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AB Inbev will SAB Miller Bier-Branche steht vor Megafusion

Prost! Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev will den Konkurrenten SAB Miller schlucken. Zusammen entstünde ein neuer Bier-Gigant. Was der Deal für Deutschland bedeuten würde.
16.09.2015 Update: 16.09.2015 - 14:52 Uhr 5 Kommentare
Zusammen mit SAB Miller würde der Konzern einen neuen Giganten schaffen. Quelle: AFP
Bier von AB Inbev

Zusammen mit SAB Miller würde der Konzern einen neuen Giganten schaffen.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Auf dem Biermarkt steht ein neuer Megadeal an: Der Beck's-Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev plant einen Zusammenschluss mit seinem größten Konkurrenten SAB Miller. Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev hat sein Interesse an einer Verbindung mit dem Branchenzweiten SAB Miller bestätigt. Es habe eine Kontaktaufnahme zum Vorstand des britischen Konkurrenten gegeben, meldete der Konzern am Mittwoch auf seiner Internetseite. Es sei aber nicht sicher, ob es ein konkretes Angebot für SAB Miller geben werde.

SAB Miller bestätigte, dass sie über die Absichten des Konkurrenten unterrichtet worden seien, aber noch keine weiteren Informationen über die Details erhalten hätten. Bis zum 14. Oktober hat AB Inbev nun Zeit, um ein festes Angebot vorzulegen. Zusammen würde die beiden Konzerne einen neuen Giganten schaffen, der es auf eine Börsenbewertung von rund 250 Milliarden Dollar bringen würde.

Die Investoren reagierten in einer ersten Reaktion begeistert: SAB Miller-Papiere verteuerten sich um bis zu 24 Prozent, so stark wie noch nie in der Firmengeschichte. Anheuser-Aktien kletterten um bis zu neun Prozent, sie waren zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt worden.

Seit Jahren gibt es bereits Gerüchte, dass Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev ein Auge auf SAB Miller geworfen hat, der unter anderem Pilsner Urquell produziert. Als Abwehrmaßnahme soll SAB Miller bereits Heineken ein Übernahmeangebot unterbreitet haben, was aber abgelehnt wurde. Die Nummer zwei am Brauerei-Markt betonte, dass weitere Details derzeit nicht genannt werden könnten und es nicht sichergestellt sei, dass es tatsächlich zu einer Offerte kommen werde.

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    AB-Inbev-Finanzvorstand Felipe Dutra hatte vergangenes Jahr die Gerüchte angeheizt, als er betonte, sein Unternehmen mit Sitz im belgischen Löwen sei „jederzeit bereit, sich Möglichkeiten anzuschauen, wann immer sie sich ergeben“.

    Eine Fusion mit dem Branchenzweiten SAB Miller, der es auf einen Börsenwert von umgerechnet knapp 70 Milliarden Euro bringt, dürfte jedoch auf Kartellprobleme stoßen. Vor allem in den USA dürfte eine Fusion für Widerstand unter den Wettbewerbshütern sorgen. AB Inbev hat in den Vereinigten Staaten einen Marktanteil von 46 Prozent, SAB Miller von 28 Prozent. Investoren gehen davon aus, dass sich die beiden Firmen von Teilen ihres Geschäfts trennen müssen, um das Okay von den Wettbewerbshütern zu bekommen.

    AB Inbev will Krombacher angreifen
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    5 Kommentare zu "AB Inbev will SAB Miller: Bier-Branche steht vor Megafusion"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die ansonsten hervorragenden HB-Journalisten scheinen bei diesem Bericht leider einen schwarzen Tag gehabt zu haben:
      1. gehört die Lübzer Brauerei nicht zu AB-Inbev sondern zu Carlsberg. AB-Inbev besitzt in Deutschland neben der Marke Beck's noch die überregionalen Marken Hasseröder und Franziskaner Weissbier und die inzwischen unbedeutende Marke Diebels Alt.
      2. ist es unseriös, aus dem Absatz eines Monats in der Bierbranche auf einen Trend schließen zu wollen. Im Biermarkt gibt es immer wieder starke monatliche Schwankungen, die am Wetter, der Lage der beweglichen Feiertage und Ferien, besonderen Events wie z.B. der Fußball-Weltmeisterschaft oder kurzfristigen Aktionen des Handels liegen können. Nur ein Vergleich über einen längeren gleitenden Durchschnitt hat eine gewisse Aussagekraft.
      3. ist es zwar korrekt, dass SAB-Miller in Deutschland nicht über einen allzugroßen Marktanteil verfügt. Die Brauerein in Enschede/Niederlande (Grolsch) und Pilsen/Tschechien (Pilsner Urquell) sind nur 10 bzw. 80 km von der deutschen Grenze entfernt und somit hervorragend geeignet, den deutschen Markt logistisch optimiert zu beliefern.

    • Liebes HB, hier kommentieren angemeldete HB-Leser also Ihre Kunden, wenn Sie etwas Strafwürdiges entdecken , sperren Sie doch einfach den account des Lesers.

      Wie gesagt, Ihr Argument kann mich nicht wirklich überzeugen . Ich muß hingegen eine Art von politischer Zensur in einer schwierigen Situation vermuten.

      Beste Grüße
      C.Falk

    • Geehrte HB Redaktion, ich finde dass die Löschung von zu beastandenden Kommentaren sich doch sehr in Grenzen hält also kann der Arbeitsaufwand auch kein ganz so großer sein, wie Sie vorgeben.

      Ich vermute, Sie haben Direktiven erhalten, denen Sie nachzukommen haben.

    • Sehr geehrter Herr Anderson,
      vielen Dank für Ihr Interesse. Die Kommentarfunktion ist bei einigen Themen ausgeschaltet, da sie einen hohen Moderationsaufwand erfordert. Wie Sie vielleicht wissen, sind Betreiber von Websites rechtlich verpflichtet, bestimmte Inhalte, die etwa zu Straftaten auffordern, zu entfernen. Wir haben uns entschieden, mehr Kraft in die journalistischen Inhalte zu stecken und daher die Kommentarmöglichkeiten teilweise zu beschränken.
      Sie können uns aber Beiträge auch zu diesen Themen über [email protected] übermitteln.

      Mit freundlichem Gruß
      Christoph Kapalschinski
      Redakteur Handelsblatt
      P.S.: Bitte aktualisieren Sie Ihre eMail-Adresse.

    • Einfach geil dieses DDR-Handelsblatt. Wie schön hier die Redaktion Meinungsfreiheit vortäuscht. Bei "Bier" und "Facebook" darf man kommentieren. Bei Sarrazin, AfD und verfehlter Flüchtlingspolitik wird die Kommentarfunktion abgeschaltet. Als junger Mensch mit etwas Ehre im Leib sollte man spätestens jetzt darüber nachdenken, ob man sich nicht besser einen neuen Arbeitgeber sucht, sofern man für das HB arbeitet. Wie viel Geld kann man euch schon zahlen, dass ihr euren Berufsethos als Journalist so verratet? Für einen Menschen mit Anstand und Moral gibt es garnicht so viel Geld auf der Welt, dass er sich so einfach kaufen lassen würde.

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