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Flottenmanagement
Tesla Model S

Das Einstiegsmodells S 60 ist mittlerweile Geschichte. Wer Model S fahren will, muss auch ordentlich Geld dafür hinlegen. Das S 70 beginnt bei 82.700 Euro, hat aber auch nur eine 70 kWh-Batterie. Das mit 469 PS deutlich stärkere Spitzenmodell P 90 D kostet ab 124.300 Euro.

(Foto: Hersteller)

Christoph Stürmer „Flottenmanager geraten unter Druck, wenn sie E-Autos nicht ins Programm nehmen“

Der Unternehmensberater über die Perspektiven von E-Autos in Firmenflotten und warum eine Steuerregel den Markt drastisch verändern könnte.
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Die Bundesregierung will E-Autos als Firmenwagen zum Durchbruch verhelfen: Nutzer sollen den geldwerten Vorteil bei privater Nutzung künftig nur noch mit 0,5 statt mit einem Prozent vom Listenpreis versteuern müssen. Nach Einschätzung von Christoph Stürmer, leitender Analyst für die Automobilindustrie bei der Beratung PwC, kann das den Markt drastisch verändern.

Herr Stürmer, Kaufprämien haben E-Mobilität bisher kaum vorangebracht. Ist es clever, nun bei Dienstwagen anzusetzen?
Elektromobilität hatte es vor allem schwer, weil Technologien, die die Eigenschaften der Fahrzeuge spürbar ändern, hier misstrauischer beäugt werden als anderswo. Typisch für Deutschland ist aber auch: Dinge werden sehr interessant, wenn man Steuern sparen kann. Für die Nutzer können sich Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Monat ergeben.

Für Firmen sind E-Autos in der Beschaffung tendenziell teurer - nehmen sie sie dennoch ins Programm?
Flottenmanager geraten unter Druck, wenn sie das nicht tun. Wenn der Bundesrat den Steuererleichterungen zustimmt, werden Mitarbeiter verstärkt nach E-Autos fragen - zumal kaum noch jemand einen Diesel haben will. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen das Ziel haben, den CO2 - Ausstoß ihrer Flotten zu reduzieren.

Auf diese E-Autos fahren die Deutschen ab
Platz 10: VW e-Up
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Auf Platz zehn schafft es der VW e-Up. Ganze 372 Käufer entschieden sich in den ersten vier Monaten 2018 für den rein elektrisch angetriebenen Kleinwagen mit 82 PS Leistung und rund 160 Kilometern Reichweite.

(Foto: Hersteller)
Platz 10: VW e-Up
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Mit einem Preis von 26.900 Euro ist das kleinste Elektroauto aus dem VW-Konzern allerdings auch mehr als doppelt so teuer wie die Verbrennervarianten des Kleinswagen.

(Foto: Hersteller)
Platz 9: Hyundai Ionic Elektro
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455 Käufer entschieden sich für den alternativ angetriebenen Koreaner, den es auch als Hybrid und Plug-In-Hybrid gibt. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

(Foto: Hersteller)
Platz 8: Tesla Model S
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Mit dem Tesla Model S schafft es auch ein Oberklassewagen in die Top Ten. 544 Käufer entschieden sich für das Model, das in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt...

(Foto: Reuters)
Platz 8: Tesla Model S
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Das Einstiegsmodells S 60 ist mittlerweile Geschichte. Wer Model S fahren will, muss auch ordentlich Geld dafür hinlegen. Das S 70 beginnt bei 82.700 Euro, hat aber auch nur eine 70 kWh-Batterie. Das mit 469 PS deutlich stärkere Spitzenmodell P 90 D kostet ab 124.300 Euro. Wird das „Beschleunigungs-Upgrade“ (539 PS) für ultimative Beschleunigung geordert, verteuert sich der Allradler sogar auf stolze 135.400 Euro.

(Foto: Hersteller)
Platz 7: Nissan Leaf
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In der Top Ten der meistverkauften E-Mobile finden sich auch Fahrzeuge jenseits der Kleinwagenklasse. Das meistverkaufte Elektroauto der Welt, der Nissan Leaf, findet sich mit 636 Neuzulassungen auf Platz sieben wieder.

(Foto: Hersteller)
Platz 6: Smart Forfour Electric Drive
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Mit dem Smart Forfour ED bringt Smart auch einen Viersitzer mit Elektroantrieb auf den Markt. Mit einem 17,6-kWh-Akku schafft das Auto laut Hersteller 155 Kilometer Reichweite. Mit 1.058 Neuzulassungen in diesem Jahr liegt das Modell auf Platz sechs.

