25 Cent mehr pro Rezept Höhere Honorare für Apotheker von 2013 an

200 Euro für einen geleisteten Notdienst und 25 Cent mehr für ein eingelöstes Rezept – so sieht die Honorarerhöhung für die Apotheker aus. Doch die wollen mehr: Einen Euro pro verordnetes Medikament fordern sie.
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Logo der Apotheken in Deutschland. Die Apotheker bekommen 2013 höhere Honorare. Quelle: dpa

Logo der Apotheken in Deutschland. Die Apotheker bekommen 2013 höhere Honorare.

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BerlinDeutschlands Apotheker können mit höheren Honoraren im kommenden Jahr rechnen. Das Bundesfinanzministerium gab für die Pläne grünes Licht. "Das Ergebnis einer gründlichen Prüfung ist nun, dass wir den Entwurf mittragen können", sagte ein Ministeriumssprecher und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau". Die Honorare der Apotheker sollen 2013 um insgesamt 190 Millionen Euro steigen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zeigte sich unzufrieden.

Der Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Gesundheitsminister Daniel Bahr (beide FDP) sieht vor, dass Apotheker für die Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikaments künftig 25 Cent mehr bekommen: 8,35 Euro statt wie bisher 8,10 Euro. Bezahlen müssen das die Krankenkassen und damit die Versicherten.

Wie der saarländische Gesundheitsminister und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Andreas Storm (CDU), am Abend im "Saarländischen Rundfunk" sagte, sollen die Apotheker daneben etwa 200 Euro pro geleistetem Notdienst bekommen. Darauf habe sich die schwarz-gelbe Koalition in Berlin verständigt. Dies entspräche weiteren 120 Millionen Euro.

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6 Kommentare zu "25 Cent mehr pro Rezept: Höhere Honorare für Apotheker von 2013 an"

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  • an kognitiver: Kommt leider fuer Schlecker zu spaet.

  • Dieses kranke Gesundheitssystem ist Sozialismus pur, hier werden archaische Zunftsysteme, wie das der Apotheker künstlich am Leben gehalten. Völlige Liberalisierung ist hier zu fordern, keine Beschränkung mehr für Online-Apotheken, vielmehr Vertriebsmöglichkeiten über Drogeriemärkte etc.

  • "Es wird immer besser,dazu Arztpraxis Schließungen und Proteste,grundsätzlich sind solche leichte Tätigkeiten durchführbar auch ohne Lohnerhöhung und es besteht sogar ein Rest-Leistungsvermögen auf dem Arbeitsmarkt.Wenn nicht alle Tot sind.Ha,ha,ha.......

  • Als ich das letzte Mal ein Malariamedikament in der Apotheke kaufte, wollte ich auch eine Beratung. Antwort der Dame hinter dem Tresen: "Wie das Medikament eingenommen werden muss steht auf dem Beipackzettel".

    Bei einer solchen Beratung wäre mir eine Lieferung durch eine Online Apotheke lieber, da hoffentlich billiger.

  • Das verschriebene Medikament vom Rezept ablesen und über den Ladentisch schieben. Da sollte schon ein fetter Deckungsbeitrag drin sein.

  • Das es Apothekern insgesamt sehr schlecht geht, kann man ja bereits an den Kfz der Premiummarken die in dieser Zielgruppe sehr beliebt sind ablesen. Evtl. sollte man über einen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag für Apotheker mit Mittelklassefahrzeugen nachdenken. Damit sollte dann mindestens ein Porsche Turbo für jeden ApotherkerIn frin sein.

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