Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Flottenmanagement

Unu-Report Der Markt für Elektro-Moped-Sharing profitiert von der Coronakrise

Der Corona-bedingte Trend zum Individualverkehr stärkt das Geschäft der Moped-Sharing-Anbieter. Vor allem in Deutschland wächst der Markt.
26.11.2020 - 08:03 Uhr Kommentieren
Das Berliner Start-up verleiht Elektroroller – und freut sich über einen wachsenden Markt. Quelle: unu
Unu-Moped

Das Berliner Start-up verleiht Elektroroller – und freut sich über einen wachsenden Markt.

(Foto: unu)

Düsseldorf Für die Sharing-Anbieter von Elektromopeds ist 2020 ein gutes Jahr: Die Nachfrage hat so stark zugenommen wie noch nie. Seit Ende vergangenen Jahres ist die weltweite Anzahl der Leih-Scooter von 66.000 auf 104.000 Stück gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 58 Prozent, zeigt der neue Marktreport des Berliner E-Mobilitätsunternehmens Unu. Noch vor drei Jahren waren lediglich 10.000 Sharing-Mopeds auf den Straßen unterwegs.

Den Trend hin zu Sharing-Modellen erklären sich die Studienmacher vor allem mit der Coronakrise. Die Pandemie verändere die Art und Weise, wie sich Menschen fortbewegen. Menschen meiden aus Angst vor einer Corona-Infektion in diesem Jahr zunehmend Fahrten mit dem öffentlichen Personennahverkehr – die Betreiber verzeichnen Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe. Der Trend geht derzeit wieder in Richtung Individualverkehr.

Davon profitieren auch die Anbieter für Sharing-Mopeds wie beispielsweise Emmy und Tier, die größten Anbieter in Deutschland. Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Nutzer weltweit von fünf auf neun Millionen.

22 Länder hat das E-Mobility-Unternehmen Unu in seine Analyse einbezogen. Dabei zeigt sich: Für den Markt ist Europa am bedeutendsten. Nur 18 der insgesamt 122 Städte, in denen es Moped-Sharing-Angebote gibt, liegen außerhalb Europas.

Mit Abstand am verbreitetsten sind Moped-Leihangebote in Deutschland: Knapp ein Fünftel aller Städte, in denen es solche Roller-Verleihsysteme gibt, befinden sich in der Bundesrepublik. Die deutsche Flotte besteht aus insgesamt 7000 Mopeds. „Moped Sharing ist in Deutschland breit akzeptiert“, bilanziert auch der Fahrzeughersteller Unu in seinem Marktreport. Sogar manche Stadtwerke griffen auf die Angebote zurück.

Die Branche zeigt sich optimistisch, dass sich das Wachstum auch im kommenden Jahr fortsetzt. Darauf setzt auch das E-Scooter-Start-up Tier, das im Frühjahr den Fuhrpark von Coup übernommen hatte. Coup war der Elektroroller-Verleih des Autozulieferers Bosch, der den Betrieb Ende 2019 nach nur drei Jahren eingestellt hatte.

Tier-Chef Lawrence Leuschner freut sich indes über den Zukauf. Denn durch die größere Produktpalette ergäben sich Synergieeffekte: „Die Integration der E-Mopeds hat uns eine schnellere Erweiterung unserer Zielgruppe ermöglicht. Knapp die Hälfte der Moped-Nutzer sind als neue Kunden zu Tier gekommen“, sagt Geschäftsführer Leuschner.

Mehr: Berliner E-Scooter-Start-up Tier ist auf dem Weg zum Einhorn.

Startseite
Mehr zu: Unu-Report - Der Markt für Elektro-Moped-Sharing profitiert von der Coronakrise
0 Kommentare zu "Unu-Report: Der Markt für Elektro-Moped-Sharing profitiert von der Coronakrise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%