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Adidas-Konkurrent mit Gewinnsprung Nikes Freud ist Hainers Leid

Obwohl Nike kein offizieller WM-Sponsor war, steigert der Adidas-Konkurrent seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich. Adidas-Chef Hainer muss sich nun nicht nur Sorgen um die Spitzenposition in Westeuropa machen.
26.09.2014 - 13:53 Uhr Kommentieren

Nike räumt ab, die Konkurrenz schaut blass drein

München Mit unerwartet starkem Wachstum während der Fußball-WM hat der weltgrößte Sportausrüster Nike seine Führungsposition ausgebaut. Besonders bitter für den angeschlagenen Branchenzweiten Adidas: Ausgerechnet in dessen Heimatregion Westeuropa legte der US-Rivale im abgelaufenen Quartal am stärksten zu und macht dem deutschen Sportartikelanbieter auch dort die Tabellenführung streitig. Nike überraschte in der Nacht zum Freitag mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf knapp acht Milliarden Dollar, etwas mehr als von Branchenexperten erwartet.

Im Auftaktquartal seines neuen Geschäftsjahrs, das im Juni begann, steigerte der US-Konzern in Westeuropa seine Erlöse in Landeswährungen um 25 Prozent auf umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. In den Quartalen zuvor war Nike dort um knapp unter 20 Prozent gewachsen, während Adidas in dieser Region mit wichtigen Märkten wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich im gesamten ersten Kalenderhalbjahr lediglich auf einen Zuwachs von sechs Prozent auf zwei Milliarden Euro kam.

Besonders stark profitierten die Amerikaner vom Fußballgeschäft zur Weltmeisterschaft. „Zum Quartalsende hatten wir in den weltweit neun größten Fußball-Märkten den höchsten Marktanteil bei Schuhen“, sagte Nike-Markenchef Trevor Edwards. Zu dem Spektakel im Juni und Juli in Brasilien lieferten sich die beiden Konzerne eine beispiellose Werbeschlacht. Nachdem Nike dafür im Vorquartal - von März bis Mai - noch einen großen Teil seines Gewinns geopfert hatte, legte der Überschuss nun wieder kräftig zu. Um 23 Prozent auf 962 Millionen Dollar steigerte Nike das Nettoergebnis und sorgte damit ebenfalls für eine positive Überraschung an der Börse. Die Aktie kletterte im New Yorker Späthandel um 6,5 Prozent.

Bei Adidas hatten die Russland-Krise und das schwache Golfgeschäft in den USA die Freude über die erfolgreiche Fußball-WM verdorben. Vorstandschef Herbert Hainer räumte ein, die Probleme in beiden Ländern unterschätzt zu haben. Mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal und einer Rücknahme der Umsatz- und Gewinnziele hatte der lange Zeit erfolgsverwöhnte Manager eine Schockwelle an der Börse ausgelöst.

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    Während die Adidas-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten ein Viertel an Wert verloren hat, legte das Nike-Papier im selben Zeitraum um rund zehn Prozent zu. Dies schürte zuletzt Spekulationen über eine von unzufriedenen Anteilseignern betriebene Ablösung Hainers. Bis auf den deutschen Investor Union Investment, der mit einem Anteil von einem Prozent bei Adidas schon zu den Großaktionären zählt, hat sich aber bisher niemand aus der Deckung gewagt. Analysten räumen einem Machtwechsel bei Adidas vor Hainers 2017 erwartetem Abschied keine Chancen ein.

    Geldmaschine Ronaldo lässt deutsche Stars hinter sich
    Real Madrid's Ronaldo celebrates after scoring a goal against Atletico Madrid during their Champions League final soccer match at the Luz Stadium in Lisbon
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    Platz 1: Cristiano Ronaldo

    Der amtierende Weltfußballer des Jahres ist nicht nur der derzeit beste, sondern auch der bekannteste Spieler der Welt. Laut der Statistik kennen den Portugiesen weltweit 83,9 Prozent. In Ländern wie Italien, Spanien, Deutschland, der Türkei und Argentinien liegt sein Bekanntheitsgrad sogar bei mehr als 95 Prozent. Auch im Social Media-Umfeld macht Ronaldo mit 82 Millionen Facebook-Fans und 26 Millionen Follower bei Twitter eine gute Figur.

