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Abertis und Autostrade Autobahnfusion geplatzt

Die geplante Fusion zwischen dem spanischen Autobahnbetreiber Abertis und dem italienischen Konkurrenten Autostrade ist abgesagt. Am Mittwoch hat die Aktionärsversammlung von Autostrade auf Anraten des Verwaltungsrats gegen den Zusammenschluss zum weltgrößten Mautstreckenbetreiber gestimmt. Gemeinsam hätten die beiden Unternehmen weltweit knapp 7000 Kilometer Autobahn betrieben und wären auf einen Umsatz von mehr als sechs Mrd. Euro gekommen.
Abertis-Hauptverwaltung in Barcelona. Quelle: ap

Abertis-Hauptverwaltung in Barcelona.

(Foto: ap)

MAILAND. Es seien „derzeit unüberwindbare Umstände aufgekommen, die die Umsetzung der Fusion verhindern“, ließen Autostrade und Abertis in einer gemeinsamen Mitteilung wissen. Gleichzeitig halten sich die beiden Unternehmen eine Hintertür offen: „Die Gesellschaften hoffen, dass in Zukunft die Bedingungen wieder hergestellt werden können, um das Projekt wieder in Betracht zu ziehen“, heißt es. Deshalb werde man den Dialog mit den Institutionen fortführen.

„Es ist so gekommen, wie wir es erwartet haben. Die Unternehmen hatten einen anderen Zeitplan als die Regierung“, kommentiert Kepler-Analyst Roberto Maresciallo das Scheitern, „es wäre unmöglich gewesen, sich vor Jahresende zu einigen“.

Abertis und Autostrade haben ihre Fusion bereits im Frühjahr angekündigt. Ursprünglich sollten Verwaltungsrat und Aktionärsversammlung von Autostrade am Mittwoch grünes Licht geben, um den Zusammenschluss vor Jahresende abzusegnen. Formal sollten die Aktionäre einer Sonderdividende zustimmen, die den Aktionären von Autostrade im Falle einer Fusion zugekommen wäre. Doch schon im Vorfeld war deutlich geworden, dass der Deal platzen würde.

Als Gründe für das Scheitern nennen Autostrade und Abertis die fehlende Autorisierung von Seiten der italienischen staatlichen Straßenbaugesellschaft Anas und die Forderungen nach Entschädigungszahlungen. Antonio Di Pietro, Infrastrukturminister der Mitte-Links-Regierung in Rom wirft Autostrade vor allem vor, zugesagte Investitionen in Höhe von zwei Mrd. Euro nicht getätigt zu haben. Sie waren Teil der Bedingungen, an die die Lizenz geknüpft war, die die Regierung 1997 im Zuge der Privatisierung Autostrade erteilt hatte. Zudem verlangte die Regierung, dass Autostrade die Konzession nicht einfach auf das neu entstehende Unternehmen übertragen kann, sondern dass die italienische Regierung die Konzession neu vergeben muss.

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