Derzeit beklagen viele, dass es noch zu wenige passende Modelle gibt. Zu Recht?
In der Tat ist das Angebot aktuell sehr eingeschränkt. Das gilt vor allem für deutsche Marken. Die Hersteller können aktuell nur die gehobene Oberklasse bedienen, die Nachfrage entsteht aber vor allem in anderen Segmenten. Hinzu kommt: Aus technischen Gründen haben einige deutsche Hersteller ihre aktuelle Elektrostrategie stark auf SUVs ausgerichtet. Viele Unternehmen haben diese Fahrzeugklasse aber in ihren Dienstwagenrichtlinien ausgeschlossen.

Können denn andere Hersteller die Angebotslücke füllen?
Ich sehe hier kurzfristig große Chancen für Newcomer. Mit dem Model 3 bewegt sich beispielsweise Tesla in einer Klasse mit populären Dienstwagen wie dem 3er-BMW, dem Audi A4 oder dem VW Passat. Auch Hersteller aus Korea oder China könnten mit entsprechenden Angeboten das Vakuum füllen.

Herr Stürmer, vielen Dank für das Gespräch.

5 günstige Diesel ohne Fahrverbot-Risiko
Wenig Auswahl bei sauberen Dieseln
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Die Auswahl an sauberen Diesel-Modellen ist aktuell noch sehr klein. Längst noch nicht alle in Deutschland angebotenen Neuwagen sind auf dem Stand der strengsten Abgasnorm Euro 6d-temp. Vor allem im unteren Preissegment ist das Angebot mau. Wir haben die fünf günstigsten „Sauber-Diesel“ rausgesucht, die aktuell bestellt werden können.

(Foto: AP)
Ford Ka+ 1.5 TDCi, 70 kW/97 PS, ab 14.000 Euro
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Der Kleinstwagen bietet vergleichsweise viel Platz und eine ordentliche Ausstattung. Für die Langstrecke sicher nicht die beste Wahl, aber für städtische Vielfahrer wie Pflege- oder Kurierdienste als Diesel eine bedenkenswerte Alternative zum Benzinermodell.

(Foto: AP)
Peugeot 208 BlueHDi 100, 73 kW/99 PS, ab 19.100 Euro
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Die Franzosen zählen zu den Marken mit dem größten Sauber-Diesel-Programm jenseits der Premiumanbieter. Der 208 punktet mit knappen Abmessungen, gutem Raumgefühl und flinkem Fahrverhalten. Im Vergleich zum kaum kleineren Ford nicht nur auf der Langstrecke das reifere Auto.

(Foto: PR)
Honda Civic 1.6 i-DTEC, 88 kW/120 PS, ab 19.990 Euro
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In der neuesten Generation ist der japanische Kompaktwagen fast schon zum Mittelklassemodell geworden, bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck. Dazu gibt es selbst beim Basismodell eine umfangreiche Sicherheitsausstattung.

(Foto: dpa)
Ford Focus 1.5 EcoBlue, 70 kW/97 PS, ab 20.090 Euro
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Die neue Generation des Ford Focus kommt zwar erst im September auf die Straße, kann aber bereits jetzt bestellt werden. Zumindest für die Basismobilität dürfte der leistungsmäßig etwas beschränkte Diesel ausreichen.

(Foto: obs)
Peugeot 308 1.5 BlueHDi, 75 kW/100 PS, ab 20.950 Euro
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Der kompakte Franzose ist gleich mit drei unterschiedlichen Euro-6d-temp-Dieseln zu haben. Verpflanzt sind die Vierzylinder in einen eleganten Fünftürer, der sich bei Ambiente und Fahrverhalten stärker als zuletzt von der Marke gewohnt am VW Golf orientiert.

(Foto: PR)
Die Deutschen ziehen nach
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Das Angebot an Modellen wird in den kommenden Monaten weiter wachsen, spätestens im Herbst 2019 müssen alle Neuwagen die Abgasnorm Euro 6d-temp erfüllen. Am unteren Ende des Preisbandes dürfte sich aber vergleichsweise wenig tun: Viele Marken werden die Dieselmotoren in ihren Kleinst- und Kleinwagen wohl eher streichen als die teure Abgasreinigung einzubauen.

(Foto: Reuters)
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