Energie

Wartungsarbeiten beendet Aurubis zuversichtlich am Kupfermarkt

Nach langer Wartezeit will der Kupferproduzent Aurubis endlich ins neue Geschäftsjahr starten. Die Kupferpreise entscheiden über Gedeih und Verderb des Konzerns. Aurubis ist vorsichtig optimistisch.
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Ein Mitarbeiter von Aurubis kontrolliert ein Gießrad in Hamburg. Der Konzern sieht der Zukunft optimistisch entgegen. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter von Aurubis kontrolliert ein Gießrad in Hamburg. Der Konzern sieht der Zukunft optimistisch entgegen.

(Foto: dpa)

HamburgEuropas größter Kupferproduzent Aurubis sieht sich nach dem wochenlangen Wartungsstillstand seines Hamburger Stammwerks vor besseren Zeiten. „Wir sind noch in schwerer See, aber wir sind auf Kurs und hoffentlich bald durch - dafür gibt es Anzeichen“, sagte Vorstandschef Peter Willbrandt am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Hamburg.

Niedrige Kupferpreise und unerwartet große Probleme beim Wiederanfahren der Kupferhütte in Hamburg hatten Aurubis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 einen operativen Verlust beschert. Das Hamburger Werk arbeite wieder auf sehr hohem Niveau, sagte Willbrandt. „Für das restliche Jahr wird vieles davon abhängen, wie sich die Kupferpreise und das Investitionsverhalten der Wirtschaft entwickeln“, fügte er hinzu.

Zuletzt hatte der Konzernchef für das laufende Geschäftsjahr ein „über dem Vorjahr“ liegendes Ertragsniveau in Aussicht gestellt. Im Geschäftsjahr 2012/13 (Ende September) war der operative Vorsteuergewinn um 60 Prozent auf 114 Millionen Euro eingebrochen. Vor allem der Preisverfall an den Rohstoffmärkten hatte Aurubis zu schaffen gemacht, hier sieht Willbrandt Anzeichen für eine Erholung: Er erwarte keine großen Überkapazitäten auf dem Kupfermarkt, sagte er vor den Aktionären.

Dazu sei die Nachfrage nach Kupferprodukten gestiegen. „Die Kupferpreise dürften damit eine gute fundamentale Basis haben.“

Welche Konzerne die höchsten Gewinne machen
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Noch sind die Bilanzen über 2010 nicht erstellt. Aber eine Analyse der ersten drei Quartale und Analystenschätzungen für die Monate Oktober bis Dezember zeigen: Bei elf deutschen Konzernen, die im Stoxx Europe 600 gelistet sind, dürfte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in diesem Jahr mehr als verdoppeln - nachdem sie im Vorjahr herbe Gewinneinbrüche von meist mehr als 50 Prozent und teils sogar über 90 Prozent verzeichnen mussten. So kann sich der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck beim operativen Gewinn nach einem Vorjahresminus von 43 Prozent in diesem Jahr voraussichtlich um 113 Prozent steigern. Quellen: Bloomberg, Datastream, Reuters Fotos: ap, dpa, pr Fotos: ap, dpa, pr

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Die Kupferhütte Aurubis dürfte den operativen Gewinn in diesem Jahr um 145 Prozent erhöhen. Die frühere Norddeutsche Affinerie ist damit aber noch nicht wieder auf Vorkrisenniveau. Denn 2009 war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um mehr als zwei Drittel eingebrochen.

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Auch beim Düngemittelhersteller K + S war der Gewinn im Krisenjahr deutlich geschrumpft: um mehr als 82 Prozent. Doch der Konzern aus Kassel, der im September 2009 in den Dax aufgestiegen war, erholte sich im laufenden Jahr spürbar. Das Ergebnis wird wohl um 181 Prozent steigen.

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Die Lanxess AG aus Leverkusen war einst als Abspaltung des Bayer-Konzerns entstanden. Nach einem Rückschlag im vergangenen Jahr läuft es 2010 deutlich besser. Das Ergebnis klettert bis zum Jahresende voraussichtlich um 216 Prozent.

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Nach einem Gewinneinbruch von mehr als 70 Prozent im Krisenjahr 2009 kann der Autobauer Volkswagen sein Ergebnis im laufenden Jahr deutlich steigern: um rund 250 Prozent. Anders als die deutschen Premiumhersteller profitierte der Konzern erheblich von der staatlichen Abwrackprämie. Die Wolfsburger wollen bis 2018 den japanischen Konkurrenten Toyota als weltgrößter Autokonzern ablösen.

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Mit einem Plus von 260 Prozent ebenfalls mehr als verdreifachen kann sein Ergebnis SGL Carbon. Das Unternehmen machte zuletzt Schlagzeilen, weil es mit dem Autobauer BMW ein Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Kohlefaser-Karosserien gegründet hatte.

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Aixtron, ein Anlagenbauer für die Halbleiter-Industrie, hatte bereits zwischen 2008 und 2009 sein Ergebnis kräftig steigern können - um satte 93 Prozent. Im laufenden Jahr wird der Konzern aus Herzogenrath bei Aachen wohl noch deutlicher zulegen - um voraussichtlich 326 Prozent.

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  • Hat AURUBIS einen neuen Namen???

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