Elektro-Technologie: Wettlauf um die Batterie: VW baut sechs eigene Batteriezellwerke in Europa auf
Produktion von Batteriezellen im VW-Werk Salzgitter.
Foto: dpaDüsseldorf. Der VW-Konzern wird seine Investitionen in die Fertigung von Batteriezellen deutlich steigern. Bis 2030 wolle man zusammen mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen, sagte Technikvorstand Thomas Schmall am Montag. Die Fabriken sollen eine Kapazität von insgesamt 240 Gigawattstunden (GWh) haben. Bislang hatte der Konzern mit 150 GWh kalkuliert.
Volkswagen braucht die Fabriken, weil sieben von zehn Autos des Konzerns Ende des Jahrzehnts mit Elektroantrieb verkauft werden sollen. „E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden“, sagte Konzernchef Herbert Diess. Gemeinsam mit dem Start-up Northvolt entsteht eine Fabrik in Schweden. Northvolt beziffert das Auftragsvolumen dieses Projekts auf 11,7 Milliarden Euro.
Für die anderen Fabriken werden noch Standorte und Partner gesucht. Zudem will der Konzern eine neue Batteriezelle entwickeln, die leistungsfähiger und kostengünstiger sein soll als bisherige Produkte. VW will die Zelle in 80 Prozent aller Konzernmodelle einsetzen.
Mit seinen Plänen folgt VW dem Rivalen Tesla. Der plant, in Grünheide bei Berlin neben seiner E-Auto-Fabrik auch die bislang größte Zellproduktion der Welt aufzubauen. Nach Handelsblatt-Informationen soll der Bauantrag in Kürze eingereicht werden, der Produktionsstart 2022 erfolgen.