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3,2 Mrd. Dollar Buffetts Megagewinn enttäuscht Aktionäre

Warren Buffett hat es mit 81 Jahren noch voll drauf: Seine Investmentholding Berkshire Hathaway hat ihren Gewinn verdoppelt, dennoch fiel die Aktie leicht. Das Hauptthema blieb aber Buffetts Krebsleiden.
Update: 05.05.2012 - 12:16 Uhr 1 Kommentar
Buffet zeigt sich an einem früheren Aktionärstreffen seiner Holding Berkshire Hathaway. Quelle: ap

Buffet zeigt sich an einem früheren Aktionärstreffen seiner Holding Berkshire Hathaway.

(Foto: ap)

OmahaFür Starinvestor Warren Buffett gibt es auf der Hauptversammlung an diesem Wochenende etwas zu feiern: Die Investmentholding des Finanzgenies hat ihren Gewinn zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Sowohl die eigenen Tochterfirmen von einer Fast-Food-Kette über eine Chemiefirma bis hin zu einer Frachteisenbahn warfen mehr Geld ab, als auch Buffetts legendäre Finanzspekulationen.

Dennoch fiel die B-Aktie von Berkshire Hathaway nachbörslich leicht auf 80,60 Dollar. Denn Analysten hatten mit einem noch höheren Gewinn gerechnet. Die mit deutlich mehr Stimmrechten ausgestattete A-Aktie rührte sich nach Börsenschluss nicht mehr. Mit 121 950 Dollar pro Stück ist es teuerste Aktie der Welt.

Insgesamt kam die Holding Berkshire Hathaway im ersten Quartal auf einen Gewinn von unterm Strich mehr als 3,2 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Konglomerat 1,5 Milliarden Dollar verdient. Damals hatten unter anderem die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie Überschwemmungen in Australien das wichtige Versicherungsgeschäft schwer belastet.

An diesem Samstag treffen sich die Anteilseigner in Buffetts Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Wie jedes Jahr dürfte die Hauptversammlung eher einem Jahrmarkt gleichen, auf dem sich die Firmen des Buffett-Imperiums vorstellen, und auf dem die Anteilseigner ihre Ikone Warren Buffett feiern. Sie nennen ihn wegen seines fast untrüglichen Riechers fürs Geldverdienen auch „Das Orakel von Omaha“.

Auch wenn die Geschäfte florieren, könnte die Stimmung in diesem Jahr eingetrübt sein. Denn der 81-jährige Buffett hatte vor drei Wochen öffentlich gemacht, dass er Prostatakrebs hat, wenn auch in einem sehr frühen Stadium. Buffett versicherte zwar, er habe keine Beschwerden: „Ich fühle mich großartig, als ob ich gesund wäre.“ Doch sogleich kochte die Diskussion um Buffetts Nachfolge wieder hoch. Es gibt einen Kandidaten, der Name ist aber geheim.

Sein Haus, sein Friseur, seine Aktionäre
File photo of investor Warren Buffett arriving for the premiere of the film "Wall Street: Money Never Sleeps" in New York
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Der Mann um den sich derzeit alles dreht: Warren Buffett. An diesem Wochenende hat er zur jährlichen Aktionärsversammlung seiner Firma Berkshire Hathaway in Omaha, Nebraska geladen. Trotz seiner Erkrankung an Prostatakrebs sei er voller Energie, teilte der 81-Jährige Milliardär mit.

(Foto: Reuters)
A sign featuring a photo of Chairman Warren Buffett welcomes Berkshire Hathaway shareholders to a picnic during the BH annual meeting in Omaha
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Willkommen Aktionäre! An diesem Wochenende findet die Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway in Nebraska statt. Auf dem Willkommensplakat vom letzten Jahr lächelt US-Investor Warren Buffet seinen Gäste noch munter zu. Beim diesjährigen Aktionärstreffen stehen er und seine Gesundheit im Mittelpunkt: Seit bekannt ist, dass der Milliardär an Prostatakrebs erkrankt ist, wird heftig über seine Nachfolge debattiert. Dabei wären auch die fallenden Aktienwerte eine Diskussion wert.

(Foto: Reuters)
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Ein Vertrauter Buffetts: Friseur Stan Docekal schneidet dem 81-Jährigen Milliardär seit fast 20 Jahren alle paar Wochen die Haare. Bevorzugt an einem ruhigen Samstagmorgen. Auch Docekal weiß um die Krankheit des Investors: „Sicher, man merkt, dass es ihm nahe geht“, sagt er. Der ebenfalls 81-Jährige betreibt einen kleinen Friseurladen im Kellergeschoss der Zentrale von Berkshire Hathaway. „Äußerlich wirkt er gesund und munter“, so Docekal. Er sei überzeugt, dass Buffett genau wisse, was er tue. Wenn er glaube, dass es ihn beeinträchtigt, wird Buffett damit sicher an die Öffentlichkeit gehen.

Foto: Rolf Benders

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Stan Docekal ist seit fast 20 Jahren Buffetts Friseur. Er gehört mit seinen 81 Jahren noch zur alten Schule und wickelt das Gesicht seiner Kunden vor der Rasur in ein heißes Handtuch.

Foto: Rolf Benders

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Rückzugsort: Im Steakhaus „Gorat's“ isst Warren Buffett mehrmals im Monat. Das Lokal ist sein Lieblingsrestaurant. Er ging mit dem Gründer Paul Gorat schon zur Schule. Kein Wunder, dass das Restaurant an diesem Wochenende zur einer wahren Pilgerstätte der Buffett-Fans wird.

Foto: Rolf Benders

Steve Branecky
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Hat Grund zur Freude: Steve Branecki. Er ist der Manager des Steakrestaurants „Gorat's“. Branecki freut sich immer, wenn Buffett zu Gast ist: „Er kommt wie immer mit ein paar Freunden, setzt sich ruhig in die Ecke und isst sein Steak“. Über den Gesundheitszustand Buffetts macht sich Branecki keine Sorgen: „Auf mich wirkt er wie immer“. Und er muss es wissen, schließlich kennt er Buffett seit 37 Jahren.

Foto: Rolf Benders

Buffetts Wohnhaus
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Warren Buffett lebt immer noch in dem Haus, das er 1958 für 31.500 Dollar gekauft hat. Es liegt im eher mittelständisch geprägten Vierten „Happy Hollow“ von Omaha, nur wenige Autominuten vom Firmensitz von Berkshire Hathaway entfernt. Das Haus ist frei zugänglich und liegt direkt an der Straße. Wachpersonal sucht man vergeblich.

Vieles deutet darauf hin, dass der fürs Rückversicherungsgeschäft von Berkshire Hathaway zuständige Ajit Jain der neue Chef von Berkshire Hathaway wird. Allerdings wird der neue Berkshire-Chef die Macht teilen müssen: So hat Buffett im vergangenen Jahr die beiden Investmentexperten Todd Combs und Ted Weschler eingestellt, um ihm bei seinen Finanzmarktgeschäften unter die Arme zu greifen.

Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze von Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden Textilhersteller eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Zu dem Imperium gehören neben den rund 80 eigenen Tochterfirmen auch große Aktienpakete an Konzernen wie Coca-Cola, IBM oder Munich Re, der ehemaligen Münchener Rückversicherung. An der Börse ist die Holding mehr als 200 Milliarden Dollar schwer - mehr als doppelt so viel wie Deutschland teuerster börsennotierter Konzern Siemens.

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  • dpa
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