Energie

Wegen Billig-Importen Keine Einigung im chinesischen Solarstreit

Die EU-Kommission und China finden im Streit um Billig-Importe der Solar-Industrie nicht zueinander: Die Chinesische Industrievertretung zeigt sich gefrustet und erklärt die Gespräche für gescheitert. Die EU dementiert.
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Die CCCME hatte zuvor die freiwillige Erhöhung von Preisen in Aussicht gestellt. Quelle: dpa

Die CCCME hatte zuvor die freiwillige Erhöhung von Preisen in Aussicht gestellt.

(Foto: dpa)

Brüssel/HongkongIm Streit um Billig-Importe der chinesischen Solar-Industrie zeichnet sich keine Annäherung zwischen Europäischer Union (EU) und der Volksrepublik ab. Die EU-Kommission wies die Darstellung der chinesischen Industrievertretung CCCME zurück, die Gespräche seien gescheitert. Diese Behauptung sei falsch und irreführend, sagte EU-Sprecher John Clancy. Schließlich gebe es noch gar keine formellen Verhandlungen. Doch aus chinesischen Kreisen verlautete am Freitag, die CCCME sei sehr frustriert über mangelnde Flexibilität der Europäer bei den jüngsten Unterredungen in Brüssel. Verhandlungen hätten damit keinen Sinn, so dass nun andere Reaktionen erwogen würden, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Die CCCME, die unterstützt von der Pekinger Regierung die Solarbranche des Landes vertritt, hatte dem Eingeweihten zufolge die freiwillige Erhöhung von Preisen in Aussicht gestellt. Die EU poche aber auf einen Aufschlag von genau 47 Prozent. Die EU-Kommission hatte den EU-Mitgliedsländern jüngst Strafzölle auf Solarmodule in Höhe von durchschnittlich 47 Prozent vorgeschlagen, die Preisunterschiede ausgleichen sollen.

Während die EU-Solarbranche auf dieses Vorgehen pocht, regt sich in Deutschland Widerstand in Industrie und Politik. So fürchtet die Bundesregierung einen Handelskrieg und plädiert für eine einvernehmliche Lösung mit China, das für die EU nach den USA der zweitwichtigste Handelspartner ist.

Handelsblatt Energie Briefing
  • rtr
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2 Kommentare zu "Wegen Billig-Importen: Keine Einigung im chinesischen Solarstreit"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Pfui Teufel, die bösen Chinesen produzieren billige Solarpanels. Und man stelle sich vor, der chinesische Staat unterstützt das auch noch. So etwas würden WIR nie und nimmer machen!

  • Das kommt davon, wenn chinesische Solarfirmen mit europäischen Steuergeldern subventioniert werden!
    Danke, Europa!
    Es gibt nur eine Alternative!
    Im September bei der Bundestagswahl!

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