    DBI-Score: 79,5 Prozent

    (Foto: Reuters)
    Borussia Dortmund - FC Bayern München
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    Im Tor der Nationalmannschaft ist er die Nummer 1, in diesem Ranking lediglich auf Platz 3 der deutschen Fußballer mit den größten Vermarktungsmöglichkeiten: Manuel Neuer kommt auf 3,2 Millionen Facebook-Likes und 300.000 Twitter-Follower. So manch ein unterklassiger Kicker wird da vor Neid erblassen. Der DBI Score wird auf 48,7 Prozent beziffert. Vor ihm landet...

    DBI-Score: 48,7 Prozent

    Die Rangliste basiert auf dem so genannten Celebrity DBI (Davie Brown Index). Repucom, nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer in der Sportmarketingforschung und -beratung, hat dafür mehr als 6.500 Menschen in 13 Märkten befragt. Die ermittelten Werte sollen nach Repucom-Angaben die Ansichten von mehr als 1,5 Milliarden Menschen reflektieren, das sind 30 Prozent der Weltbevölkerung. Repucom definiert den Marktwert auf Basis von acht Attributen: Bekanntheit, Sympathie, Relevanz, Trendsetter, Einfluss, Vertrauen, Werbewirkung und Identifikation.

    (Foto: dpa)
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    ...Mannschaftskamerad Mario Götze. Die Macher der Studie beziffern seinen DBI Score auf 49,3. Der deutsche Meister und Pokalsieger hat 5,6 Millionen Facebook-Fans. Bei Twitter folgen dem Münchener Mittelfeldspieler etwa 800.000 Nutzer. Die deutsche Nummer 1 im Ranking der Fußballer mit dem größten Vermarktungspotenzial ist...

    DBI-Score: 49,3 Prozent

    (Foto: AFP)
    Trainingslager Südtirol - Medientag
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    ... Mesut Özil mit einem DBI Score von mehr als 50 Prozent. Auch in Sachen Social Media hat der gebürtige Gelsenkirchener unter den deutschen Kickern die Nase vorn: 19 Millionen Facebook-Fans folgen ihm. 5,7 Millionen Follower lesen seine Tweets. In der Rangliste der besten 10 ist allerdings kein Deutscher zu finden.

    DBI-Score: 53,9 Prozent

    (Foto: dpa)
    Thierry Henry
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    Platz 10: Thierry Henry

    36 Jahre ist der Franzose mittlerweile alt. Bei den New York Red Bulls ist der Franzose Kapitän und Wortführer. Weltweit kennen ihn 51,62 Prozent. Durch seine lebensfrohe Art begleiten ihn traditionell hohe Sympathiewerte: Auf Facebook mögen 16 Millionen Menschen seine Seite. Obwohl sich seine Karriere dem Ende neigt, unterzeichnete Henry erst vor kurzem einen neuen Sponsoren-Deal mit Puma, der ihm knapp eine Million US-Dollar pro Jahr garantiert.

    DBI-Score: 57,6 Prozent

    (Foto: ap)
    APTOPIX Soccer Euro 2012 Sweden France
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    Platz 9: Zlatan Ibrahimovic

    Zlatan Ibrahimovic ist der Spieler, der weltweit am besten vermarktet werden kann – aber nicht zur WM nach Brasilien fahren darf. Seine Schweden haben sich nicht qualifiziert. Durch seine spektakulären Tore und markigen Aussagen ist der Exzentriker den meisten Fans mehr als nur ein Begriff. Weltweit kennen ihn 55,8 Prozent der Menschen. In seiner Karriere hat Ibrahimovic bereits zehn Ligatitel mit sechs Klubs in vier verschiedenen Ländern gesammelt. Er ist der sechstbeliebteste Fußballer weltweit, 15 Millionen Menschen folgen ihm auf Facebook.

    DBI-Score: 59,07 Prozent

    (Foto: dapd)
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    Platz 8: Iker Casillas

    Obwohl nur 49 Prozent den Torwart kennen, ist er auf Platz 15 der beliebtesten Spieler weltweit. Das liegt vor allem an der guten Bewertung derjenigen, die ihn kennen: In sieben der acht abgefragten Kategorien landet der Kapitän der spanischen Nationalmannschaft unter den Top 3 von allen Spielern. 84 Prozent der Casillas-Kenner wären sogar gerne so wie der Keeper. Casillas' dickster Werbedeal dürfte aktuell der mit Ausrüster Adidas sein, der ihm jährlich 1,5 Millionen US-Dollar in die Kasse spült. Zuletzt feierte der WM-Fahrer noch „La Décima“, den zehnten Europapokaltriumph seines Klubs Real Madrid.

    DBI-Score: 59,09 Prozent

    (Foto: AFP)
    • rtr
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