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Energie

Windkonzern Insolvente Senvion sucht weiter nach Investor

Der Turbinenhersteller ist seit April insolvent – und sucht nach einem Käufer. Die Ungewissheit über die Zukunft von Senvion setzt dem Aktienkurs zu.
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Der Aktienkurs des Turbinenherstellers war innerhalb eines Jahres um fast 90 Prozent abgestürzt. Quelle: dpa
Senvion

Der Aktienkurs des Turbinenherstellers war innerhalb eines Jahres um fast 90 Prozent abgestürzt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der insolvente Turbinenhersteller Senvion braucht für die Suche nach einem Käufer länger als geplant. Um den Zeitdruck aus den Gesprächen über den Verkauf zu nehmen und die Geschäfte weiter am Laufen zu halten, verhandelt der Hamburger Konzern deswegen mit seinen Gläubigern nun über eine Verlängerung eines 100 Millionen Euro schweren Kredits. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet. Eine Entscheidung stehe aber noch aus. Eigentlich sollte bis Ende Juni geklärt sein, wie es mit dem Unternehmen weitergeht.

Im April musste Senvion Insolvenz anmelden. Gewinnwarnungen, Finanzierungssorgen und Lieferprobleme hatten den Aktienkurs des Windkonzerns innerhalb eines Jahres um fast 90 Prozent abstürzen lassen. Im Februar musste Senvion schließlich die Veröffentlichung seines Geschäftsberichts verschieben, weil die Kreditgeber einen Sanierungsplan forderten, bevor noch mehr Geld in den angeschlagenen Konzern fließt.

In den Wochen danach versuchten der Haupteigentümer Centerbridge und die kreditgebenden Banken zu einer Einigung zu kommen – ohne Erfolg. Am Ende brauchte Senvion nicht nur frisches Kapital, sondern wegen Verzögerungen bei großen Projekten auch noch 100 Millionen Euro, um seine Geschäfte überhaupt weiterführen zu können.

Unbekannte Interessenten

Seitdem gab es mehrere Gerüchte um potenzielle Käufer. Interesse sollen zum Beispiel Konkurrenten wie Siemens Gamesa, Vestas oder Toshiba haben. Mit dem Verkauf beauftragt ist die Investmentbank Rotschild. Auf Anfrage wollen sich weder Senvion, Rothschild oder die möglichen Interessenten zu dem Thema äußern.

Obwohl Senvion trotz Insolvenz im ersten Halbjahr 2019 doppelt so viele Windanlagen installiert hat wie im Vorjahreszeitraum, lässt die Ungewissheit über die Zukunft des Unternehmens den Aktienkurs des Turbinenherstellers weiter abstürzen. Seit April ist der Kurs noch einmal um über 46 Prozent gefallen und stand am Montag bei 48 Cent je Aktie.

Mehr: Der Ausbau der Windkraft in Deutschland gerät ins Stocken. Bei der aktuellen Ausschreibungsrunde sind so wenige Gebote eingegangen wie noch nie.

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