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Shared Mobility Daimler-Chef Källenius: Carsharing bleibt ein Wachstumsmarkt

In der Coronakrise kürzen viele Hoffnungsträger der Shared Mobility ihr Angebot. Daimler-Chef Ola Källenius setzt darauf, dass der Markt zurückkommt.
18.11.2020 Update: 18.11.2020 - 14:06 Uhr Kommentieren
Der Konzernchef hofft, dass die Mobilitätsdienste perspektivisch profitabel arbeiten. Quelle: Reuters
Daimler-Chef Ola Källenius

Der Konzernchef hofft, dass die Mobilitätsdienste perspektivisch profitabel arbeiten.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Das Nutzen von Autos über Mobilitätsdienste wird nach Ansicht von Daimler-Chef Ola Källenius trotz des Rückschlags durch die Corona-Krise ein Wachstumsmarkt bleiben. Die Pandemie sei ein „schwarzer Schwan“ - also ein Störfaktor - für Fahrdienste und Car-Sharing, erklärte Källenius am Mittwoch auf einem digitalen Kongress der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ (ams) in Stuttgart. „Das ändert nichts daran, dass Shared Mobility ein Marktsegment ist, das in Zukunft wachsen wird.“

Allerdings müssten die Geschäftsmodelle, die Daimler und BMW im Joint Venture Yournow betreiben, finanziell auf eigenen Beinen stehen können und Gewinn abwerfen. Bis jetzt habe es für alle kleinen und großen Anbieter auf dem Markt ein Jahrzehnt der Investitionen gegeben. „Das Ernten kommt vielleicht in der nächsten Dekade.“

Kein Anlass zu Euphorie über das Geschäftsmodell gibt auch eine Umfrage des Beratungsunternehmens MHP in den 15 größten Städten. Die Mobilitätsangebote seien 80 Prozent der Befragten bekannt, aber nur 16 Prozent nutzten sie, erklärte Marcus Willand, Partner bei dem Porsche-Tochterunternehmen MHP, auf dem ams-Kongress.

Die Frage nach künftigem Interesse an den Diensten lasse keinen deutlichen Anstieg der Nutzer erwarten. „Eine Herausforderung beim Car-Sharing ist, wie pfleglich mit den Fahrzeugen umgegangen wird“, sagte Willand. Sprich: Schmutz auf dem Sitz oder kalter Zigarettenrauch im Auto ist nicht gerade einladend. Gemeinsames Fahren mit fremden Menschen sei für viele keine angenehme Vorstellung.

Nicht hilfreich ist es außerdem, wenn ein Kunde zig verschiedene Apps benutzen und sich jedes Mal wieder mit Zahlungsdaten registrieren muss. Sie müssten auf einer Plattform mit nur einem Zugang gebündelt werden. „Wenn wir nicht verstehen, wie digitales Plattformgeschäft funktioniert, werden wir keine nachhaltige Mobilität schaffen.“

Gesucht: ein Käufer für Parknow

Auch Audi-Chef Markus Duesmann sagte, es habe einen Hype um Mobilitätskonzepte gegeben. „Der Hype ist ein bisschen abgekühlt.“ Audi selbst hat keinen Mobilitätsdienst, will Duesmann zufolge aber den Markt beobachten. Die Konzernmutter Volkswagen bietet unter der Marke Moia Elektro-Sammelbusse und andere Dienste in Hamburg und Berlin an sowie Car-Sharing von E-Autos über die Tochter Weshare.

Daimler und BMW haben in ihrem Gemeinschaftsunternehmen Car-Sharing, Chauffeurdienste, Taxivermittlung und Apps für die Suche nach Verbindungen in öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln, nach Parkplätzen oder elektrischen Ladesäulen gebündelt. Insidern zufolge sind die Autobauer im Gespräch mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber über einen Kauf oder eine Beteiligung am Taxi- und Chauffeurvermittler Freenow.

Auch für die Parkplatzsuch-App Parknow wird nach einem Käufer Ausschau gehalten. Daimler und BMW haben schon viel Geld in die Dienste gesteckt, bisher aber damit keinen Gewinn gemacht. Angesichts des Finanzdrucks durch die Corona-Krise und die Wende zur Elektromobilität ist fraglich, ob sie an den defizitären Mobilitätsdiensten festhalten.

Mehr: Kommentar: Daimler und BMW sollten alle ihre Mobilitätsdienste verkaufen – außer Free Now

  • rtr
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