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Agrarkonzern Razzia bei Ex-Vorständen von insolventer KTG Agrar

Im Zusammenhang mit der Insolvenz von KTG Agrar kam es zu Durchsuchungen bei Ex-Vorständen. Der Verdacht lautet Insolvenzverschleppung.
26.04.2018 Update: 26.04.2018 - 14:21 Uhr Kommentieren
KTG Agrar war mit 800 Mitarbeitern und mehr als 46.000 Hektar bewirtschafteter Fläche, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, der größte deutsche Agrarkonzern. Quelle: dpa
KTG Agrar

KTG Agrar war mit 800 Mitarbeitern und mehr als 46.000 Hektar bewirtschafteter Fläche, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, der größte deutsche Agrarkonzern.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat am Mittwoch Wohnungen und Geschäftsräume von ehemaligen Vorständen des insolventen Agrarkonzerns KTG Agrar durchsuchen lassen. Betroffen gewesen seien 19 Objekte in sieben Bundesländern, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Donnerstag. Durchsuchungen gab es demnach in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Bayern.

Es gehe um den Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung und der unrichtigen Darstellung finanzieller Verhältnisse sowie Beihilfe. Unter den 13 Beschuldigten sei auch ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied. Der Frau werde Insiderhandel vorgeworfen.

Frombach geht davon aus, dass Beweismaterial sichergestellt wurde. Die Auswertung werde vermutlich mehrere Monate dauern. Bei der Polizeiaktion sei niemand festgenommen worden. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin „Capital“ in seiner Online-Ausgabe über die Durchsuchungen berichtet.

KTG Agrar war mit 800 Mitarbeitern und mehr als 46.000 Hektar bewirtschafteter Fläche, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, der größte deutsche Agrarkonzern. Das börsennotierte Unternehmen hatte Anfang Juli 2016 Insolvenz beantragt. Im Oktober desselben Jahres beschlossen die Gläubiger, KTG Agrar abzuwickeln. Große Teile des einstigen Firmenimperiums übernahm die Gustav Zech Stiftung aus Bremen.

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