Adidas, Nike, Puma Sporthändler hoffen auf ein Superjahr

Fußball-WM, Olympia, Handball, Leichtathletik und mehr: 2018 steigen zahlreich Sport-Großereignisse. Die Sportartikelbranche reibt sich schon die Hände – und hofft vor allem auf ein Gelingen der WM-Titelverteidigung.
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Nach dem WM-Sieg der National Elf im Jahr 2014 haben die Verkäufe von Fußball Trikots noch einmal ordentlich zugelegt. Sportartikler hoffen nun auf den selben Effekt im Supersportjahr 2018. Quelle: dpa
WM-Trikot

Nach dem WM-Sieg der National Elf im Jahr 2014 haben die Verkäufe von Fußball Trikots noch einmal ordentlich zugelegt. Sportartikler hoffen nun auf den selben Effekt im Supersportjahr 2018.

(Foto: dpa)

Nürnberg Eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf Mission Titelverteidigung in Russland und Olympische Winterspiele auf der koreanischen Halbinsel: Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Sports. Und die Fußball-Weltmeisterschaft sowie Olympia sind längst nicht die einzigen Großevents im Kalender. Eine Handball-EM in Kroatien und eine Leichtathletik-EM in Berlin im Sommer gibt es zum Beispiel auch. Die Vorfreude bei den Sportartiklern ist naturgemäß groß. Die Branche hofft vor allem auf gute Geschäfte rund um König Fußball.

Denn: Die beiden zugkräftigsten Ereignisse im Sportkalender 2018 entfalten erfahrungsgemäß längst nicht die gleiche Sogwirkung auf Kunden. Die Olympischen Spiele würden eher als Event gesehen, das Begeisterung für den Sport schafft, Neugier weckt und Aufmerksamkeit bringt – auch durch die Medien, meint Michael Steinhauser, Kommunikationschef beim Einkaufsverbund Intersport. Dass „ein Kunde dann bei uns im Geschäft steht und sich vielleicht einen Bobanzug kauft“, sei eher unwahrscheinlich. Und doch könnten die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang dem einen oder anderen Zuschauer „den Antrieb geben, vielleicht noch mal die Skier herauszuholen und auf die Piste zu gehen - wenn das Wetter denn mitspielt.“

Ganz ähnlich sieht das auch Nicole Espey, Geschäftsführerin beim Bundesverband der Sportartikelindustrie (BSI): Neben Supersportjahren sei ein knackiger Winter für die Branche von Bedeutung. Im vergangenen Jahr habe es schon früh Schnee gegeben, erstmals schon im November - mit dem Ergebnis, dass für Skifahrer in den Bergen jetzt schon viel Schnee liegt. Also beste Aussichten auch fürs neue Jahr.

Doch auch Espey weist darauf hin, dass Olympia und Fußball zumindest im Sportfachhandel nicht in der gleichen Liga spielen. Beim Fußball gehe es vor allem um Trikot- und Schuhverkäufe - „und dann ist davon auszugehen, dass die Verkaufszahlen immer in die Höhe schießen, wenn die deutsche Mannschaft erfolgreich ist“, sagt die Expertin. „Wenn irgendein Skifahrer mit einem bestimmten Paar Ski Olympiasieger wird, haben Sie diesen Effekt nicht.“

Olympia, Fußball-WM und eine Heim-EM
Vierschanzentournee (29. Dezember bis 06. Januar)
1 von 8

Vier Schanzen, acht Sprünge, neun Tage: Wie gewohnt sorgen die Skispringer für das erste Highlight des neuen Sportjahres. Nach dem Start in Oberstdorf und dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen fällt bei den Wettbewerben in Innsbruck und Bischofshofen die Entscheidung. Titelverteidiger Kamil Stoch aus Polen wird unter anderem von Andreas Wellinger herausgefordert.

Handball-EM in Kroatien (12. bis 28. Januar)
2 von 8

Zwei Jahre nach dem überraschenden Triumph des DHB-Teams bei der EM in Polen geht es für die Schützlinge von Bundestrainer Christian Prokop um die Titelverteidigung. Die deutschen Handballer kämpfen aber nicht nur um einen erneuten Titel, sondern auch um Wiedergutmachung nach einer durchwachsenen WM mit Achtelfinal-Aus gegen Katar. Favorisiert sind Frankreich und Gastgeber Kroatien.

Olympische Winterspiele in Pyeongchang (09. bis 25. Februar)
3 von 8

102 Mal werden im südkoreanischen Pyeongchang Gold, Silber und Bronze vergeben – das sind vier Entscheidungen mehr als vor vier Jahren in Sotschi. Neu eingeführt wurde unter anderem das Mixed-Team-Event bei den Alpinen. Mit vielen Stars geht das deutsche Team rund um Vorzeige-Biathletin Laura Dahlmeier ambitioniert in die Spiele. In Sotschi gewann Deutschland 19 Medaillen, davon acht Mal Gold.

Formel-1-Saison (25. März bis 25. November)
4 von 8

Lewis Hamilton gegen einen Deutschen: So lautete in den vergangenen Jahren stets das Duell um die WM-Krone in der Formel 1. Zunächst kämpfte der Brite gegen Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, im vergangenen Jahr wurde Ferrari-Pilot Sebastian Vettel zu seinem großen Rivalen. 2018 wird für die Widersacher Hamilton und Vettel zu einem spannenden Jahr, denn mittlerweile haben beide vier WM-Titel gewonnen.

Champions-League-Finale in Kiew (26. Mai)
5 von 8

Anfang Juni gelang Real Madrid mit der ersten Titelverteidigung in der Champions League Historisches. Dementsprechend gelten die Spanier auch in der laufenden Spielzeit, die ihr Ende mit dem Finale in Kiew findet, als Favorit. Auch Paris Saint-Germain mit 222-Millionen-Mann Neymar sowie der FC Barcelona sind heiße Kandidaten auf den Titel. Der FC Bayern hofft auf eine Finalrückkehr mit Trainer Jupp Heynckes.

Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli)
6 von 8

Seit 1962 hat keine Nation mehr den Titel als Fußball-Weltmeister verteidigt. Genau das will Bundestrainer Joachim Löw mit seinem DFB-Team in Russland aber schaffen. Nach einer makellosen Qualifikation mit zehn Siegen aus zehn Spielen gelten Neuer und Co. bei dem Turnier als Favorit, haben unter anderem mit Brasilien, Spanien und Frankreich aber schlagkräftige Herausforderer.

European Championships in Glasgow (02. bis 12. August)
7 von 8

Schwimmen, Turnen, Rad und Rudern: Trugen bisher alle Sportarten ihre eigenen Titelkämpfe aus, findet dies im August 2018 erstmals zusammengefasst bei den European Championships in Glasgow statt. Bei den Wettbewerben, bei denen auch Wasserspringer, Synchronschwimmer, Golfer und Triathleten dabei sind, werden insgesamt 4500 Sportler erwartet.

Mit dem großen Hype um Trikots der deutschen Nationalkicker rechnet Intersport-Sprecher Steinhauser erfahrungsgemäß erst nach dem Champions-League-Finale. Der Rückblick aufs vorige WM-Jahr, als Deutschland den Titel holte, stimmt ihn optimistisch: „2014 war ein außergewöhnliches Jahr.“ Nach dem Turnier habe es mit den Verkäufen des Trikots mit dem vierten Meisterstern noch einmal einen deutlichen Schub gegeben.

Umsatzrekord dank WM-Titel
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