Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Windkraftanlagen-Hersteller Enercon sichert sich Milliardenfinanzierung

Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens rechnet Enercon mit weiteren Stellenstreichungen. Eine schwächelnde Nachfrage und hohe Kosten führten zu Verlusten.
04.06.2020 Update: 04.06.2020 - 13:28 Uhr Kommentieren
Windkraftbauer Enercon muss im Zuge seines Unternehmensumbaus weitere Stellen abbauen. Quelle: dpa
Wartungsarbeiten an einer Windkraftanlage

Windkraftbauer Enercon muss im Zuge seines Unternehmensumbaus weitere Stellen abbauen.

(Foto: dpa)

Berlin, Aurich Der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon hat sich inmitten seines Umbaus mit Banken auf eine neue Finanzierung in Milliardenhöhe geeinigt. Die bis Ende 2023 geltende Vereinbarung umfasst 1,15 Milliarden Euro, die sich etwa je zur Hälfte auf eine neue Garantielinie und die Verlängerung bestehender Darlehen aufteilen, wie ein Enercon-Sprecher am Donnerstag sagte. Die Finanzierung zeige das Vertrauen der Banken in den Umbau des Unternehmens und sei insbesondere für größere Onshore-Projekte im Ausland wichtig.

Enercon setzt derweil seinen Umbau fort und rechnet mit neuen Stellenstreichungen. „Wir werden in der Enercon-Gruppe um einen weiteren Stellenabbau nicht herumkommen“, sagte der für den Umbau engagierte Manager Martin Prillmann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). „Das ist nötig, um unsere Kosten im Anlagenbau auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen.“ Angaben zum Umfang des Abbaus machte Prillmann nicht.

Enercon mit Stammsitz im niedersächsischen Aurich ist einer der größten deutschen Hersteller in der Windindustrie. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Abbau von bis zu 3000 Arbeitsplätzen angekündigt. Zu den Gründen zählte eine schwächelnde Nachfrage in Deutschland.

„Wir werden im Zuge unserer Neuausrichtung einzelne Standorte und das damit verbundene Geschäft an externe Investoren abgeben„, sagte Prillmann nun der „FAZ“. „So können wir sicherstellen, dass Standorte erhalten bleiben und der Konzern gleichzeitig flexibler wird.“ Laut Finanzchef Thomas Cobet ist wegen der schwierigen Marktentwicklung und weiterer Kosten im Zuge des Umbaus auch im laufenden Jahr ein Verlust zu erwarten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Unter einer schwächelnden Marktentwicklung leidet die gesamte Windkraft-Branche in Deutschland seit geraumer Zeit, wenn sie auch inzwischen wieder etwas optimistischer ist. „Wir gehen davon aus, dass der deutsche Markt für Windenergie an Land erst frühestens 2022 wieder Fahrt aufnehmen wird“, sagte Enercon-Chef Hans-Dieter Kettwig der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Enercon werde künftig den Einkauf internationaler ausrichten und auch verstärkt in Asien aktiv werden.

    Mit zusätzlichen Windparks in Nord- und Ostsee will die Bundesregierung die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Das Kabinett brachte dafür am Mittwoch eine gesetzliche Grundlage auf den Weg.

    Mehr: Regierungschefs und Energieverbände wettern gegen die Politik der Bundesregierung. Wenn die sich fortsetze, drohe der Kollaps der deutschen Windkraftindustrie.

    Handelsblatt Energie Briefing
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Windkraftanlagen-Hersteller - Enercon sichert sich Milliardenfinanzierung
    0 Kommentare zu "Windkraftanlagen-Hersteller: Enercon sichert sich Milliardenfinanzierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%