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Energie

Windenergie General Electric schickt Aktien der Windkonzerne in den Keller

Der US-Industrieriese GE schreibt Milliardenverluste – und zieht damit auch die Konkurrenz in Mitleidenschaft.
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Nach der Veröffentlichung der GE-Quartalszahlen stürzten nicht nur die Aktien des US-Konzerns ab.  Quelle: dpa
Windräder

Nach der Veröffentlichung der GE-Quartalszahlen stürzten nicht nur die Aktien des US-Konzerns ab. 

(Foto: dpa)

DüsseldorfNachdem General Electric am Dienstag seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt hatte, ging es nicht nur für die Aktien des US-Konzerns drastisch abwärts. Die Papiere der großen Windturbinenhersteller gerieten ebenfalls massiv unter Druck.

Der dänische Windriese Vestas verlor mit zwischenzeitlich 6,5 Prozent so viel wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Die Aktie des zweitgrößten Turbinenherstellers, des deutsch-spanischen Gespanns Siemens Gamesa, brach in Madrid zwischenzeitlich ebenfalls um mehr als sechs Prozent ein. Und auch der deutsche Windkonzern Nordex musste ein Minus von über vier Prozent verkraften. 

Auslöser war die Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen des viertgrößten Turbinenherstellers weltweit: GE. Der US-Konzern musste nach Abschreibung seiner Energiesparte einen Verlust von 22,8 Milliarden Dollar verkünden und streicht nun fast komplett seine Dividende.

Die Windindustrie steht stark unter Druck, seit weltweit die Höhe der staatlichen Fördergelder zurückgefahren wird. Außerdem schwenken immer mehr Länder von festen Vergütungen auf freie Ausschreibungen um, wo nur noch derjenige mit dem niedrigsten Gebot den Zuschlag bekommt. Das Ausschreibungsverfahren erhöht den ohnehin massiven Preisdruck in der Branche. 

Das schlägt sich nun auch in der Renewables-Sparte (engl. für „erneuerbare Energien“) von GE nieder. Die Auftragseingänge gingen um drei Prozent zurück, der Gewinn sank von 270 Millionen Dollar im Vorjahr um ganze 72 Prozent auf nur noch 60 Millionen Dollar. 

Laut einer Pressemitteilung macht GE die „Preisherausforderungen auf dem Markt und das geringe Repower-Volumen“ dafür verantwortlich. Die Turbinenhersteller installieren zwar mehr Leistung, bekommen dafür aufgrund von gesunkenen Preisen aber weniger Geld. Obwohl die Umsätze im Bereich der Erneuerbaren um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen, sank der Gewinn. 

Der Industriekonzern ist vor allem im Onshore-Windbereich vorn dabei und mit fast 4.000 Megawatt installierter Leistung hinter Vestas, Siemens Gamesa und der chinesischen Goldwind der viertgrößte Hersteller von Turbinen weltweit. 

Das größte Potenzial sehen Experten aber in Zukunft bei der Windenergie im Meer (Offshore). Hier hat GE jedoch starken Nachholbedarf: Gerade einmal 100 Millionen Dollar (circa 87 Millionen Euro) Umsatz machte der Konzern mit dem Verkauf von Offshore-Turbinen aktuell im dritten Quartal. Offshore-Marktführer Siemens Gamesa hat zwar ebenfalls mit Verlusten zu kämpfen, machte aber trotzdem 775 Millionen Euro Umsatz im dritten Quartal.

„Das Thema Offshore wird überschätzt“, hieß es noch vor wenigen Jahren bei GE. Doch sind die Anlagen auf hoher See effizienter geworden. Hier sehen Branchenteilnehmer laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Windresearch das größte Potenzial für Kostensenkungen.

Mit der Alstom-Übernahme will GE deswegen jetzt einen neuen Anlauf für Anlagen auf hoher See nehmen.

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