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Tesla Elon Musk schließt Fusion mit anderen Autoherstellern nicht aus

Tesla-Chef Musk zeigt sich bei der Verleihung des Axel Springer Awards in Berlin offen für Deals mit anderen Autoherstellern. Schon fürs das nächste Jahr verspricht er autonome Autos.
01.12.2020 Update: 01.12.2020 - 22:33 Uhr 4 Kommentare
Mit der Fertigstellung der Tesla-Fabrik in Grünheide will der Chef des weltgrößten E-Auto-Bauers mehr Zeit in Deutschland verbringen. Quelle: AFP
Elon Musik bei der Verleihung des Axel Springer Awards in Berlin

Mit der Fertigstellung der Tesla-Fabrik in Grünheide will der Chef des weltgrößten E-Auto-Bauers mehr Zeit in Deutschland verbringen.

(Foto: AFP)

Düsseldorf, Berlin Tesla-Chef Elon Musk schließt ein Zusammengehen des Elektroauto-Anbieters mit traditionsreichen Herstellern aus der Branche nicht grundsätzlich aus. „Wir werden definitiv keinen feindlichen Übernahmeversuch starten“, sagte Musk am Dienstag bei der Verleihung des Axel Springer Awards in Berlin.

Aber wenn ein Konkurrent mit einem Vorschlag auf Tesla zukommen sollte, werde man darüber reden. Tesla ist mit dem Trend zur Elektromobilität zum mit Abstand wertvollsten Autobauer der Welt mit einem Marktwert von rund 550 Milliarden Dollar geworden.

Die Äußerungen machte Musk vor einer handverlesenden Schar von Politikern und Managern, darunter Siemens-Chef Joe Kaeser und Investorin Verena Pausder. Gesundheitsminister Jens Spahn hielt die Laudatio.

Die meiste Zeit sprach Musk über autonome Fahrtechnik. Schon in einem Jahr sollen Teslas völlig autonom fahren können. „Wir verfügen über Milliarden von autonom gefahrenen Kilometern“, sagte Musk. Im Vergleich zum herkömmlichen Fahren sei es „massiv“ sicherer.

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    Allerdings sind sich Experten weitgehend einig, dass vollautomatisierte Roboterautos erst in ferner Zukunft über die Straßen fahren werden – wenn überhaupt. Doch Musk ist sich sicher: „Alle neuen Autos fahren in zehn Jahren vollständig autonom.“ Davon sollen 70 bis 80 Prozent elektrisch angetrieben sein. „Autonom und elektrisch, das ist die Zukunft.“

    Musk ist bekannt für seine kühnen Ansagen. Schon im Juli 2020 versprach Musk auf der World Artificial Intelligence Conference in Schanghai, dass Tesla zum Jahresende das sogenannte Level Fünf erreicht – ein völlig autonomes Fahrzeug, das mit allen Situationen im Verkehr klarkommt und kein menschliches Eingreifen braucht.

    Musk: Aufsichtsbehörden in Europa sind die konservativsten

    Zu Recht bezeichneten damals Experten wie Tim Urquhart vom US-Forschungsinstitut IHS Markit die Ankündigung als „gewagt“. Zwar testet Tesla seitdem die Beta-Version „Fully Self Driving“ (FSD) seines Autopiloten, der aber weit vom selbstfahrenden Fahren entfernt ist. „Selbst wenn Tesla die Technologie herstellen kann“, sagte Urquhart, „sind die Aufsichtsbehörden in allen wichtigen Märkten noch lange nicht so weit, völlig autonome Fahrzeuge auf den Straßen zuzulassen.“

    Vor allem deutsche Tesla-Fahrer können laut Musk erst später damit rechnen. Die Aufsichtsbehörden in Europa seien die konservativsten, würden sich nur „alle sechs Monate“ treffen, sagte Musk. „Aber in manche Regionen in der Welt können nächstes Jahr die Autos völlig autonom fahren.“

    Bis alle Autos in der Welt sich auf dem technischen Level bewegen, dauert es laut Musk allerdings bis 2050. Seine Rechnung: Es gebe zwei Milliarden Autos in der Welt, jedes Jahr würden 100 Millionen oder fünf Prozent neu gekauft. Wenn ab 2030 alle neu verkauften Fahrzeuge selbst fahren können, dauerte es „weitere 20 Jahre“, bis alle ausgetauscht sind, wie Musk vorrechnete.

