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Windkraft US-Steuerpläne verunsichern Vestas

Der Windkraftkonzern Vestas senkt seine Gewinnprognose. Den Dänen bereiten der zunehmende Konkurrenzkampf sowie die Unsicherheit angesichts der US-Steuerpläne Probleme.
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Bereits in der vergangenen Woche hatten die Aktien von Windkraft-Firmen die drohenden Abstriche an der staatlichen Förderung erneuerbarer Energien in den USA zu spüren bekommen. Quelle: dpa
Vestas-Windpark

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Aktien von Windkraft-Firmen die drohenden Abstriche an der staatlichen Förderung erneuerbarer Energien in den USA zu spüren bekommen.

(Foto: dpa)

KopenhagenDer zunehmende Konkurrenzkampf und Unsicherheit angesichts der US-Steuerpolitik machen den dänischen Windkraftanlagen-Hersteller Vestas vorsichtig. Der Weltmarktführer engte am Donnerstag seine Prognose ein und rechnet nun für 2017 mit einer Gewinnmarge (Ebit) von 12 bis 13 Prozent, bislang waren es 12 bis 14 Prozent gewesen.

Der Umsatz soll bei 9,5 bis 10,25 Milliarden Euro liegen. Die Schätzungen spiegelten zwar gute Geschäfte wider, aber auch Unsicherheiten im Hinblick auf die geplante Steuerreform in den USA, begründeten die Dänen ihren Ausblick.

Im dritten Quartal fiel der bereinigte Betriebsgewinn um 18 Prozent auf 355 Millionen Euro, Analysten hatten mit 404 Millionen Euro gerechnet. Die Anleger quittierten das überraschend niedrige Ergebnis mit massiven Aktienverkäufen: Die Vestas-Titel brachen um gut 20 Prozent ein.

Das sind die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. XEMC profitiert zwar von diesem Boom, hat aber durch einen etwas schwächeren Windmarkt an Bedeutung verloren. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2017 auf fast tausend verkaufte Turbinen und einen Marktanteil von 1,8 Prozent.

Marktanteil 1,8 Prozent.  

Platz 13: Sewind (China)
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Im vergangenen Jahr fand sich auf diesem Platz noch der chinesische Staatskonzern Dongfang, im Ranking 2017 wird er von seinem ebenfalls chinesischen Konkurrenten Sewind zwei Plätze nach hinten verwiesen. Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 2,1 Prozent.  

Platz 12: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 15 führenden Windkraftkonzernen der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2017 mehr als 45 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 2,3 Prozent.

Platz 11: United Power (China)
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Der chinesische Windkraft-Konzern, United Power, bekommt die gedämpfte Entwicklung auf dem Heimatmarkt stark zu spüren. Vom siebten geht es auf den elften Platz und der Marktanteil schrumpft um ganze 1,2 Prozent. Die Tochtergesellschaft des staatlichen Stromversorgers China Guodian produziert Turbinen für Windräder an Land und auf hoher See in beinahe allen Leistungsklassen.

Marktanteil: 2,6 Prozent.

Platz 10: Suzion (Indien)
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Dank eines Boom-Jahres auf dem heimischen Markt, hat der indische Windturbinenhersteller Suzion es in die Top 15 geschafft. Das ist allerdings auch der Markt, auf den fast 40 Prozent des Geschäfts von Suzion entfallen. Im laufenden Jahr wird aufgrund von der Umstellung auf offene Ausschreibungen erst einmal mit einem Einbruch des indischen Marktes gerechnet, dann muss auch der Windradbauer zunächst mit einem Auftragseinbruch rechnen.

Marktanteil: 2,6 Prozent.

Platz 9: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion hat es auch global wieder unter die Top 10 geschafft. Ganze drei Plätze brachte ihn ein Rekordjahr auf dem deutschen Markt nach vorne. In der Bundesrepublik wurde noch nie soviel Windkraftleistung installiert wie im vergangenen Jahr: Ganze 6,5 Megawatt. Im nächsten Jahr könnte das aber wieder ganz anders aussehen. Die Hamburger kämpfen mit schwindenden Subventionen, massiven Preiskampf und sinkenden Umsätzen.

Marktanteil: 3,7 Prozent.

Platz 8: Mingyang (China)
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Chinas drittgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen. Im Gegensatz zu den meisten anderen chinesischen Windkonzernen, konnte Mingyang seinen Marktanteil 2017 sogar vergrößern.

Marktanteil: 4,7 Prozent.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Aktien von Windkraft-Firmen die drohenden Abstriche an der staatlichen Förderung erneuerbarer Energien in den USA zu spüren bekommen. Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus wollen die Steuergutschriften für Windkraft zusammenstreichen. „Es ist ziemlich klar, dass das nicht positiv ist“, sagte Vestas-Finanzchefin Marika Fredriksson.

Aber nach Gesprächen mit Kunden und anderen damit befassten Personen rechne sie nicht damit, dass der Gesetzesentwurf in der jetzigen Form verabschiedet werde. Die Pläne würden nach Branchenangaben 50 Milliarden Dollar an Investitionen in Windkraft gefährden, während die Solarenergie weitestgehend verschont würde.

Auch beim Konkurrenten Siemens Gamesa läuft es derzeit nicht rund. Der spanisch-deutsche Konzern will sich angesichts eines erwarteten Umsatz- und Gewinneinbruchs innerhalb von drei Jahren von mehr als einem Fünftel der rund 26.000 Mitarbeiter trennen.

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