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Actionkamera-Hersteller Weihnachtsgeschäft bringt GoPro in schwarze Zahlen zurück

GoPro kann mit seinen neuen Hero-7-Kameras punkten. Auch der Abo-Service findet viele Kunden. Gewinn und Umsatz stiegen deutlich.
07.02.2019 Update: 07.02.2019 - 16:14 Uhr Kommentieren
Ein Mann mit einer GoPro-Kamera auf dem Kopf kämpft sich durch Schlamm. Quelle: Reuters
GoPro

Ein Mann mit einer GoPro-Kamera auf dem Kopf kämpft sich durch Schlamm.

(Foto: Reuters)

San Mateo Der Actionkamera-Spezialist GoPro ist im vergangenen Weihnachtsgeschäft dank neuer Modelle in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Firma aus Kalifornien verbuchte im vierten Quartal einen Gewinn von 31,7 Millionen Dollar, nachdem es im Vorjahresquartal noch rote Zahlen von knapp 56 Millionen Dollar gegeben hatte. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rund 13 Prozent auf 377,4 Millionen Dollar, wie GoPro nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Damit erfüllte GoPro die Prognose von Gründer und Chef Nick Woodman, dass die Firma mit den neuen Hero-7-Kameras wieder profitabel sein werde. Das Top-Modell der Reihe sticht unter anderem mit einer extrem effizienten Bildstabilisierung hervor, die gerade Sportlern zugutekommt. GoPro setzte darauf, dass die neue Technologie auch viele Besitzer älterer Kameras der Firma veranlassen könnte, auf ein neues Gerät umzusteigen.

Diese Rechnung ging auf: Mit 60 Prozent der von GoPro verkauften Kameras war die Hero 7 „Black“ der Spitzenreiter - und brachte angesichts ihres höheren Preises 70 Prozent der Erlöse ein. Insgesamt verkaufte GoPro in dem Quartal 1,4 Millionen Kameras - vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Im Heimatmarkt USA dominierte GoPro im Weihnachtsquartal das Geschäft mit Actionkameras mit einem Marktanteil von 87 Prozent bei Stückzahlen und 97 Prozent beim Umsatz, hieß es unter Hinweis auf Marktforscher.

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    Der Abo-Service von GoPro, bei dem man für eine monatliche Gebühr Online-Speicherplatz und Rabatt beim Kauf von Zubehör bekommt, hat jetzt 199 000 Kunden - ein Zuwachs von acht Prozent binnen drei Monaten.

    Für Aufmerksamkeit im Kundenkreis hatte GoPro auch mit der Ankündigung gesorgt, eine Million Dollar unter den Nutzern aufzuteilen, deren Clips in ein Werbevideo für das Top-Modell der Hero-7-Kamera einfließen. GoPro bekam mehr als 25 000 Beiträge, am Ende waren 56 Nutzer jeweils rund 17 500 Dollar reicher.

    Im gesamten Jahr gab es nach den verlustreichen ersten Quartalen immer noch rote Zahlen von 109 Millionen Dollar. 2017 hatte GoPro bereits 183 Millionen Dollar verloren. Die Verluste hatten einige Analysten vermuten lassen, dass der Markt für Actionkameras grundsätzlich ausgeschöpft sein könnte. Woodman hatte dagegen stets betont, er sehe noch Wachstumschancen. Die Aktie rückte im frühen US-Handel am Donnerstag zeitweise um rund zwei Prozent vor.

    • dpa
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