    Musk sagte, er habe nichts gegen das Fahren an sich. „Auf einer kurvigen Landstraße macht das Spaß“, sagte Musk. Ganz anders sei das im Pendlerverkehr mit Stau, in Kalifornien würden die Menschen zwei Stunden am Tag damit verschwenden. „Ziemlich verrückt.“

    Mit der Fertigstellung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin werde er mehr Zeit in Deutschland verbringen, sagte Musk. Die US-Firma will in dem Werk vom kommenden Sommer an bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr bauen.

    Zusammengestellt mit Material von dpa

    Mehr: Deutschland wird zum Batteriezentrum Europas – Das sind die fünf Gründe.

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    4 Kommentare zu "Tesla: Elon Musk schließt Fusion mit anderen Autoherstellern nicht aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Andre Peter
      Ich habe zwar die Ironie Ihrer Beiträge verstanden.
      Aber
      Hinter jedem Spaß steckt auch immer ein Funken ernst. Deshalb greife ich den Gedanken der Übernahme der gesamten europäischen Automobilindustrie mal hier auf.
      Elon Musk/Tesla wäre vom Fisch bespuckt, würde er eine marode Industrie übernehmen, deren Abwicklungskosten sie daran hindert den Umbruch in die Neuzeit zu meistern. Beim Elektroauto hinken sie hinterher, aus der Zukunftstechnologie des autonomen Fahrens hat man sich vollends verabschiedet.

      Einfacher ist es für Tesla sich an der Börse mit frischem Geld zu bedienen. Die letzte Kapitalerhöhung um 5 Milliarden € hat den Kurs, trotz der dadurch einhergehenden Verwässerung der Aktien, nicht beeinflusst. Man stelle sich vor Mercedes oder BMW würden für 5 Milliarden neue Aktien ausgeben. Das würde zu einem Einbrechen des Kurses führen. Deshalb steht diese Option für die deutschen Hersteller nicht offen. Sie müssen sich weiter verschulden (BMW 120 Milliarden, Daimler 169 Milliarden).
      Gerade im Hinblick auf die Aufnahme in den S&P 500 entsteht ein Bedarf an Aktien im Werte von aktuell 35 Milliarden €. Um den Kurs nicht völlig durch die Decke gehen zu lassen wäre es geradezu ein Akt der Vorsorge wenigstens 20 Milliarden neue Aktien auszugeben. (Denken Sie an meine Worte das wird noch passieren). Mit 20 Milliarden zusätzlich zu den 12 Milliarden die man schon auf dem Konto hat, könnte man 5 neue Fabriken bauen und 3 neue Modelle entwickeln.
      Statt sich ernsthafte Sorgen um den Automobilstandort Deutschland zu machen werden hier kleine Witzchen gemacht. Oder handelt es sich hierbei um das Pfeifen im Walde?
      Es wäre jedenfalls mal dringend Zeit direkt den Realitäten ins Gesicht zu schauen. Stattdessen höre ich nur das in der Suppe der Elektromobilität noch das eine oder andere Haar gefunden wird. Glückwunsch: wenn Sie das nächste finden Rahmen sie sich sein es hat vielleicht historische Bedeutung.

    • Das Management könnten die Samwer-Brüder übernehmen. Die könnten den Altaktionären ein großzügiges Rückkaufangebot machen.

    • Und für das Management der Übernahme schlage ich Baumann von Bayer vor, er konnte schon immer sehr gut die amerikanischen Interessen vertreten!

    • Teslas Börsenwert von 550 Milliarden Dollar sollte Tesla befähigen die gesamte europäische Automobilindustrie zu übernehmen. Wäre das nicht schön (aus der ideologischen Sicht der EU Politik), endlich übernimmt mal ein fähiger Musk die Führung in der so unqualifizierten europäischen Automobilwelt?

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