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A1 Mobil Hedgefonds nehmen Autobahnbetreiber ins Visier

A1 Mobil droht die Pleite. Zahlreiche Finanzinvestoren scheinen sich allerdings stark für den Autobahnbetreiber zu interessieren. Sie wollen die Kredite der Gläubigerbanken übernehmen.
09.09.2017 - 11:44 Uhr Kommentieren
Dem Autobahnbetreiber droht die Pleite. Quelle: dpa
A1 Mobil

Dem Autobahnbetreiber droht die Pleite.

(Foto: dpa)

Berlin Die drohende Pleite des privaten Autobahnbetreibers A1 Mobil ruft einem Medienbericht zufolge Hedgefonds auf den Plan. 20 bis 30 Finanzinvestoren hätten bereits Interesse daran angemeldet, Kredite der Gläubigerbanken zu übernehmen und damit Forderungen der Gesellschaft an die Bundesregierung einzutreiben, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Dazu sollen die US-Firmen Aurelius Capital Management und Davidson Kempner gehören.

Deutsche Banken ziehen sich den Angaben nach aus dem A1-Bankenkonsortium zurück. So hätte die Deka-Bank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, den Gläubigerkreis verlassen. Man habe „Szenarien gegeneinander abgewogen und den Verkauf im Hinblick auf die rechtlichen Unsicherheiten für wirtschaftlich sinnvoller“ gehalten, zitiert die Zeitung einen Deka-Sprecher.

Bei einem Einstieg von Akteuren wie Aurelius und Davidson Kempner drohe der Bundesregierung ein aggressiver Streit um die laufende 778-Millionen-Euro-Klage des Betreiberkonsortiums wegen ausbleibender Einnahmen. Die beiden Finanzfirmen hätten in den vergangenen Jahren einen Rechtsstreit um die Rückzahlung von Staatsschulden mit der Regierung von Argentinien ausgefochten, das Land zu Milliardenzahlungen und einem Sparkurs gezwungen.

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