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Elektromobilität BMW erhöht den Druck auf die Batteriezulieferer

Elektroautos sollen günstiger werden. BMW will seine Zulieferer darum dazu bringen, die Preise und den CO2-Ausstoß bei der Produktion zu senken.
10.12.2020 - 10:10 Uhr 1 Kommentar
Die Elektroautos der Münchener sollen günstiger werden. Quelle: dpa
BMW-Chef Oliver Zipse

Die Elektroautos der Münchener sollen günstiger werden.

(Foto: dpa)

München BMW will die Kosten und den CO2-Ausstoß bei der Produktion von Elektrofahrzeugen vor allem durch Druck auf seine Batteriezulieferer senken. Weil die Kosten von Elektroantrieben zum Großteil auf Batteriezellen entfielen, liege dort auch das größte Einsparpotenzial, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. „Die Preise sind nach unserem Geschmack noch zu hoch, und die Preise müssen weiter nach unten.“

Der Münchner Autobauer hat sich die für Batterien benötigten Zellen bei den Lieferanten Northvolt, CATL Samsung SDI und LG Chem gesichert. Bei ihnen dringt BMW wie auch bei anderen Zulieferern auf Produktion etwa mit „grünem“ Strom aus erneuerbaren Energiequellen, um den hohen CO2-Ausstoß bei der Zellenproduktion zu senken.

Der Autobauer will diese Emissionen je produziertem Fahrzeug in der Lieferkette von 2019 bis 2030 um 20 Prozent senken, obwohl der Wert wegen der energieaufwendigen Batterieherstellung eigentlich um 40 Prozent steigen würde.

Mit Hilfe der angestrebten Kostensenkungen bei Zulieferern will BMW auch dafür sorgen, dass der eigene Wertschöpfungsanteil bei Elektrofahrzeugen langfristig nicht niedriger ausfällt als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Der Wertschöpfungsanteil der Lieferanten betrage traditionell rund 70 Prozent, sagte Wendt. Der Anteil steige zwar gegenwärtig aufgrund der teuren Komponenten für Elektrofahrzeuge, solle aber durch Einsparungen wieder auf das gewohnte Niveau verringert werden.

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    Auf die Frage nach einem drohenden Handelschaos bei einem ungeordneten Ende der Brexit-Übergangsphase am 31. Dezember reagierte Wendt betont gelassen. Der Autobauer, zu dessen wichtigsten Produktions- und Absatzmärkten Großbritannien gehört, habe in Brexit-Fragen bereits Routine. „Wir sind sicher, dass wir das auch diesmal hinbringen würden, wenn's denn stattfindet“, sagte der Einkaufsvorstand. Sich selbst habe BMW erneut mit Lagerbeständen und Transportmöglichkeiten vorbereitet. „Und wir haben keine einzige Firma bei den Zulieferern, wo wir das im Moment kritisch sehen würden.“

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    • rtr
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    1 Kommentar zu "Elektromobilität: BMW erhöht den Druck auf die Batteriezulieferer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ach wie süß.
      In einem Verkäufermarkt, in dem sich 20 Autohersteller um die wenigen Batterien prügeln mach BMW Druck auf die Zulieferer. So so.
      Die Kollegen von LG, Panasonic, CATL usw. werden das lustig finden.
      Warum redet BMW also solch einen Unsinn?
      1. Sie sind es gewohnt. 50 Jahre haben die dt. Autohersteller ihre Zulieferer ausgedrückt, wie einen nassen, später dann allenfalls feuchten, Schwamm. Die Umstellung fällt auch in diesem Punkt schwer.
      2. Es soll mal wieder der Sündenbock gefunden werden, dafür, dass man 7 Jahre auf dem Schlauch stand. Als "Consumer Report", das US Stiftung Warentest, im Juli 2013 das Tesla Model S zum besten Auto "ever testet" erklärt haben, hat man in München es ersten nicht zur Kenntnis genommen, zweitens herzlich gelacht und drittens es fürderhin ignoriert. Das ein Silicon Valley Startup gute Autos baut war undenkbar. Der Einfluss auf die Politik war so groß, dass man immer annahm mit ein paar kleinen Verbesserungen durch zu kommen. Wie in all den Jahren.
      Noch vor einem Jahr hat BMW erklärt, es werde noch 10 Jahre Verbrenner geben. Vor einem halben Jahr hat man noch die Fits All-Platformpolitik als überlegen bezeichnet.
      Heute muss man einsehen, aber sagt es natürlich nicht, dass Tesla mit Kompromissen nicht einzuholen ist. Also, statt mal endlich Gas zu geben, macht man "Druck" auf die Zulieferer.
      BMW denkt das Problem lässt sich mit den alten Mitteln lösen. Das wird noch ein böses erwachen geben. Ob dann deren Buddys Söder und Scheuer helfen können?
      Ich denke das nicht.

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