A330neo Airbus rechnet erst im Sommer mit Erstflug

Der Erstflug des Langstreckenjets A330 des Flugzeugherstellers Airbus verzögert sich wohl bis zum Sommer. Mittlerweile liegen dem Konzern mehr als 150 Bestellungen für das neue spritsparende Modell vor.
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Die Neuauflage des 20 Jahre alten A330-Modells soll die Alternative zum großen Bruder A350 werden. Quelle: AFP
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Die Neuauflage des 20 Jahre alten A330-Modells soll die Alternative zum großen Bruder A350 werden.

(Foto: AFP)

ToulouseBeim Flugzeugbauer Airbus verzögert sich der Erstflug des neu aufgelegten Langstreckenjets A330. Dieser sei erst im Sommer zu erwarten, sagte der für das Programm zuständige Manager Didier Evrard am Dienstag. Grund seien Verzögerungen beim britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce. Bisher war der Erstflug für dieses Frühjahr geplant.

Die Endfertigung der ersten A330neo-Maschine hatte im September begonnen. Laut früheren Angaben hat Airbus Bestellungen für 186 Exemplare des Jets eingesammelt.

Vom belächelten Start-up zum Luftfahrtriesen
Meilenstein
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Bei Europas Flugzeugbauer Airbus liegt der Champagner bereit. Mit der Auslieferung der 10.000. Maschine steht an diesem Freitag (14.10.) in Toulouse ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des europäischen Luftfahrtriesen an. „Es wird ein sehr spezieller Tag für uns sein“, sagt Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath in Toulouse. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für dieses Jubiläum. Als vor mehr als 42 Jahren der allererste Airbus aus der Produktionshalle rollte, war kaum zu ahnen, dass jemals die Nummer „10.000“ auf der Kabine eines Jets prangen würde.

Die komplizierten Anfänge
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Damals noch als hoffnungsvoller, aber arg belächelter deutsch-französischer Unternehmensverband hatte der heutige Weltkonzern am 10. Mai 1974 seine erste Maschine – einen A300B2 – an Air France übergeben. „Am Anfang war Airbus noch ein recht kompliziertes Konglomerat, das mit einem Nischenprodukt auf den Markt kam“, sagt der Luftfahrt-Analyst der NordLB, Wolfgang Donie.

Konkurrenz
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Zwischen den Anfängen und der Jubiläumsmaschine steht eine stürmische Entwicklung. Airbus knackte nicht nur erfolgreich die Dominanz des US-Konkurrenten Boeing, sondern sorgte auch immer wieder mit technologischen Neuerungen für Aufsehen in der Luftfahrt-Branche.

Mit Gold und Glitter
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Vor den Kameras der Weltpresse werden diese Meilensteine bei der feierlichen Übergabe des Rekord-Jets mit der Jubiläums-Lackierung – eine A350 XWB für Singapore Airlines – mit viel Pomp gewürdigt werden. Der Großraumjet A350 gilt als Trendsetter, die asiatische Airline als treuer Airbus-Partner. Sie war Erstkunde des Großraum-Jets A380 und stand damit schon einmal in vorderster Linie bei einem dieser Meilensteine. Der A380 sollte Boeings Jumbo-Jet B747 übertrumpfen, dessen Produktionsende sich nun abzeichnet.

Die kleineren Trendsetter
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Doch auch Airbus musste dazu lernen: Die Giganten am Himmel sind nicht mehr so gefragt wie früher. Fluggesellschaften setzen heute verstärkt auf mittelgroße Langstreckenjets. Die Folge: Prall gefüllten Auftragsbüchern für kleinere Passagierjets steht bei Airbus eine schleppende Nachfrage nach seinen A380 gegenüber. Auch wenn Airbus mit Verweis auf die großen, überfüllten Drehkreuze deren Nutzen betont: Sie entwickelten sich längst zum Ladenhüter. Im Juli hatte der Hersteller wegen der schwachen Nachfrage nach dem Riesenflieger daher eine Produktionskürzung beschlossen.

Krisenbeständig
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Klar: Auch wegen der Turbulenzen um den Militärtransporter A400M oder aktuell einem stornierten polnischen Helikopter-Auftrag hat der Konzern gerade mit viel Wind von vorne zu kämpfen. „Aber das macht eben auch eine der Stärken von Airbus aus“, sagt Analyst Donie. „Das Unternehmen lernt aus seinen Fehlern – auch wenn das Geld kostet.“

Eine kleine Revolution
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Es setzte dabei immer wieder technische Akzente, die zwar zunächst umstritten waren, sich aber am Markt durchsetzten. Den Mikrokosmos der Luftfahrt wirbelte der Konzern mit einer revolutionierenden Entwicklung im Cockpit durcheinander, die Piloten zunächst in Befürworter und Gegner spaltete. Statt wie damals noch üblich per Steuersäule und Muskelkraft übertrug Airbus erstmals Steuerbefehle auf elektronischem Wege per Joystick. Diese „fly-by-wire“-Technik ist heute längst zum Standard in modernen Cockpits weltweit.

Die A330neo ist die Neuauflage des gut 20 Jahre alten Langstreckenjet-Modells A330. Mit dem verringerten Spritverbrauch soll der Flieger für Fluggesellschaften wieder attraktiver werden und eine kleinere Alternative zu dem jüngsten Großraumjet Airbus A350 darstellen.

  • dpa
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