre nach der Insolvenz des Stromanbieters Flexstrom ist Anklage wegen Untreue gegen den Gründer Robert Mundt erhoben worden. Wie eine Sprecherin der Berliner Strafgerichte am Montag sagte, geht es um Zahlungen an den damaligen Vorstandschef Mundt aus dem Dezember 2012. Das war wenige Monate vor dem Insolvenzantrag. Noch sei die Anklage aber nicht zur Hauptverhandlung zugelassen, sagte die Sprecherin. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ über die Anklage berichtet.

Mundts Anwalt Carsten Wegner nannte den Vorwurf der Untreue haltlos. Die Gehaltsbestandteile seien verdient gewesen, die Zahlungen nicht zu beanstanden, betonte Wegner am Montag.

Der Berliner Stromanbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten häufig erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten. Ein Großteil der Kunden kündigte aber schon nach einem Jahr.

Von der Pleite sind rund 835.000 frühere Kunden betroffen, gemessen daran gilt es als das bis dahin größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Verfahren zieht sich unter anderem wegen Ermittlungen und Gerichtsterminen hin. Ob und wann Kunden mit Zahlungen rechnen können, steht noch nicht fest.

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