Adidas-Rivale Puma erhöht nach gutem Jahresauftakt Prognose

Puma hebt nach einem starken Auftakt seine Jahresprognose an. Der Adidas-Konkurrent geht nun von einem Umsatzplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Auch der Konzerngewinn soll sich deutlich verbessern.
Update: 12.04.2017 - 17:40 Uhr Kommentieren
Der Sportartikelhersteller konnte im ersten Quartal nach vorläufigen Berechnungen den Umsatz währungsbereinigt um rund 15 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro steigern. Quelle: dpa
Puma

Der Sportartikelhersteller konnte im ersten Quartal nach vorläufigen Berechnungen den Umsatz währungsbereinigt um rund 15 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro steigern.

(Foto: dpa)

HerzogenaurachPuma korrigiert seinen Jahresausblick nach oben, will aber noch besser werden. Der Sportartikelhersteller sei auf einem guten, aber langen Weg, sagte Puma-Chef Björn Gulden am Mittwoch auf der Hauptversammlung am Firmensitz im fränkischen Herzogenaurach.

Starke Geschäfte im ersten Quartal veranlassten die Franken zur Anhebung der Jahresprognose. Inzwischen gehe der Konzern von einem währungsbereinigten Umsatzplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus, teilte Puma am Mittwoch mit. Bislang war ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich prognostiziert worden. Nach vorläufigen Berechnungen steigerte das Unternehmen den Umsatz währungsbereinigt um rund 15 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Den ausführlichen Zwischenbericht will Puma am 25. April herausgeben.

Die größten Sportartikelhersteller der Welt
Platz 9: Billabong
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Die australische Sportmodefirma ist vor allem als Surf-Marke bekannt, stellt aber auch Produkte unter anderem für Skater und Snowboarder her. Die börsennotierte Firma machte 2015 einen Jahresumsatz von 0,7 Milliarden Euro. (Geschäftsjahr endete am 30.6.2015)
Quelle: Unternehmensangaben

Platz 8: Columbia Sportswear
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Die Columbia Sportswear Company wurde 1938 in als Columbia Hat Company von dem aus Deutschland geflohenen Textilfabrikant Paul Lamfrom gegründet. Mittlerweile sind die US-Amerikaner vor allem für Outdoorkleidung und Skimode bekannt. 2015 verzeichnete Columbia Sportswear einen Rekordumsatz von 2,1 Milliarden Euro.

Platz 7: Asics
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„Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ – das ist die Übersetzung des berühmten lateinischen Spruchs: „Anima Sana in Corpore Sano“, abgekürzt Asics. Trotz Wahlspruch in Latein: Der weltweit bekannte Sportschuh- und Bekleidungshersteller ist ein japanischer Konzern. 2015 machte er einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.

Platz 6: Puma
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1948 gründete Rudolf Dassler die Puma Rudolf Dassler Schuhfabrik in Herzogenaurach. Zuvor hatte er sich mit seinem Bruder Adolf zerstritten, der seine eigene Firma gründete: Adidas. Seit 2007 befindet sich Puma mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Kering – 2015 verbuchte der Sportartikelhersteller einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 5: New Balance
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In den 70er-Jahren kaufte der immer noch als CEO aktive Milliardär James Davis den Laufschuhexperten New Balance. Er baute das hauptsächlich durch Mundpropaganda und Fachmessen bekannte Unternehmen zu einem Sportartikelhersteller von Weltrang aus. 2015 machte der im US-amerikanischen Boston ansässige Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Platz 4: Under Armour
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Der US-amerikanische Sportartikelhersteller machte sich als Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche einen Namen. Auch im deutschen Fußball ist Under Armour aktiv: Von der Saison 2008/09 bis 2011 war der Konzern offizieller Ausrüster von Hannover 96, seit 2016/17 ist er Ausrüster des Zweitligisten FC St. Pauli. 2015 machte das Unternehmen, das bisweilen für seine Nähe zum US-Verteidigungsministerium und seine Kooperation mit Jägern in der Kritik steht, einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.

Platz 3: VF Corporation
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Die US-Amerikaner sind einer der größten Bekleidungshersteller der Welt und Marktführer unter anderem bei Jeanshosen. Unter dem Dach des Konzerns vereinen sich Marken wie beispielsweise Eastpak und der Outdoor-Spezialist The North Face. Das Unternehmen machte 2015 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro.

Auch beim Ergebnis zeigte sich der Konzern zuversichtlicher. Den operativen Gewinn (Ebit) erwartet Puma nun bei 185 bis 200 Millionen Euro, statt zuvor bei 170 bis 190 Millionen Euro. Auch der Konzerngewinn solle sich deutlich verbessern, hieß es.

Puma wolle auch künftig auf Sportlifestyle-Kooperationen mit Stars wie Rihanna setzen, sagte Gulden. Schon 2016 hatte die Sängerin als Markenbotschafterin zu den Wachstumstreibern bei den Franken gehört. „Sport und Mode gehen Hand in Hand“, sagte Gulden. Das Modegeschäft wachse schneller. Da sei es wichtig, dass der Sport mit dieser Entwicklung Schritt halte.

2013 und 2014 hatte der Konzern eine Durststrecke durchlebt, nachdem sein Sportlifestyle-Sortiment an Glanz einbüßte. Zuletzt fand Puma jedoch wieder in die Erfolgsspur zurück: Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 7,1 Prozent auf 3,627 Milliarden Euro steigern. Mit einem operativen Ergebnis von 128 Millionen Euro konnte sich Puma um fast ein Drittel verbessern.

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