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50 Jahre Metro „Für die Mitarbeiter war das befremdlich“

Ein 50-jähriges Jubiläum sollte Grund zur Freude sein. Doch der Ex-Dax-Konzern Metro ist zum Geburtstag seiner Cash&Carry-Märkte nicht gerade in Feierlaune. Bei so mancher Expansion griff das Unternehmen daneben.
27.10.2014 - 15:54 Uhr Kommentieren
Ein Metro-Park in Wien in den 1970er Jahren: Am Montag feiert das Unternehmen 50 Jahre Cash&Carry-Märkte. Grund zur Freude gibt es derzeit aber wenig. Quelle: dpa

Ein Metro-Park in Wien in den 1970er Jahren: Am Montag feiert das Unternehmen 50 Jahre Cash&Carry-Märkte. Grund zur Freude gibt es derzeit aber wenig.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Jubiläum bei der Metro: Am Montag ist es nach Unternehmensangaben genau 50 Jahre her, dass der erste Großmarkt des Handelsriesen in Mülheim an der Ruhr seine Tore öffnete. Inspiriert von Cash&Carry-Märkten in den USA bot das am 27. Oktober 1964 eröffnete Geschäft gewerblichen Kunden auf 14.000 Quadratmetern gegen Barzahlung nicht nur Lebensmittel, sondern auch diverse andere Artikel zum Mitnehmen und wurde damit zur Keimzelle eines der größten deutschen Handelskonzerne.

„Das war damals eine tolle Idee“, sagt der Handelsexperte Thomas Roeb von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. „Das Unternehmen bot den Gastronomen und Einzelhändlern der Wirtschaftswunderzeit die Möglichkeit, ihren Warenbedarf effizient und preiswert zu decken. Das war eine Marktlücke und sie waren damit sehr erfolgreich.“

So expandierte das Unternehmen rasch. Schon vier Jahre nach der Eröffnung wagte die Metro den Schritt ins Ausland. Heute betreibt der Konzern mehr als 750 Großmärkte in 28 Ländern. Selbst in Russland, Indien, China und Japan finden sich Filialen.

Doch beschränkte sich die Metro nicht lange auf den Großhandel. Schon 1980 beteiligte sich das Unternehmen am Warenhauskonzern Kaufhof. Dessen Chef Lovro Mandac erinnert sich noch heute daran, dass dies im Warenhaus nicht bei allen gerne gesehen wurde. „Für die Mitarbeiter war das befremdlich. Sie empfanden das in etwa so, als kämen sogenannte Kastenschieber aus Düsseldorf in das vornehme Warenhaus“, erzählt er.

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    Später kamen teils durch Fusionen, teils durch Übernahmen auch noch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, sowie die Real-Supermärkte dazu. Auch die Praktiker-Baumärkte und die Textilhandelskette Adler gehörten zeitweise zum Konzern. Das machte die Metro über viele Jahre zum größten Handelskonzern Deutschlands.

    Doch entpuppten sich die Ausflüge in andere Gefilde längst nicht immer als nachhaltige Erfolgsgeschichten. „Zum Teil sind sie in Vertriebsformen eingestiegen, die ihren Höhepunkt überschritten hatten wie die Kaufhäuser“, sagt Roeb.

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