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Die Lufthansa stellt ihre Ticketpreise um. Das stößt der treuesten Kundengruppe sauer auf: Für viele Geschäftsreisende bringen die neuen Tarife steigende Kosten – und Zoff ums Handgepäck. Wofür die Airline kassiert.

Kommentare

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  • In der Tat ist Lufthansa seit einiger Zeit m.E. strategisch auf dem Holzweg. Zuerst wurde das Miles & More Programm schrittweise entwertet, sodaß es zumindest für mich inzwischen keinerlei Bedeutung bei Wahl der Airline mehr hat. Wenn ein Loyalty-Programm aber keine Loyalität mehr erzeugt ist es reine Geldverschwendung.

    Durch das neue Preismodell ist eine Abgrenzung gegenüber den Billig Airlines nun ebenfalls kaum noch zu erkennen. Dabei wird man wegen der völlig anderen Kostenstruktur in diesem Preissegment ohnehin nicht mithalten können.

    Bei nicht mehr vorhandener Loyalität, kaum wahrnehmbarer Differenzierung und zugleich noch immer höherem Preis - warum soll da noch ein Kunde LH und nicht gleich Easyjet & Co fliegen? Der Kampf gegen die Golf Airlines ist schwierig, keine Frage. Aus meiner Sicht wäre es jedoch vielversprechender diesen Kampf anzunehmen und sich am oberen Ende über Angebotsqualität zu differenzieren als zu versuchen, gegen die Billigflieger mitzuhalten.

    Die aktuelle Strategie führt in die klassische und i.d.R. zum Scheitern verurteilte "Stuck in the middle"-Positionierung. Wird schwierig für LH.

  • Ich bin vor allem mal gespannt, wie die Lufthansa dies hier handhaben wird:

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/mode-fuer-schlaue-billigflieger-kleid-statt-koffer-a-963185.html

    Sieht zwar nicht schön aus, würde aber auf Dauer einiges an Gebühren sparen...

  • Alles schön und gut! Eines wurde an dieser Stelle vergessen: Geschäftsreisende, die des öfteren in die USA und weiter fliegen erhalten in Deutschland zumeist viel höhere Preise für die selbe Leistung, als wenn man von Belgien, Italien oder Griechenland aus fliegt.

    Noch viel schöner ist die Tatsache, dass die Konkurrenz in diesen Ländern auch viel günstiger fliegt und dass zumeist zu einem Preis, welcher sich um nur 50 € von der Konkurrenz unterscheidet. Wenn dass mal nicht etwas für die "Wettbewerbshüter" ist.

    In jedem Falle ein weiteres Ärgernis für Geschäftsreisende, dass man für die gleiche Leistung viel mehr bezahlen muss, wenn man aus Deutschland abfliegt.

  • Herr Schulte, das Phänomen, welches Sie beschreiben, betrifft nicht nur die USA. Flüge mit der LH sind eigentlich immer billiger, wenn sie im Ausland gebucht werden. Auch erhält man als Ausländer viel schneller einen Status. Da ich häufiger ganze Projektteams durch die Gegend fliegen lasse, habe ich es mir bei langfristigen Projekten angewöhnt, die Projekt-MA bei der ersten Anreise mit einem teuren flexibel umbuchbaren Ticket einfliegen zu lassen. Der Rückflug ist dann aufs Projektende terminiert. Die Wochenendheimflüge werden dann im jeweiligen Ausland gebucht. Dann wird es erheblich billiger.
    Die Preise richten sich halt auch danach, was man von den Leuten bekommen kann. Deutsche Autos sind zu einem großen Teil in den USA ja auch billiger zu haben.
    Die Umstellung des Preissystems der LH jetzt auf das Preissystem von Billig-Airlines dürfte der LH aber teuer zu stehen kommen. Wenn man sich als Geschäftsreisender nun bei jeder Flugbuchung noch großartig Gedanken über das Gepäck und die Planungssicherheit seiner Termine machen muss, sehe ich eigentlich keinen Unterschied zu Ryanair & Co. mehr. Außer, dass eben Ryanair & Co. günstiger sind. Herr Spohr macht aus der ehem. Premium-Fluggesellschaft eben eine Billig-Airline. Dann müssen auch die Ticket-Preise drastisch nach unten angepasst werden.
    Sonst bleibt als einziger Vorteil der LH nur noch das Streckennetz und die tolle Anbindung von Provinzflughäfen an die Hubs über die LH CityLine. Hoffentlich reicht dieser Vorteil zum Überleben.

Mehr zu: Ärger über neues Preissystem - Warum der Lufthansa Zoff mit Vielfliegern droht

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