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Energie

Windindustrie Enercons Co-Chef Simon-Hermann Wobben hört überraschend auf

Simon-Hermann Wobben zieht sich aus der Geschäftsführung des Windturbinenherstellers zurück. Erstmals steht Enercon ohne ein Familienmitglied an der Spitze dar.
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Der Abgang des Co-Geschäftsführers kam überraschend.  Quelle: dpa
Enercon-Windkraftanlage

Der Abgang des Co-Geschäftsführers kam überraschend. 

(Foto: dpa)

Düsseldorf Nach 35 Jahren steht der Windturbinenhersteller Enercon erstmals ohne ein Mitglied der Gründungsfamilie an der Spitze da. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich Simon-Hermann Wobben, der Neffe des Enercon-Gründers Aloys Wobben, bereits Anfang Juli aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Auf Nachfrage teilte Enercon mit, dass dies auf Wobbens eigenen Wunsch hin geschehen sei und die Entscheidung persönliche Gründe habe. 

Vier Jahre lang hatte der 37-Jährige als gleichberechtigter Geschäftsführer neben Hans-Dieter Kettwig die Geschicke des deutschen Marktführers geleitet. Wobben kümmerte sich dabei vorrangig um Forschung, Entwicklung und Produktionsabläufe. Nun führt Kettwig die Geschäfte erst einmal alleine, im Spätsommer soll es dann eine neue Führungsstruktur bei Enercon geben, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. 

Zu den Gründen wollte man keine genaueren Aussagen treffen. Nur, dass Simon Wobben sich „einer neuen beruflichen Herausforderung stellen möchte.“ 

Wobbens Abgang ist nicht die erste Führungskrise bei dem Windturbinenhersteller. Nach dem Gründer Aloys Wobben sich bereits 2012 aus gesundheitlichen Gründen aus dem operativen Geschäft verabschiedet hatte, war eine dreiköpfige Geschäftsführung berufen worden, der unter anderem Nicole Fritsch-Nehring angehört hatte. Wegen Differenzen über die weitere Unternehmensentwicklung musste sie Enercon jedoch im Oktober 2016 nach fast 20-jähriger Betriebszugehörigkeit verlassen.

An der internationalen Ausrichtung des Windkonzerns soll sich aber auch nach Wobbens Weggang nichts ändern. Erst im vergangenen Jahr kündigte Enercon an, die heimische Produktion zurückzufahren und im Zuge dessen 800 Stellen abzubauen, um mehr auf ausländische Märkte zu setzen. 

Mehr: So undurchschaubar ist Deutschlands größter Windkonzern Enercon


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