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Adidas-Rivale Rekordquartal: Puma macht einen großen Sprung

Der Sportkonzern wächst kräftig und bricht gleich mehrere Rekorde. Vorstandschef Bjørn Gulden bleibt dennoch vorsichtig mit seiner Prognose.
Update: 26.04.2019 - 11:12 Uhr Kommentieren
Adidas-Rivale mit Rekordquartal: Puma macht einen großen Sprung Quelle: dpa
Puma-Chef Bjørn Gulden

Der Norweger verspricht für das laufende Jahr ein Umsatzplus von zehn Prozent und einen deutlich höheren Gewinn.

(Foto: dpa)

München So gut lief es noch nie bei der Marke mit dem Raubtierlogo. „Das erste Quartal 2019 war das beste in der Geschichte von Puma“, sagte Vorstandschef Bjørn Gulden an diesm Freitagmorgen. Der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres sei um 17 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro in die Höhe geschossen, teilt der Turnschuhhersteller mit. Das sei ein neuer Rekord. Der Betriebsgewinn stieg auf 143 Millionen Euro, ein Plus von mehr als einem Viertel und ebenfalls neuer Spitzenwert.

Die Shirts, Shorts und Schuhe des fränkischen Sportkonzerns sind weltweit gefragt. Rund um den Globus sind die Umsätze gestiegen, am stärksten in Asien und Nordamerika. „Wir hatten einen sehr guten Start ins Jahr“, unterstrich Gulden.

Auch für die nächsten Monate sehe es gut aus, führte der ehemalige Profi-Fußballer in einer Telefonkonferenz aus. Trotzdem sei es noch nicht an der Zeit, die Jahresprognose zu erhöhen. Er sei lieber etwas zurückhaltender, so Gulden.

Der Norweger verspricht für das laufende Jahr ein Umsatzplus von zehn Prozent und einen deutlich höheren Gewinn. Angesichts des starken Jahresauftakts erscheint die bisherige Prognose eher konservativ. Gulden verwies aber auf zahlreiche weltwirtschaftliche Unsicherheiten: Der Handelsstreit zwischen China und den USA sei ebenso belastend wie der Brexit oder starke Währungsschwankungen.

Viele Investoren allerdings haben keinen Zweifel, dass Puma weiter stürmisch zulegt. Seit Jahresbeginn hat der Konzern an der Börse fast ein Viertel an Wert gewonnen. Die jüngsten Resultate hätten die Erwartungen übertroffen, schrieb JP Morgan-Analystin Chiara Battistini am Freitagmorgen. Trotz der starken Kennziffern habe der Sportartikelhersteller seinen Jahresausblick aber lediglich bestätigt. An der Börse in Frankfurt lagen die Papiere am Morgen in einem richtungslosen Markt leicht im Minus.

Puma ist derzeit deutlich dynamischer unterwegs als der Lokalrivale Adidas. Allerdings ist die Marke mit den drei Streifen mehr als vier Mal so groß wie Puma. Adidas legt seine aktuellen Zahlen Ende kommender Woche vor.

Weltmarktführer Nike indes gelang zuletzt ebenfalls ein starkes Umsatzwachstum, es betrug zu konstanten Wechselkursen zwölf Prozent. Nike spielt allerdings in einer anderen Liga. Die zwölf Prozent Zuwachs entsprachen im jüngsten Quartal umgerechnet 565 Millionen Euro, also mehr als einem Drittel des gesamten Umsatzes von Puma,

Allen anderen Konkurrenten gegenüber sieht sich Gulden aber im Vorteil. „Nach Adidas und Nike sind wir die Marke mit den größten Chancen“, so der Manager. Wichtigster Rivale um den dritten Platz in der Sportbranche ist Under Armour. Der Konzern von der amerikanischen Westküste schrieb zuletzt rote Zahlen angesichts einer tief greifenden Reorganisation. Das Label veröffentlicht seine neuesten Ergebnisse am kommenden Donnerstag.

Umsatz soll pro Jahr um zehn Prozent steigen

Gulden greift derzeit weltweit an. Im Fußball hat er gerade erst den englischen Tabellenführer Manchester City unter Vertrag genommen. In Spanien wird der FC Valencia künftig mit den Leibchen der Franken auflaufen. Zudem wird Puma bald den Spielball der spanischen Liga stellen.

Ende September ist das Label zudem in den USA wieder ins Geschäft mit Basketball eingestiegen. „Wir haben damit für viel Aufsehen gesorgt“, führte Gulden aus. Ziel des Norwegers ist es, damit langfristig in den USA zum ernst zu nehmenden Wettbewerber von Nike zu werden.

Der Konzern von der amerikanischen Westküste dominiert in den Sportläden zwischen New York und Los Angeles. Zielgruppe sind weniger die Sportler selbst, es geht eher um jugendliche Trendsetter.

Der Vorstandschef hat den Investoren vergangenes Jahr versprochen, den Umsatz bis 2022 im Schnitt jedes Jahr um zehn Prozent zu steigern. Damit nicht genug, die Marke mit dem Raubtierlogo soll auch deutlich profitabler werden. Die operative Marge werde spätestens bis dahin auf zehn Prozent klettern.

Im ersten Quartal lag Puma mit 10,8 Prozent sogar deutlich darüber. Vergangenes Jahr lag der Wert im ersten Quartal bei 9,9 Prozent, im gesamten Jahr bei 7 Prozent.

Nur eins bremst Puma momentan: der Nachschub. Von einigen gefragten Schuh-Modellen hätten die Einkäufer einfach zu wenig bestellt, gestand Gulden. Ein Vorwurf ist das nicht. Schließlich ist der Chef genauso vorsichtig, wenn es um Prognose geht.

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