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Air Berlin Airline muss wohl weitere Langstreckenflüge streichen

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin muss wohl schon in der kommenden Woche weitere Langstreckenflüge streichen, behaupten Insider. Konkret soll es um Verbindungen aus Düsseldorf gehen. Das Unternehmen dementiert.
08.09.2017 - 15:00 Uhr Kommentieren
Die deutsche Airline hat schon zuvor angekündigt, Langstreckenflüge aus Berlin-Tegel schrittweise abzusagen. Quelle: Reuters
Air Berlin

Die deutsche Airline hat schon zuvor angekündigt, Langstreckenflüge aus Berlin-Tegel schrittweise abzusagen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Berlin Die ums Überleben kämpfende Fluggesellschaft Air Berlin muss Insidern zufolge womöglich schon kommende Woche weitere Langstreckenflüge aus dem Flugplan nehmen. „Als nächster Schritt werden weitere Langstreckenflieger von Düsseldorf aus am Boden bleiben müssen“, sagte ein Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters. Ein zweiter mit den Vorgängen Vertrauter sagte, dass Langstreckenflüge von der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aus voraussichtlich gekappt werden. Von dort bietet die Airline vor allem Verbindungen in die USA an. Das Unternehmen bezeichnete mögliche Streichungen bei der Langstrecke in Düsseldorf als Spekulation.

Air Berlin hat schon angekündigt, künftig alle Langstreckenflüge von Berlin-Tegel aus schrittweise abzusagen, sowie einzelne Strecken von Düsseldorf. Die insolvente Airline, die nur noch unter Aufsicht eines Sachwalters operieren kann, muss die Kosten drücken, damit sie den Flugbetrieb so lange aufrecht erhalten kann, bis sich Käufer gefunden haben. Die kurzfristigen Kurzstreckenangebote stabilisieren noch immer den Betrieb, hieß es in den Kreisen weiter.

Diese Strecken streicht Air Berlin
Spottpreis für Flüge in die USA
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Air Berlin versucht offensichtlich, Geld in die leeren Kassen zu bekommen: Für einen Hin- und Rückflug in die USA muss man gerade einmal 333 Euro bezahlen – ein Spottpreis. Wer das Angebot wahrnehmen möchte, sollte sich allerdings beeilen. Denn die insolvente Airline streicht einige Langstreckenflüge - zum Großteil sind das Flüge in die Vereinigten Staaten.

(Foto: Screenshot)
Berlin - Abu Dhabi
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Als erstes fliegen allerdings Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Angebot. Im Gegensatz zu diesem Solarflieger wird Air Berlin zukünftig in Abu Dhabi nicht mehr landen - zumindest nicht, wenn die Maschine in Berlin gestartet ist. Bisher wurden zwei Mal täglich Direktflüge von der deutschen Hauptstadt aus angeboten. Nun wird der erste am 17. September und der zweite am 1. Oktober gestrichen. Die Strecke war die defizitärste: Pro Monat wurden hier Verluste in Höhe von einer Millionen Euro verursacht.

(Foto: Reuters)
Berlin - Chicago
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Als nächstes ist die Strecke Berlin – Chicago dran. Bisher war ein Flug einmal pro Tag möglich. Das ist in Zukunft nicht mehr so: Die Strecke soll zum 30. September wegfallen. Ab dann muss Air Berlin den Flugraum anderen überlassen.

(Foto: AP)
Berlin – Los Angeles
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Ab dem 1. Oktober sind zwischen Berlin und Los Angeles bei Air Berlin keine Flüge mehr zu buchen. Eigentlich sollte diese Strecke vier Wochen später zu Beginn des Winterflugplans gestrichen werden, nun geht alles schneller. Bisher flog die Airline drei Mal pro Woche Los Angeles an.

(Foto: AP)
Berlin - San Francisco
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Genauso ergeht es der Strecke Berlin – San Francisco: Auch die Streichung dieser Strecke wurde um vier Wochen auf den 1. Oktober vorgezogen. Bisher war San Francisco für Air Berlin-Kunden vier Mal pro Woche buchbar. Der Blick auf die Golden-Gate-Bridge bleibt also anderen Flugpassagieren vorbehalten.

(Foto: Reuters)
Düsseldorf - Boston
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Von Düsseldorf aus wird nur ein Langstreckenflug gestrichen: Ab dem 1. Oktober können Air Berlin-Kunden von der NRW-Landeshauptstadt aus nicht mehr nach Boston fliegen. Bisher war das täglich möglich. Auch diese Streichung wurde um vier Woche nach vorne verlegt. Über der Skyline werden dann also keine Air Berlin-Maschinen mehr zu sehen sein.

(Foto: Reuters)
Berlin - New York
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In Berlin bleiben nur zwei Langstrecken-Ziele, die Air Berlin noch anbietet: Nicht von den Streichungen betroffen sind Flüge nach New York, die weiterhin täglich starten sollen…

(Foto: Reuters)

Bis zum 15. September sammelt das Unternehmen noch Gebote. Die Lufthansa hatte als erstes ihr Interesse angemeldet. Der deutsche Marktführer hat Insidern zufolge einen Plan vorgelegt, bis zu 90 der 144 Maschinen von Air Berlin einschließlich des Air-Berlin-Ferienfliegers Niki zu übernehmen. Komplett übernehmen kann Lufthansa Air Berlin aus kartellrechtlichen Gründen nicht.

Die Thomas-Cook-Tochter Condor wolle ein verbindliches Angebot in der kommenden Woche einreichen, hieß es in Branchenkreisen. Wie die Lufthansa sei Condor am Ferienflieger Niki und weiteren Flugzeugen samt Crews interessiert. Auch der britische Billigflieger EasyJet wird als potenzieller Käufer gehandelt, hat aber dazu bisher keine Stellung genommen. Der Gründer der österreichischen, bisher nicht insolventen Fluggesellschaft, Niki Lauda, wollte ein Angebot für Niki prüfen. Ins Rennen einsteigen wollen nach Durchsicht der Zahlen von Air Berlin voraussichtlich auch der Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl sowie eine Logistikfirma und ein Hostelbetreiber aus Berlin.

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    Nach dem bisherigen Zeitplan soll der Bieterkreis zügig eingegrenzt werden. Womöglich kann die nächste Gläubigerversammlung am 21. September schon entscheiden, welche Käufer einen Zuschlag bekommen. Die Lufthansa hat für den 26. September eine reguläre Aufsichtsratssitzung anberaumt, erklärte ein Sprecher. Im Fall eines Abschlusses könnte ein Kaufvertrag dann grünes Licht von den Kontrolleuren bekommen. Im Idealfall könnte Air Berlin bis Ende September als Ganzes oder in Teilen in neue Hände übergehen, wie es Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann anstrebte, sagte einer der Insider.

    • rtr
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