Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Flottenmanagement

Elektro-Start-up Neuer Rückschlag für Nikola – Kooperation mit GM fällt deutlich kleiner aus

General Motors hat lediglich eine Absichtserklärung unterschrieben, dem Start-up Brennstoffzellen zu liefern. Die Nikola-Aktie bricht erneut ein.
30.11.2020 - 16:21 Uhr Kommentieren
Aus dem geplanten Elektro-Pick-up-Truck Nikola Badger, den GM und Nikola gemeinsam bauen wollten, wird erst mal nichts. Quelle: Reuters
Nikola

Aus dem geplanten Elektro-Pick-up-Truck Nikola Badger, den GM und Nikola gemeinsam bauen wollten, wird erst mal nichts.

(Foto: Reuters)

Denver Die Zusammenarbeit mit General Motors (GM) sollte der große Befreiungsschlag für Nikola werden. Amerikas größter Autobauer wollte sich mit elf Prozent an dem Start-up beteiligen, das Lkws mit Elektro- und Brennstoffzellen bauen will. Doch daraus wird nun nichts. Wie das krisengeschüttelte Start-up am Montag mitteilte, wird die Kooperation deutlich kleiner ausfallen.

GM unterschrieb lediglich eine unverbindliche Absichtserklärung, Brennstoffzellen an Nikola zu liefern. Auch der geplante Elektro-Pick-up-Truck, Nikola Badger, den GM und Nikola gemeinsam bauen wollten, wird wieder einkassiert. „Nikola wird alle bereits erhaltenen Anzahlungen für den Nikola Badger zurückerstatten“, heißt es in der Mitteilung.

Für das börsennotierte Start-up aus Phoenix im US-Bundesstaat Arizona ist das ein erneuter Rückschlag. Im September hatte der Shortseller Hindenburg Research Nikolas Ruf schwer beschädigt. In einem ausführlichen Report bezichtigte der Shortseller Nikola-Gründer Trevor Milton, Anleger und Geschäftspartner in die Irre geführt und betrogen zu haben.

Milton sei „unfähig“, die Wahrheit zu sagen, sein Geschäftsmodell basiere auf „Dutzenden Lügen“. Eine ursprünglich geplante revolutionäre Batterietechnologie sei nichts als „heiße Luft“, das Auftragsbuch der Firma sei aufgebläht, hieß es darin.

Das hatte den Kurs der einst so beliebten Aktie einbrechen lassen. Milton, der immer noch der größte Aktionär ist, trat daraufhin von seinem Posten als Executive Chairman zurück und kündete rechtliche Schritte gegen Hindenburg an. Doch der Schaden war längst entstanden.

Börsengang kam zu früh

GM legte den kurz zuvor angekündigten Deal auf Eis. Die Aktie hat seit ihrem Rekordhoch im Juni über 70 Prozent an Wert verloren und lag am Montag zum Börsenstart 23 Prozent im Minus. Den Verwaltungsrat bei Nikola leitet nun der frühere GM-Manager Steve Girsky.

Nikola war am 4. Juni über einen sogenannten Spac an die Börse gegangen. Das heißt, das Start-up wurde von einer börsennotierten Mantelgesellschaft übernommen. Dabei wird das Start-up im besten Fall erst in ein paar Jahren überhaupt Umsatz erzielen. Der frühe Investor Jeffrey Ubben, der auch im Verwaltungsrat von Nikola sitzt, räumte ein, dass der Börsengang zu früh kam und er Milton dazu überredet hatte.

Nikola hat auch eine enge Verbindung nach Deutschland. Gemeinsam mit Iveco will das Start-up in Ulm ab dem kommenden Jahr die ersten Batterie-Trucks bauen. Bosch ist ein wichtiger Zulieferer von Nikola und hat rund 100 Millionen Dollar in das Start-up investiert.

Der Aktienkurs von Nikola könnte in den kommenden Wochen weiter unter Druck geraten. Am Montag endete die sogenannte Lock-up-Periode. Milton und andere Insider können nun ihre Anteile verkaufen. Insgesamt halten Milton und andere Nikola-Manager rund 161 Millionen Aktien, die sie nun auf den Markt bringen können, wie Analysten von JP Morgan errechnet haben. Das sei fast so viel wie die 171 Millionen Aktien von Nikola, die derzeit gehandelt werden.

Mehr: Chef von Elektro-Lkw-Bauer Nikola tritt zurück – was Zweifel am Geschäftsgebaren der Firma nährt.

Startseite
Mehr zu: Elektro-Start-up - Neuer Rückschlag für Nikola – Kooperation mit GM fällt deutlich kleiner aus
0 Kommentare zu "Elektro-Start-up: Neuer Rückschlag für Nikola – Kooperation mit GM fällt deutlich kleiner aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%