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Carsten Spohr

Der Lufthansa-Chef will, dass seine Belegschaft jünger und digitaler wird.

(Foto: AP)

Abfindungen für ältere Mitarbeiter Lufthansa plant groß angelegten Personalumbau

Die Lufthansa will ihre Belegschaft verjüngen. Altgediente sollen gehen und durch digital denkende Mitarbeiter ersetzt werden.
19.04.2018 Update: 19.04.2018 - 16:23 Uhr 4 Kommentare

Düsseldorf Im Zuge des technischen Wandels sucht die Lufthansa Personal mit umfangreichen Digitalkenntnissen und will sich zugleich von Beschäftigten vor allem in der Verwaltung trennen. Bestimmte Mitarbeiter bekämen ein Abfindungsangebot, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Zunächst hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet. Arbeitsdirektorin Bettina Volkens habe ein entsprechendes Programm dazu in der vergangenen Woche auf einer Führungskräftetagung vorgestellt.

Betroffen seien 3200 Verwaltungsmitarbeiter bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa AG. „Es handelt sich also ausdrücklich nicht um Kündigungen. Details werden mit der Belegschaft geklärt.“ Es gehe darum, neue Kompetenzen ins Unternehmen zu holen, ohne dazu Stellen aufzubauen.

Das Personal solle fit gemacht werden für Herausforderungen der Zukunft, „die sich aus globalen Trends wie Digitalisierung, Automatisierung und den daraus entstehenden neuen Arbeitsanforderungen ergeben“.

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    Als „Digital Natives“ gelten vor allem junge Menschen, die mit Internet und sozialen Medien aufgewachsen sind.

    • rtr
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    4 Kommentare zu "Abfindungen für ältere Mitarbeiter: Lufthansa plant groß angelegten Personalumbau"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja im ehemaligem Staatskonzern wie auch bei LH Technik wird es allerhöchste zeit für neues personal.
      Einige Mitarbeiteinnen und Mitarbeiter haben es anscheinend nicht mehr nötig und werden auch noch von Vorgesetzten für katastrophale Leistungen gedeckt. Da die Arbeistkosten daher im inetrnationalen Vergleich viel zu hoch sind werden insbesondere Arbeitsplätze bei der LH Technik weiter abgebaut werden hier vor allem Standort Hamburg mit vielen alten Mitarbeitern mit hohen Gehaltsstufen und Schmalspurqualifikation.
      Neues Personal kommt wenn überhaupt nur noch als Leiharbeiter daher- eigene Azubis werden ebnfalls nicht mehr übernommen. Der Betriebsrat unternimmt nichts gegen diesen immer weiteregehenden Verfall von sozialer Gesetzgebung zu Lasten jüngerer Arbeitnehmer.

    • Irgendwie kenne ich das von meinen Kunden: "Der Maier wusste das. Den haben sie aber vor drei Jahren als zu alt vor die Tür gesetzt."

      Mindestens ebenso destruktiv wirkt die "Rente mit 63": Dieser Weg ist vor allem für Leistungsträger im Mittelbau wie Industriemeister unvermeidlich. Ein Bekannter hat eine kaufmännische Lehre in einem DAX-Konzern gemacht und es bis in eine Stabsabteilung der Konzernzentrale geschafft. Er meint, er würde für Arbeiten über 63 hinaus bestraft. Er zog mittlerweile die Konsequenzen.

      Entscheidend ist natürlich, dass die Mitarbeiter ihre Lernbereitschaft und Flexibilität kontinuierlich nachweisen. Das ist in erster Linie Aufgabe der Angestellten, die sich um ihre Dinge selber kümmern müssen - Weiterbildung und Karriereplanung eingeschlossen.

      Wer seit 20 Jahren am gleichen Schreibtisch sitzt braucht sich nicht zu wundern, wenn das oben Beschriebene mit ihm oder ihr passiert. Er muss lange vorher selber aktiv werden, etwa alle fünf Jahre eine neue berufliche Herausforderung suchen.

      Bei einem Konzern wie der Lufthansa hat man da intern Chancen. Oft genug ist aber ein neuer Arbeitgeber fällig. Sofern man aus dem Holz ist, aus dem sich Unternehmer schnitzen, kann man auch andere Wege wählen. Das muss aber immer ein gezielter Schritt auf etwas hin sein, keine Flucht vor irgendwas.

    • Damit löst Lufthansa leider nicht das größte Problem der Zukunft: Die Betriebsrenten und "Pensionszusagen" an Mitarbeiter! Das wird in den kommenden Jahren ein Riesenproblem für Lufthansa.

    • Schade eigentlich ...

      man stelle sich das im privaten Umfeld einmal so vor: Eine neue Küche muss her!
      Also erstmal alles alte Zeug raus ... und dann alles Neu, am Besten alles Digital. Hurra!

      Geräte und Rezepte verändern sich zwangsläufig. Die Prozesse sind in der Theorie definiert. Allerdings hat es bisher noch niemand wirklich probiert. Wenn die Gäste nach den ersten Bissen der Vorspeise sparsam mit dem Lob sind, könnte man den Hauptgang immer noch im Internet bestellen. Vorausgesetzt die entscheidenden Stellen registrieren das.

      Konkret ist zu befürchten, dass die Menschen mit Durchblick dann längst weg sind (oder demotiviert, was fast noch schlimmer ist)

      Ausbaden muss es zunächst der Endverbraucher ... Schlau ist, wer die altgedienten schlauen Köpfe behält und die Digitalisierung begleiten lässt.

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