Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Windturbinenhersteller Millionen-Kredit für Senvion lässt Mitarbeiter hoffen

Die Angestellten des insolventen Windkonzerns können vorerst aufatmen. Die IG Metall sieht Chancen für eine erfolgreiche Transformation.
Kommentieren
Senvion: Millionen-Kredit lässt Mitarbeiter hoffen Quelle: dpa
Windkraftanlagen-Hersteller Senvion

Das Unternehmen hat in der vergangenen Woche Insolvenz für die beiden deutschen Gesellschaften beantragt.

(Foto: dpa)

BerlinDie Gewerkschaft IG Metall Küste sieht in einem Millionen-Kredit für den insolventen Windturbinenhersteller Senvion einen Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten in Deutschland.

„Auf diese Entscheidung haben wir gewartet. Sie sorgt hoffentlich für etwas Erleichterung bei den 1800 Beschäftigten in Deutschland, die von der vorläufigen Insolvenz des Unternehmens betroffen sind“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der Gewerkschaft, laut Mitteilung in der Nacht zu Donnerstag. Das Unternehmen habe nun „eine Chance, in den nächsten Monaten gemeinsam mit allen Beteiligten eine Perspektive zu entwickeln.“

Senvion hatte vergangene Woche für die beiden deutschen Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, sich einen verbindlichen Kreditvertrag über 100 Millionen Euro „mit seinen Kreditgebern und wesentlichen Anleihegläubigern“ unterzeichnet zu haben. Der Kredit mit einer Laufzeit von 12 Monaten ermögliche „die Fortführung der Geschäftstätigkeit“. Der zum Jahresanfang begonnene Transformationsprozess könne fortgesetzt werden.

Der Windkonzern beschäftigt weltweit rund 4000 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Senvion hat bereits seit mehreren Jahren keine Gewinne erwirtschaftet. Verantwortlich dafür waren wohl nach Stimmen aus der Branche auch operative Mängel des Unternehmens. Windkraftwerke wurden nicht pünktlich abgeliefert und kamen nicht ins Laufen, was wiederum zu Strafzahlungen führte.

Die Gewerkschaft und die Betriebsräte wollen erreichen, dass die Senvion-Arbeitsplätze in Deutschland sowie das Unternehmen als Ganzes mit allen Standorten erhalten bleiben. Von neuen Investoren wolle man wissen, „welche Perspektive sie den Beschäftigten bieten“, sagte Gewerkschafter Geiken. „Wir haben kein Verständnis dafür, dass bereits jetzt über Stellenstreichungen spekuliert wird. Das sorgt für unnötige Verunsicherung bei den Beschäftigten.“

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Windturbinenhersteller - Millionen-Kredit für Senvion lässt Mitarbeiter hoffen

0 Kommentare zu "Windturbinenhersteller: Millionen-Kredit für Senvion lässt Mitarbeiter hoffen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.