Energie

Werk Arnstadt Merkel will Bosch-Solar-Beschäftigten helfen

Nach heftigen Verlusten hatte der Bosch-Konzern seinen Ausstieg aus dem Solargeschäft beschlossen. Die Belegschaft möchte das noch nicht wahr haben – und bekommt nun unverhofft Hilfe von der Bundeskanzlerin.
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Schild zum Bosch-Solar-Werk in Arnstadt: Die Politik will viele der 1800 Arbeitsplätze erhalten. Quelle: dpa

Schild zum Bosch-Solar-Werk in Arnstadt: Die Politik will viele der 1800 Arbeitsplätze erhalten.

(Foto: dpa)

Ilmenau/ArnstadtBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beschäftigten des von der Schließung bedrohten Arnstädter Bosch-Solar-Werks ihre Unterstützung zugesagt. „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“, sagte Merkel am Montag beim offiziellen Wahlkampfauftakt der Thüringer CDU in Ilmenau. Merkel traf sich nach ihrer Rede kurz mit Vertretern des Betriebsrats des Arnstädter Werks.

Auch Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sagte den Beschäftigten Hilfe im Kampf um ihre Arbeitsplätze zu. „Wir lassen die Beschäftigten nicht im Regen stehen“, sagte sie. Es müssten Investoren gefunden werden, um so viele der 1800 Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Es gebe Interessenten für das Thüringer Werk, das erst 2011 vollständig eröffnet worden war, sagte Lieberknecht der Nachrichtenagentur dpa. „Wir drängen auf die zügige Prüfung ihrer Angebote.“

Bundeskanzlerin Merkel werde sich persönlich an Bosch-Chef Volkmar Denner wenden und die Sorgen der Beschäftigten vortragen, sagte die Thüringer Regierungschefin und CDU-Landesvorsitzende. Mit den Betriebsräten des Arnstädter Werks und dem Konzernbetriebsrat Alfred Löchle habe es nach der Wahlkampfkundgebung, zu der nach CDU-Angaben etwa 4000 Menschen kamen, ein konstruktives, offenes Gespräch gegen. „Weitere Gespräche sind vereinbart“, sagte Lieberknecht. Sie habe bei einem Telefonat am Montag mit der Bosch-Geschäftsführung deutlich gemacht, dass nun zügig an der Investorenauswahl gearbeitet werden sollte.

Merkel mit Bosch-Konzernbetriebsrat Alfred Löckle in Ilmenau: „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“. Quelle: dpa

Merkel mit Bosch-Konzernbetriebsrat Alfred Löckle in Ilmenau: „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“.

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Der Stuttgarter Bosch-Konzern hatte als Reaktion auf den drastischen Preisverfall für Solarzellen und -module auf dem Weltmarkt und hohe Verluste im März seinen Ausstieg aus dem Solargeschäft bis 2014 beschlossen. Dagegen kämpfen Belegschaft und IG Metall. Geprüft werden müsse eine Weiterführung der Produktion, der Verkauf an einen soliden Investor, der die Sozialstandards erhalte, oder die Nutzung des Standortes für andere Bosch-Produkte, sagte der Betriebsratsvorsitzende der Bosch Solar Energy AG, Andy Poplawski.

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9 Kommentare zu "Werk Arnstadt: Merkel will Bosch-Solar-Beschäftigten helfen"

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  • Es gibt genau eine Person, die bei Bosch für diesen Zirkus geworben hat und sich nun im unverdienten Ruhestand befindet: Dr. Siegfried DAIS

    Der sagt nun nicht mehr dazu, da natürlich völlig unverantwortlich. Genauso wie seine flammende Rede vor der Belegschaft.

    Herr Dais, ein völliger Versager

  • Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) wollen an der Investorenauswahl arbeiten. Weshalb investieren sie nicht selber in diese Arbeitsplätze des von der Schließung bedrohten Arnstädter Bosch-Solar-Werks. Entweder mit Geldern aus der Parteikasse oder aber von ihrem eigenen Vermögen und nicht vom Geld der Steuerzahler. Von dessen Gelder wurden für die Energiewende bereits genug in den Sand gesetzt.
    Alina Alanka

  • Hr. Asbeck von Solarworld hat doch in Erwägung gezogen die Bosch-Solartocher aufzukaufen.
    Solarworld ist selbst mit ca. 450 Millionen Euro verschuldet und will eine weitere Pleitefirma "Solar-Bosch" aufkaufen.
    Und da schließt sich wieder einmal der Kreis von den Energiewende Abzocker Freunde von Abzockerunternehmer und Abzockerpolitik der sog. Erneuerbaren Energie Befürworter.

  • *Bundeskanzlerin Merkel werde sich persönlich an Bosch-Chef Volkmar Denner wenden und die Sorgen der Beschäftigten vortragen, sagte die Thüringer Regierungschefin und CDU-Landesvorsitzende.*

    natürlich, das passt ja zu ihrer "Energiewende". 11000 Schleckerfrauen waren keinen Cent wert, Opel Bochum? Was ist das?

    Sorry, das ist Populismus in Reinkultur.

  • "Sie habe bei einem Telefonat am Montag mit der Bosch-Geschäftsführung deutlich gemacht, dass nun zügig an der Investorenauswahl gearbeitet werden sollte."
    Wahnsinn! Bosch hätte das auch wieder nicht ohne Merkel hingekriegt. Wie die so Bewußtsein schafft, das ist genial, das hätte Jobs nicht besser gemacht.
    (War nicht Bosch der eigentliche Investor? Wenn sich die politischen Bedingungen so radikal ändern, warum sollten andere bessere vorfinden? Das sind dann wohl so schlaue Spitzenfachleute die sich auskennen in Steuervermeidungsstrategien, Entlassen und Anheuern von Niedriglöhnern und das ganze Programm, siehe Grohe)

  • „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“
    Na, dann lasst uns zuerst mal eine neue Regierung wählen!

  • „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“
    Na, dann lasst uns zuerst mal eine neue Regierung wählen!

  • Zitat : Bundeskanzlerin Merkel werde sich persönlich an Bosch-Chef Volkmar Denner wenden und die Sorgen der Beschäftigten vortragen, sagte die Thüringer Regierungschefin und CDU-Landesvorsitzende.

    - Ja glaub denn diese Vetternwirtschafts-Landesmutti, dass der Bosch-Chef diese Sorgen nicht kennt...?

    Der Bosch-Chef kann die Marktwirtschaftlichen Grundgesetze auch nicht über Bord werfen ! Sonst fährt er seinen Laden gegen die Wand.

    Bescheuerten Sozialistenschmarotzer !

  • Merkel will Bosch-Solar-Beschäftigten helfen : Ach nee !

    Die klaut schon wieder bei der SPD ! Schöder und Philip Holzmann lassen grüßen !

    Und das ...... ist 1999 auch in die Hose gegangen. Aber der dumme Wähler und Steuerzahler bezahlt das ja !

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