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Energie
Die Energiewende in Deutschland stockt. Aber die kleine Gemeinde Wildpoldsried im Süden Bayerns zeigt, wie ein Leben mit Ökoenergie funktioniert. 

Kommentare

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  • Wer noch immer glaubt, ein schneller Ausstieg aus den konventionellen Energieträgern
    Kernkraft, Kohle etc. hin zu den volatilen (unsteten) "Erneuerbaren" wie Wind und PhotovoltaIk
    sei allein durch deren Vervielfachung ("Verspargelung" und "Verspiegelung") weiterer Land-
    und Gebäudeflächen - ohne Großspeicher-Möglichkeiten und ohne eine konventionelle
    Stand-by Kraftwerksarmada zur Last-Absicherung für "Kalt-Dunkel-Flauten" sei in mittlerer Zukunft
    zu erreichen, der möge sich doch einmal die hervorragende Dokumentation des "Fraunhofer-
    Instituts ISE" auf www.energy-charts.de anschauen. Dort ist der zeitliche Verlauf der gesamten
    deutschen Stromerzeugung seit 2014 aus den verschiedenen Energieträgern incl. Import/Export
    und Börsenpreise - auch negative! - gezeigt. Leicht läßt sich erahnen, wie schwierig es bereits heute
    ist, die Stabilität des Stromnetzes lückenlos aufrecht zu erhalten - geschweige denn nach Abschaltung
    der grundlastsichernden Kern- und Kohlekraftwerke. Bereits jetzt werden schon "DSM"-Maßnahmen
    (demand-side-management) wie z.B zeitweises Herunterfahren von Industrieanlagen erforderlich. Kraftwerks-Stand-by, Großspeicher, DSM wird erhebliche Investitions- und Betriebs-Mehrkosten
    und somit Strompreis-Erhöhungen verursachen, die entweder vom Stromverbraucher oder über
    Steuern von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

  • Leider kann ich dem Artikel nicht entnehmen, was hier technisch anders gemacht wurde, damit es funktioniert - und auch nicht wie lange das Inselnetz mit 30 Haushalten Bestand hatte. Und besonders, wie die Ausfallsicherheit sichergestellt wurde.
    Ein Beispiel für eine Ökostrominsel, über das man leider nichts liest, ist die Insel El Hierro auf den Kanaren. Dort wurde auch mit großem TamTam der Umstieg auf Ökoenergie angegangen, Pumpspeicher und Windenerige ausgebaut......mit dem Ergebnis dass der Strom inzwischen 4x so viel kostet wie vorher und man immerhin schon 2h (insgesamt, nicht am Tag!) auf das Dieselkraftwerk verzichten konnte....

  • "Die Energiewende in Deutschland stockt" - daran kann auch die euphorische Berichterstattung
    über ein kleines Dorf im Allgäu, welches temporär die Energieautarkie erprobt hat, nicht weg von der
    grundsätzlichen Problematik der Ökoenergie-Nutzung im betriebs- und volkswirtschaftlichen
    Vergleich zu anderen Ländern, mit denen die Exportnation Deutschland im (über)lebenswichtigen
    Wettbewerb steht. Abgesehen von Laufwasserwerken und Biomasse-Strom-Anlagen - welche relativ
    stetig laufen können, aber nur einen geringen Anteil an der Stromerzeugung haben - sind Windkraft
    und Photovoltaik naturgemäß unstetig von Null bis zum Übermaß, so dass ohne Parallel-Kapazität
    konventioneller Kraftwerke oder/und (nicht vorhandener) Großspeicher keine ununterbrochene
    Strom-Versorgung möglich ist.
    Mag es noch für ein Dorf mit Privathaushalten möglich sein, den Stromverbrauch - auch unter Verwendung von Batteriespeichern im Keller und intelligente Anpassung des Stromverbrauchs für Spül- , Wasch-
    Maschine, E-Auto etc. an die variierende Stromerzeugung über einen gewissen Zeitraum im Sommer
    anzupassen, stellt sich bereits im Winter die Frage, woher bei marginaler Sonnen-Einstrahlung die
    Energie kommen sollte, vom zusätzlichen Betrieb der Heizung einmal ganz zu schweigen.
    (Soweit mir bekannt gab es einen derartigen Versuch mit Energieautarkie auch auf der Insel Pellworm,
    der aber sang- und klanglos abgebrochen wurde).

    Die effektiven Kosten einer kWh Strom sind nicht mit den Installations- und Betriebskosten von
    Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen abgegolten, sondern letztendlich nur unter Berücksichtigung
    der zusätzlich notwendigen Netz- und Speicher-Kosten zu fixieren - was leider von den Ideologen
    und Lobbyisten der Öko_Energien möglichst verschwiegen wird. Deswegen kann ich sehr gut die
    Politiker, die sich mittlerweile wohl der egativen Konsequenzen für Deutschlands industrielle Wettbewerbsfähigkeit bewußt werden verstehen, dass der EE-Ausbau gezügelt wird.


Mehr zu: Wildpoldsried - Wie ein kleines Dorf im Allgäu zum Vorzeigemodell für die Energiewende wurde

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