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30 von 89 Karstadt will von Filialverkauf nichts wissen

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Die „Lebensmittel Zeitung“ schreibt, die nun zum Verkauf stehenden Warenhäuser würden von den britischen Finanzinvestoren Hilco und Dawnay Day übernommen, die bereits im vergangenen Jahr 74 kleine Karstadt-Filialen übernommen hatten. „Das Unternehmen bereinigt nun sein Netz abermals und behält nur noch die Topstandorte“, zitiert das Blatt einen namentlich nicht genannten Warenhaus-Manager. Die britischen Investoren selbst wollten den Kauf auf Anfrage nicht bestätigen.

Hintergrund der weiteren Reduzierung des Warenhaus-Bestands seien angesichts der Bankschulden „schlichtweg“ fehlende Finanzen, um sich noch ein so umfangreiches Filialnetz leisten zu können, schreibt die „Lebensmittel Zeitung“ unter Berufung auf „Branchenkenner“. In diesem Jahr stünden kaum mehr als 150 Mill. Euro für Investitionen zur Verfügung. Allein der bis 2007 geplante Ausbau des KaDeWe in Berlin koste rund 47 Mill. Euro. Das Haus in Wiesbaden habe 48 Mill. Euro verschlungen. Immerhin könne Karstadt nun hoffen, in den verbliebenen Filialen deutlich steigende Erträge zu erwirtschaften, so die Zeitschrift.

Die 74 kleinen Warenhäuser mit Verkaufsflächen zwischen 2 000 und 8 000 Quadratmetern waren bereits zum Jahresbeginn 2005 von Karstadt-Quelle in eine eigene Gesellschaft unter dem Namen „Karstadt Kompakt“ ausgegliedert worden. Standort-Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfalen, Berlin sowie der Norden Deutschlands.

Nach wochenlangen Verhandlungen mit mehreren Interessenten erhielten schließlich Hilco und Dawnay Day für einen Kaufpreis von rund 500 Mill. Euro den Zuschlag. Aus dem zunächst in die Diskussion gebrachten Paket von 77 Warenhäusern waren zuvor zwei Häuser an Kaufland veräußert worden. Das zu den kleinen Häusern zählende Karstadt-Stammhaus in Wismar blieb ebenso wie 89 großen Warenhäuser mit Verkaufsflächen von mehr als 8 000 Quadratmetern bei Karstadt-Quelle.

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